Ferner müssen die Meister ein umfassendes Bild von der Kultur und eine klare Vorstellung von der Zivilisation gewinnen, die sich entwickeln und dann maßgebend sein wird, wenn einmal das geplante Vorhaben zur Durchführung kommt. Es wurde euch gesagt (und das stimmt), daß die Meister sich nicht die Mühe machen, in allen Erziehungsfächern bewandert zu sein, z.B. in neuzeitlicher Geschichte, in den neuesten wissenschaftlichen Verfahren oder im Gebrauch fremder Sprachen. In den verschiedenen Ashrams gibt es überall Wissende, die den Meistern jederzeit jede gewünschte Information verschaffen können. Das trifft auch weiterhin auf diejenigen zu, die bereits den Rang eines Meisters erreicht haben, gilt aber nicht für alle Senior-Eingeweihten. Von diesen letzteren haben viele, die unter der Anleitung eines Meisters einen höheren Grad erreichten, ihr weltliches Wissen im Gedächtnis behalten, und sie haben sich außerdem darauf spezialisiert, an gewisse Weltprobleme auf streng irdische Art und Weise heranzugehen. So gibt es z.B. Adepten, die auf dem Gebiet des modernen Finanzwesens erstklassige Fachleute sind. Diese Eingeweihten vierten Grades treffen schon jetzt entsprechende Vorbereitungen, um später jene neuen Methoden in der Finanzgebarung einzuführen, die an die Stelle der jetzigen unheilvollen Methoden treten werden. Sie werden im Handel und Verkehr ein Tauschsystem einführen, dessen verzerrtes Symbol unser derzeitiges Geld ist. Diese neuere Methode im Tausch- und Zahlungsverkehr wird in der ganzen Welt allgemeine Anwendung finden, und sie wird den Großkapitalismus und die freie Wirtschaft beseitigen. Gleichzeitig wird sie aber jene Formen des modernen Unternehmungsgeistes beibehalten, die eine individuelle Initiative und Findigkeit erfordern.
Alice A. Bailey, Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 680
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