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Inhaltsverzeichnis

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7. Einweihung im Wassermann-Zeitalter

Ich habe auf die Grundtendenzen hingewiesen, die im Zusammenhang mit den drei großen Weltzentren bisher zutage getreten sind oder sich noch zeigen werden. Ich habe auch die Beziehung bestimmter Haupteinweihungen zu diesen Zentren angedeutet. Diese Hinweise führen in eine neue Denkrichtung. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einige weitere Gesichtspunkte zur Klärung des Themas anführen. Außerdem möchte ich diese Zentren mit den Strahlen in Beziehung bringen, die jetzt in Manifestation sind (entweder aktiv werden, an Kraft verlieren oder voll wirksam sind). Kurz gefasst können wir folgendes sagen:

Die erste Einweihung hat eine enge Beziehung zu dem planetarischen Zentrum, das die Menschheit selbst ist. Diese Einweihung wird in erhöhtem Masse den Intellekt stimulieren, wie er sich in geordneter Tätigkeit auf der physischen Ebene auswirkt. Sie steht auch in enger Beziehung zum dritten Strahl der Aktiven Intelligenz. Dieser dritte Strahl ist seit 1425 n. Chr. in objektiver Manifestation und wird durch das ganze Wassermann-Zeitalter hindurch in Inkarnation bleiben. Von allen Strahl-Zyklen sind seine Zyklen die längsten. Innerhalb dieser großen Zeitläufe gibt es jedoch Perioden gesteigerter Tätigkeit, die wie das Schlagen und Pulsieren des Herzens sind und diese Perioden dauern ungefähr dreitausend Jahre. Wenn sie vorüber sind, nennt man sie „Zyklen des Zurückziehens, aber nicht des Erlöschens“. Die Zeitdauer der

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Inkarnation ist gleichfalls dreitausend Jahre. Eine dieser aktiven dreitausend Jahr-Perioden ist nun gekommen, und wir dürfen während dieser Zeit eine große Entfaltung intellektueller Fähigkeiten und schöpferischer Arbeit erwarten. Innerhalb des größeren Zyklus bedeutet gerade diese jetzige Periode einen Höhepunkt. Im Lauf des kommenden Zeitalters wird der Entwicklungsprozess menschlicher Intelligenz in großem Ausmasse und mit beschleunigtem Tempo erfolgen. Diese gesteigerte und erhöhte Lebenskraft des Zentrums, das wir die Menschheit nennen, wird dazu führen, daß viele Menschen — wie schon früher erwähnt — die erste Einweihung erhalten. Studierende vergessen gern, daß es sich bei der ersten Einweihung um folgendes handelt:

a. Die Verankerung oder Externalisierung des Christusprinzips in der Menschheit als Gesamtheit und auf der physischen Ebene.

b. Das Aufblühen der Intelligenz, so daß der Eingeweihte sich dynamisch-kraftvoll auf der Mentalebene betätigen und dadurch die gesamte Menschheit gehoben und gefördert werden kann.

c. Die zunehmende Aktivität des Kehlzentrums und, da der dritte Strahl eng mit dem ersten verbunden ist, die erste schwache Ausrichtung des spirituellen Menschen nach Shamballa. Diese Tendenz wird immer stärker werden und ihren Höhepunkt bei der dritten Einweihung erreichen. Ich möchte hier auf die zahlenmässigen Analogien hinweisen:

1) Das dritte große Weltzentrum — die Menschheit.

2) Die Wirksamkeit des dritten Strahls — Aktiver Intellekt.

3) Die dritte Einweihung, welche die Vollendung der ersten kennzeichnet, genau so wie die vierte Einweihung die Vollendung der zweiten und die fünfte die der dritten ist.

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4) Das dritte Haupt-Zentrum — das Kehlzentrum.

5) Die dritte Rasse — die arische, welche die erste eigentliche Menschenrasse, die lemurische, zur Vollentwicklung bringt.

6) Die dritte Ebene — die physische, die Widerspiegelung der dritthöchsten Ebene, der atmischen Ebene.

7) Der dritte periodische Lebensträger — die Persönlichkeit.

8) Der dritte göttliche Aspekt — Intelligenz.

9) Die dritte Stufe eines göttlichen Sendboten — Herkules.

10) Das allerhaltende Leben, die dritte oder äußere Sonne — die physische Sonne.

Dies sind einige der Analogien, die wir insofern überdenken sollten, als sie wertvolle Hinweise geben über göttliche Wesensart, spirituelle Absicht und universale Ziele.

Im ersten Drittel des Wassermann-Zeitalters (esoterisch gesehen im ersten Dekanat) wird die Vitalisierung des menschlichen Zentrums (spirituell betrachtet) im Zusammenhang mit dem Plan und die ständig zunehmende universale schöpferische Tätigkeit sowohl des Einzelmenschen wie der Menschheit immer mehr offenbar werden. Diese Entwicklung wird durch den Einfluß Saturns, der vom dritten Strahl beherrscht wird, begünstigt. Er ist der Planet der günstigen Gelegenheit, der Jüngerschaft und der Erprobung. Während der Zeit, da dieses große göttliche Leben Seine segenspendende Aufgabe erfüllt, darf die Menschheit eine immer stärker werdende Auswirkung der Saturn-Aktivität erwarten.

Die zweite Einweihung hat eine enge Beziehung zu der Hierarchie als planetarischem Zentrum und zur Aktivität des zweiten Strahls. Diese Einweihung bewirkt im Eingeweihten ein wachsendes Verständnis für Beziehungen, für die grundsätzliche Einheit mit allem, das atmet und für das eine Leben, das schließlich hineinführt in jenes Reich wahrer Brüderlichkeit, dessen Verwirklichung das Ziel des Wassermann-Zeitalters ist. Dieses Hauptzentrum, die Hierarchie, läßt die gesammelte Kraft der Liebe auf die Menschheit einströmen und eben diese Liebe wird im zweiten Dekanat

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des Wassermanns, das von Merkur beherrscht wird, voll zum Ausdruck gebracht werden. Merkur, der Sendbote der Götter (der Hierarchie der Seelen), bringt immer die Botschaft der Liebe und stellt eine unerschütterliche gegenseitige Verbindung zwischen den beiden großen planetarischen Zentren, der Hierarchie und der Menschheit her.

Auch in diesen Beziehungen bestehen wieder grundsätzliche zahlenmässige Analogien, die darauf beruhen, daß das erwachende Herzzentrum der Menschheit wirksam wird. Dies ist das zweite Hauptzentrum im Menschen und es befindet sich oberhalb des Zwerchfells. Durch dieses Zentrum kann die Hierarchie die ganze Menschheit und ebenso die untermenschlichen Naturreiche erreichen.

1. Das zweite planetarische Zentrum — die Hierarchie.

2. Die Wirksamkeit des zweiten Strahles — Liebe-Weisheit.

3. Die zweite Einweihung, die den Solarplexus mit dem Herzen, die Menschheit mit der Hierarchie sowie die Persönlichkeit und die egoischen Strahlen mit dem zweiten Strahl verbindet, der grundsätzlich immer in Manifestation ist.

4. Das zweite Strahlzentrum — das Herzzentrum.

5. Die zweite Rasse (die Atlantische), die ihren Höhepunkt in der vierten, der nächsten Rasse, findet.

6. Die zweite Ebene — die Astralebene. Diese ist die Widerspiegelung der zweithöchsten Ebene.

7. Der zweite periodische Bewußtseinsträger — die Seele.

8. Der zweite göttliche Aspekt — Liebe-Weisheit.

9. Der zweite Typ oder Rang eines Sendboten  Christus. Buddha.

10. Das allerhaltende Leben, die zweite oder subjektive Sonne das Herz der Sonne.

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Zu diesen allen steht der sechste Strahl in Beziehung in seiner Eigenschaft als verbündeter oder Nebenstrahl des zweiten Strahls.

Man darf wohl behaupten, daß in diesem Weltzyklus der Schwerpunkt aller spirituellen Kraft in die Hände der Hierarchie gelegt wurde, die gegenwärtig als göttlicher Vermittler in der Weise wirkt, daß sie den Willen Gottes oder die Ziele Shamballas deutet und erklärt. Sie transformiert sozusagen die göttliche Energie auf eine niedrigere Frequenz, so daß sie ohne Gefahr für die Menschheit angewandt werden kann. Es wird hieraus ersichtlich, warum im zweiten Dekanat des Wassermann-Zeitalters die Hierarchie als Repräsentant Shamballas und mit Hilfe Merkurs den kommenden Avatar in physische Manifestation bringen kann. Dies wird möglich werden, wenn das Werk des ersten Dekanats vollbracht ist und Shamballa die Energien des dritten großen Zentrums, der Menschheit, freigesetzt und endgültig umgelenkt hat. Diese Auslösung und Angleichung von Energien führt zu schöpferischer Tätigkeit und zu neuem geistigen Leben. Der nächste Schritt ist eine planetarische Angleichung, die als klar umrissenes Ziel von der Hierarchie geplant ist. Hierauf bereitet sich die Hierarchie vor und hierzu rüstet sich der Avatar selbst in Shamballa.

Die dritte Einweihung ist mit dem planetarischen Zentrum Shamballa und mit der Tätigkeit des ersten Strahls verbunden. Man muß sich darüber klar sein, daß dies die erste Einweihung ist, bei der Persönlichkeit und Seele derart verschmolzen und verbunden sind, daß die beiden Aspekte eine Einheit bilden. Wenn diese Einweihung stattgefunden hat, dann kann als Auswirkung im weiteren Sinn zum erstenmal wirkliche Gruppenarbeit geleistet werden, die von nun an der treibende Impuls im Leben des Eingeweihten ist. An die Stelle strebenden Verlangens tritt nun tiefinnerste Überzeugung. Es ist außerdem bedeutungsvoll, daß im dritten Dekanat des Wassermann-Zeitalters Venus zur Herrschaft kommt. Venus wird esoterisch als jene geheimnisvolle Kraft anerkannt, die eine harmonische Einheit von Liebe und Wissen, Intelligenz und Synthese, einsichtsvollem Verstehen und Brüderlichkeit ist. Innerhalb

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der Hierarchie selbst waren Buddha und Christus die beiden großen Sendboten, welche die zweifache Venus-Energie verkörperten. Der Sendbote, der später erscheinen und den von Shamballa kommenden Antrieb zur Synthese, das hierarchische Streben nach Liebe und das Verlangen der Menschheit nach intelligenter Aktivität zum Ausdruck bringen wird, wird alles dies mit gesammelter Kraft in Sich vereinen. In Ihm werden sich alle diese Qualitäten wie in einem Brennpunkt sammeln, und dazu wird noch eine andere Qualität oder ein göttliches Prinzip kommen, von dem die Menschheit bisher noch nichts weiß und für das es auch noch keinen Namen gibt. Er wird ein großer und mächtiger Avatar sein und sein Wesen ist nicht von dieser Erde.

Wenn wir uns erinnern, daß die dritte Einweihung in Wirklichkeit die erste Einweihung der Seele ist, nachdem diese mit der Persönlichkeit im Leben und Bewußtsein der Monade, dem Einen und Ersten, völlig eins geworden ist, dann könnten wir die folgenden zahlenmässigen Analogien feststellen:

1. Das erste planetarische Zentrum — Shamballa.

2. Die Tätigkeit des ersten Strahles — Wille oder Macht.

3. Die dritte Einweihung, welche die erste Einweihung der Seele ist, bringt das untere Ende der Wirbelsäule mit dem Kopfzentrum und die Seele mit der Monade in Verbindung.

4. Das erste Hauptzentrum — der Kopf.

5. Die erste wahrhaft göttliche Menschheit — die endgültige Menschheit.

6. Die dritte Ebene, in Wirklichkeit die erste Ebene des Seelenbewusstseins, ist die Widerspiegelung der höchsten Ebene, der logoischen.

7. Der erste periodische Bewußtseinsträger — der monadische.

8. Der erste göttliche Aspekt — Wille oder Macht.

9. Das erste und höchste Vorbild des Vermittlers — der kommende Avatar.

10. Das allerhaltende Leben — die zentrale spirituelle Sonne.

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Nun wollen wir die Entwicklungstendenzen der Zeitepochen betrachten, soweit sie die Strahlen betreffen:

Erster Strahl. — Dieser Strahl ist noch nicht in physischer Manifestation, fängt aber an, auf der Mentalebene eine deutliche Wirkung auszuüben. Dort beeinflußt er das Denkvermögen aller Jünger und schafft die Grundlagen für das Erscheinen einer bestimmten Jüngergruppe von Shamballa. In zweitausend Jahren wird der Einfluß dieses Strahles auf der physischen Ebene kraftvoll verspürt werden. In hundert Jahren wird seine Wirkungskraft auf der Astralebene beobachtet werden können.

Zweiter Strahl. — Dieser Strahl ist immer in subjektiver Manifestation und besonders stark wirksam, weil er der Strahl unseres Sonnensystems ist. Zur Zeit ist dies in verstärktem Masse der Fall, denn die Hierarchie bereitet sich auf die „Krise der Liebe“ vor und kommt also der Menschheit immer näher; überdies steht eine große planetarische Einweihung unmittelbar bevor. Gegenwärtig wird jedoch der Einfluß des zweiten Strahls auch objektiv auf der physischen Ebene wirksam. Während der nächsten zweitausend Jahre wird dies immer stärker der Fall sein, bis dann allmählich ein Zurückziehen und Nachlassen seiner Wirksamkeit erfolgen wird.

Dritter Strahl. — Dieser Strahl wird vom Standpunkt der Menschheit aus sehr lange in objektiver Manifestation bleiben — so lange, daß es sich für uns erübrigt, schon jetzt über seinen abnehmenden Einfluß zu sprechen. Das planetarische Zentrum Menschheit braucht noch auf lange Zeit hinaus die verstärkte Wirksamkeit dieser Kräfte, damit eine Stimulierung auch der „niedrigsten Menschensöhne“ erfolgen kann.

Vierter Strahl. — Dieser Strahl kommt bekanntlich zu Anfang des nächsten Jahrhunderts zur Inkarnation und wird — in Zusammenarbeit mit dem zunehmenden Einfluß von Saturn — viele Menschen zum Pfad der Jüngerschaft führen. Wenn diese

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besondere Energie, die wir in Ermangelung einer besseren Bezeichnung „Harmonie durch Konflikt“ benennen und jene planetarischen Kräfte, die dem Aspiranten Gelegenheit zur Entwicklung geben, in planmässiger Synthese zusammenwirken, dann dürfen wir mit einer beschleunigten Auswirkung auf allen Gebieten menschlicher Lebensgestaltung, insbesondere in Bezug auf den Pfad des Jüngers rechnen. Im Grund genommen lehrt dieser vierte Strahl die Lebenskunst, die zu einer Synthese von Schönheit führt. Ohne Einheit, ohne praktisch gestalteten Idealismus und die sich daraus ergebende harmonische Entfaltung gibt es keine Schönheit. Dieser Strahl ist nicht der Strahl der Kunst, wie man oft irrigerweise annimmt, sondern er ist die Energie, welche die Schönheit jener lebendigen Formen hervorbringt, die Gedanken und Ideale verkörpern, welche nach unmittelbarem Ausdruck suchen. Viele Menschen behaupten, auf dem vierten Strahl zu sein, weil sie von künstlerischem Leben als Ausdrucksform träumen. Schöpferische Kunst findet ihren Ausdruck auf allen Strahlen — eine Tatsache, die schon in früheren Schriften von mir betont wurde.

Fünfter Strahl. — Dieser Strahl ist seit fast siebzig Jahren in Manifestation. Auf Grund besonderer und einmalig erfolgender Maßnahmen wird er in fünfzig Jahren unwirksam werden und auf diese Weise seinen normalen Zyklus unterbrechen. Man ist nämlich zu der Überzeugung gekommen, daß der benötigte Sonder-Impuls hinreichend kraftvoll war und der so gegebene Anstoß für den menschlichen „Entdeckungsgeist“ seinen Zweck erfüllt hat. Jede weitere Verstärkung der Denkprozesse zu diesem Zeitpunkt (mit Ausnahme der allgemein-durchdringenden Wirkungskraft des dritten Strahls) könnte sich als verhängnisvoll erweisen. Die Strahlenzyklen sind in der Regel festgesetzt und genau bestimmt. In diesem Fall wurde jedoch als Folge engen Zusammenwirkens zwischen dem Herrn des fünften Strahls und dem Herrn der Welt und im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende spirituelle „Krise der Annäherung“ der Beschluss gefasst, diese Energie vorübergehend zurückzuziehen. Der Prozeß wird etwa fünfzig Jahre in Anspruch nehmen.

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Sechster Strahl. — Bekanntlich zieht sich dieser Strahl schon seit geraumer Zeit aus der Manifestation zurück und seine Wirksamkeit nimmt ständig ab.

Siebenter Strahl. — Dieser Strahl kommt jetzt zur vollen Wirksamkeit. Es erübrigt sich, der Fülle von Material, das ich in dieser Abhandlung und in meinen andern Büchern gegeben habe, hier noch etwas hinzuzufügen.

Ein Punkt, der jedoch für den Leser nicht von unmittelbarer Wichtigkeit ist, ist folgender: Die Herren der Strahlen bilden durch ihre planetarischen Repräsentanten in Zusammenarbeit mit dem Herrn der Welt in Shamballa eine Körperschaft, die große Kräfte lenkt; sie hat beratende und richtunggebende Stimme, jedoch keine Vollmacht. Dies mag von einigen Lesern als die interessanteste Mitteilung in diesem Buche angesehen werden. Sollte dies der Fall sein, so würde das nur beweisen, daß der Leser für wahre esoterische Lehre nicht vorbereitet ist. Die Studierenden benötigen ein größeres Verständnis für die wirklich massgebenden Werte und einen Sinn für geistige Wertordnungen. Planetarische und solare Tatsachen — die obige Information würde unter diesen Titel fallen — können zur Anregung der Vorstellungskraft und zur Erweiterung des Horizonts dienen. Für Aspiranten und Jünger ist dies ausschlaggebend. Alle Shamballa betreffenden Mitteilungen und Ereignisse sind für den Neuling auf dem Pfad immer Gegenstand besonderen Interesses. Allzu leicht vergisst er, daß er zunächst einen Kontakt mit der mehr vertrauten Hierarchie herstellen muß, bevor er die geistigen Wertordnungen wirklich verstehen kann.

Ich empfehle, die Übersicht zu studieren, die ich in l (..�1�1-80.htm) (k „Menschliche und Solare Einweihung“ Seite 80) bekannt gegeben habe und die im Anhang zum ersten Band von „Eine Abhandlung über die sieben Strahlen“ zu finden ist. Ich füge sie hier für solche Leser bei, die das Buch nicht besitzen und deren Interesse sich von der gewaltigen Größe des Makrokosmos hinweg wieder der Verantwortung des Mikrokosmos zuwenden sollte.

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Jüngerschaft in Beziehung zu den Strahlen.

Erster Strahl — Kraft — Energie — Tat — Der Okkultist.

Zweiter Strahl — Bewußtsein — Ausdehnung — Einweihung  Der wahre Spiritualist.

Dritter Strahl — Anpassung — Entwicklung — Evolution — Der Magier.

Vierter Strahl — Schwingung — Widerhall — Ausdrucksform — Der Künstler.

Fünfter Strahl — Gedankenformung — Kenntnisse — Wissenschaft — Der Wissenschaftler.

Sechster Strahl — Hingabe — Abstraktion — Idealismus — Der Devote.

Siebter Strahl — Beschwörung — Magie — Ritual — Der Ritualist.

Auf Grund der bestehenden verschiedenen Strahleneinflüsse wird die Menschheit im Wassermannzeitalter eine Bewußtseinserweiterung erfahren, die an Stelle von ich-betonten und persönlichen Beziehungen Gruppenbeziehungen enthüllen wird. Ich möchte daran erinnern, daß das Zeichen Wassermann sich in der oberen Hälfte des Tierkreises befindet und in genauer Opposition zu Löwe in der unteren Hälfte steht. Löwe ist das Zeichen individueller Entwicklung und persönlicher Selbstbejahung. Dieses stark individualistische Zeichen vollendet sich im Wassermann, in welchem der Einzelmensch durch die Gruppe vollen Ausdruck findet. Anstatt dem eigenen niederen Selbst zu dienen und sich als Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen, geht er dazu über, der Gruppe zu dienen und ein immer besseres Ausdrucksmittel der Hierarchie zu werden, der er ständig näher kommt. Auf die Erreichung dieses Ziels sind die Strahleneinflüsse in wachsendem Masse unentwegt gerichtet. Die Menschheit hat eine Stufe erreicht, auf welcher der Sinn für Individualität immer stärker wird. Auf jedem Gebiet menschlicher Betätigung werden Männer und Frauen ausgesprochen selbstbejahend. Symbolisch wird dies im „Alten Kommentar“ folgendermaßen ausgedrückt:

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„Der Löwe beginnt zu brüllen. Er stürmt vorwärts und mit seinem Lebensdrang bringt er Zerstörung. Dann brüllt er wieder, drängt ungestüm zum Lebensstrom und trinkt in vollen Zügen. Nachdem er getrunken hat, wirkt die Magie des Wassers. Er ist verwandelt. Der Löwe verschwindet. Hervor tritt der Träger des Wasserkrugs und beginnt seine Mission.“

Menschen mit visionärer Schaukraft können heute dieses Geschehen auf allen Gebieten erkennen. Der Wasserträger (ein anderer Name für den Weltdiener) beginnt mit seiner selbstgestellten Aufgabe. Deshalb erfolgt auf Erden die Verankerung der Neuen Gruppe der Weltdiener, deren Vertreter in jedem Land und in jeder großen Stadt zu finden sind. Es gibt keine Stätte — das möchte ich betonen — wo sie nicht anzutreffen wären. Sie arbeiten auf sämtlichen Strahlen. Sie bringen viele Gesichtspunkte zum Ausdruck. Art und Ausmaß ihres Dienstes sind mannigfaltig und ihre Arbeitsmethoden so vielseitig und verschieden, daß es für Menschen mit engerem Gesichtskreis oft nicht leicht ist, sie zu verstehen. Um auf die symbolische Ausdrucksweise zurückzukommen: Sie alle tragen den Wasserkrug, der das Wasser des Lebens enthält. Sie alle strahlen, stärker oder schwächer, das Licht in ihre Umwelt aus.

Allen denen, die in diesem Übergangszeitalter des Umbruchs mit all seinem äußeren Chaos und Aufruhr leben und wirken, ist die Aufgabe gestellt, Beständigkeit, Dienst- und Opferbereitschaft zum Ausdruck zu bringen. Mit Nachdruck betone ich diese drei Worte. Diesmal geht es nicht um dramatische Erklärungen, wie es manchmal der Fall war. Ein Zuviel an Mitteilungen dieser Art kann leicht zu tiefgreifender Unempfindlichkeit führen. Daher ist es notwendig, zuerst die bisher gegebenen Unterweisungen innerlich zu verarbeiten und in die Tat umzusetzen. Dann muß aus der Tiefe heraus das rufende Verlangen nach mehr Licht so stark werden, daß bei uns, die wir innerhalb der Hierarchie wirken und arbeiten, zwangsläufig ein Widerhall hervorgerufen wird. Geduldig warten wir auf diesen Ruf.

 

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Alice A. Bailey – Wiki

Alice Bailey

aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Bailey

Alice Bailey

Alice Bailey (geborene Alice Ann LaTrobe Bateman, abgekürzt häufig A.A.B. bzw. AAB genannt; * 16. Juni 1880 in Manchester; † 15. Dezember 1949 in New York City) war eine englisch-US-amerikanische Theosophin, Esoterikerin und Autorin. Sie war die Gründerin der Arkanschule sowie einer Reihe weiterer damit in Zusammenhang stehender Organisationen.

Leben

Kindheit, Berufe, Ehe und Kinder

Bailey wurde am 16. Juni 1880 in Manchester als ältere von zwei Töchtern von Frederic Foster LaTrobe Bateman und Alice Hollinshead (1857–1886) geboren. Der Vater war Bauingenieur, die Familie reich. Die Mutter starb 1886 und der Vater 1889, beide an Tuberkulose, und Bailey kam in die Obhut ihres Großvaters John Frederic LaTrobe Bateman und dessen Frau. Nach deren Tod um 1893 übernahmen ihre Tante Dora LaTrobe Bateman und ihr Mann Brian Barttelot die Vormundschaft. In der Kindheit unternahm Bailey mit den Eltern zahlreiche Reisen nach Kanada, in die Schweiz und nach Frankreich und lebte auf verschiedenen Landsitzen in Schottland und England.

Sie durchlebte eine strenge, aber behütete Kindheit; von 1892 bis 1898 erhielt sie eine klassische Erziehung durch eigens angestellte Erzieher und Hauslehrer und war anschließend bis 1900 in einem Mädchenpensionat in London. Danach wirkte sie etwa ein Jahr als Lehrerin und als Missionarin bei der British Army. Sie hielt in Irland und Indien Bibelvorlesungen und Andachten vor Soldaten ab, betätigte sich als Krankentrösterin und Sterbebegleiterin und organisierte Soldatenheime. Ab 1906 erlitt sie eine Reihe von Schwächeanfällen, musste mehrmals zur Erholung nach Großbritannien zurückkehren und gab 1907 diese Tätigkeit deswegen auf.

Bei ihrer Arbeit in Indien lernte sie um 1905/6 Walter Evans kennen, der als Soldat bei der Kavallerie diente. Als kurz darauf seine Dienstzeit bei der Armee endete, ging Evans in die USA und schloss sich der Episcopal Church an, um Priester zu werden. 1908 heirateten Bailey und Evans in Castramont (in Dumfries and Galloway). Daraufhin übersiedelten sie in die USA nach Cincinnati, wo Evans am Lane Theological Seminary sein Theologiestudium fortsetzte und nach seiner Ordination um 1910 in San Joaquin in Kalifornien wirkte. Es folgten mehrere Umzüge in immer schwieriger werdenden finanziellen Verhältnissen und die Geburt dreier Töchter. Die Ehe war zunehmend von Entfremdung geprägt, ab 1915 lebten sie getrennt und 1919 wurde die Ehe geschieden. Um überleben zu können, arbeitete Bailey in dieser Zeit in einer Konservenfabrik.

1919 lernte sie in der Theosophischen Gesellschaft Foster Bailey (1888–1977) kennen und heiratete ihn Ende 1920 in New York City. Foster war ursprünglich Rechtsanwalt gewesen, nach seinem Dienst in der U.S.Army während des Ersten Weltkrieges kehrte er nicht mehr in seinen Beruf zurück, sondern widmete sich ganz der Theosophie und Freimaurerei. Diese Ehe blieb kinderlos.

Theosophie

Nach der Trennung von ihrem ersten Mann kam sie 1915 mit der Theosophie in Berührung und trat im selben Jahr einer Loge der Theosophischen Gesellschaft Adyar (Adyar-TG) in Pacific Grove bei. Hier begann sie sich mit den Lehren der Theosophie zu beschäftigen, studierte Helena Blavatskys Werk Die Geheimlehre und Annie Besants Studie über das Bewusstsein. Nach kurzer Zeit hielt sie selbst theosophische Vorträge und zog Ende 1917 nach Hollywood, da sich damals im naheliegenden Krotona (bei Ojai) das Hauptquartier der Amerikanischen Sektion der Adyar-TG befand, um näheren Kontakt zur Zentrale halten zu können. Dort übernahm sie die Leitung des Kasinos, wirkte als Köchin und in der Gästebetreuung. 1918 wurde sie in die Esoterische Sektion der Adyar-TG aufgenommen und Ende 1919 Chefredakteurin der theosophischen Zeitschrift The Messenger (Der Bote). Zur gleichen Zeit (Ende 1919) wurde Foster Bailey Präsident der Adyar-TG für Kalifornien.[1][2]

In der Esoterischen Sektion lernte sie die damals dort herrschenden Dogmen, Macht- und Konkurrenzkämpfe und Auseinandersetzungen kennen. Wer zu jener Zeit nicht Mitglied in der Esoterischen Sektion war, konnte keine leitende Position in einer theosophischen Loge innehaben. Dadurch beherrschte die Esoterische Sektion, mit Annie Besant an der Spitze, in nahezu autokratischer Weise das Geschehen in den nur auf dem Papier weitgehend autonomen Logen. 1920 kam es zum Eklat zwischen den gemäßigten Kräften, die für mehr Autonomie eintraten, und den Mitgliedern der Esoterischen Sektion. Letztere entschieden diesen Machtkampf für sich, woraufhin eine Reihe von Mitgliedern die TG verließen. In Folge wurden noch 1920 Bailey und ihr Mann, die auf Seiten der gemäßigten gestanden hatten, ihren leitenden Posten enthoben, ebenso verlor sie ihre Beschäftigung im theosophischen Kasino. Beide blieben jedoch weiterhin Mitglieder der Adyar-TG.

Arkanschule und Lucis Trust

Ohne jeglichen Einfluss in der Adyar-TG, ohne Arbeit und damit ohne Einkommen nahm die Bailey-Familie ein Angebot von Ernest S. Suffern (1880-1975) an, der ihnen ein Haus in Ridgefield Park an der Ostküste anbot und Foster eine Sekretärsstelle bei der Theosophical Association of New York besorgte.[3] Im nahe gelegenen New York rief Bailey 1921 eine Studiengruppe zur Vertiefung in Die Geheimlehre ins Leben, manchmal auch als Theosophical Association bezeichnet.[4] Diese hatte einen guten Start und fand schnell eine größere Zahl von Zuhörern.

1922 gründete sie zusammen mit ihrem Mann die Lucifer publishing company (Luzifer Verlagsgesellschaft), in dieser veröffentlichte sie ihre Bücher (siehe unten). Nachdem es wegen der Namensgebung Lucifer, in der christlichen Tradition mit Satan gleichgesetzt, zu Problemen und Missverständnissen gekommen war, änderte sie 1924 den Namen auf Lucis publishing company (oder Lucis Trust publishing company). Später entstand daraus die Dachorganisation Lucis Trust für eine ganze Reihe von ihr ins Leben gerufener Gesellschaften. Lucis ist nur ein anderer Name für Luzifer, in der theosophischen Tradition mit Lichtbringer übersetzt, also positiv gemeint und gab weniger Anlass zur Kritik. [2]

Richard Prater, Schüler von Helena Blavatsky und Freund von William Quan Judge, besuchte 1921 Baileys Studiengruppe und war davon so angetan, dass er ihr alle Schüler einer von ihm geleiteten Geheimlehre-Gruppe zuführte. Prater übergab Bailey auch die vollständigen Lehrunterlagen der Esoterischen Sektion, welche er von Judge erhalten hatte. In diesen fand sie eine Notiz Blavatskys, die Esoterische Sektion in Arkanschule (The Arcane School) umzubenennen. Bailey entschloss sich daraufhin im April 1923 ihrer Studiengruppe diesen Namen zu geben. Später wurde auch die Arkanschule in den Lucis Trust integriert, wo sie bis heute besteht.[5]

Als Bailey im Sommer 1922 für mehrere Monate abwesend war, begann sie, für den Weiterbestand der Studiengruppe wöchentliche Lehrbriefe über die Geheimlehre an die Mitglieder zu versenden, um den Studienbetrieb auch ohne ihre Anwesenheit aufrechterhalten zu können. Diese erwiesen sich als sehr erfolgreich, daraufhin verschickte sie diese auch an den wachsenden Kreis jener Personen, welche sich aufgrund ihrer seit 1922 erschienenen Bücher ratsuchend an sie wandten. Vor allem aber integrierte sie das Material der Esoterischen Sektion, das sie ja von Richard Prater erhalten hatte, in diese Fernlehrbriefe und baute damit eine vollständige Fernlehr-Initiationsschule auf – die Arkanschule. Die Nachfrage nach den Lehrbriefen stieg sprunghaft an, eine Reihe jener Theosophen, die 1920 nach den oben erwähnten Streitigkeiten die TG verlassen hatten, wurden nun Mitglieder der Arkanschule. Es bildeten sich auch an anderen Orten Schülergruppen, die anhand ihrer Lehrbriefe studierten, die Arkanschule wuchs, und der Briefversand wurde nach Anfangsschwierigkeiten professionell organisiert. Später löste sie die Schülergruppen auf, und die Lehrbriefe wurden nur mehr an Einzelpersonen verschickt, die untereinander keinen Kontakt mehr hatten. Im April 1922 riefen Bailey und ihr Mann auch die Zeitschrift The Beacon (Die Leuchte/Der Leitstern) ins Leben, die bis heute erscheint.

Noch in den 1920er-Jahren waren auch Personen in Europa ihrer Arkanschule beigetreten und erhielten ihre Lehrbriefe. Auf Anregung von Olga Fröbe gründete sie daraufhin im Frühjahr 1931 in Ascona die erste Außenstelle der Arkanschule. Bailey und ihr Mann blieben bis 1933 in der Schweiz, hielten eine Reihe von Vorträgen und Werbeveranstaltungen für die Arkanschule ab und organisierten den Lehrbriefversand. Später wurde diese Außenstelle nach Genf verlegt, es folgten Arkanschulen in London und Buenos Aires.

1932 rief Bailey, vorgeblich auf Anweisung von Djwal Khul einem Meister der Weisheit, die Organisation World Goodwill (Guter-Wille-Bewegung oder Gruppe der Weltdiener) ins Leben. 1937 folgten die Triangles (Dreiecke), wobei alle Organisationen unter dem Dach des Lucis Trusts arbeiteten.[6][2]

Literarisches Werk

Baileys eigenen Angaben zufolge erschien ihr bereits am 30. Juni 1895, sie war 15 Jahre alt, erstmals ein Meister der Weisheit mit Namen Kuthumi. Dieser soll sie an einen anderen „Meister“ mit Namen Djwal Khul, auch Der Tibeter genannt „vermittelt“ haben. Bailey behauptete, im November 1919 erstmals die Stimme dieses „Tibeters“ zu hören. Nach anfänglicher Ablehnung erfüllte sie dann angeblich seinen Wunsch, einige Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen, wobei die Worte des „Meisters“, wie Bailey betonte, nichts mit automatischem Schreiben oder medialen Durchgaben zu tun hätten. Sie meinte vielmehr, den „Meister“ zu hören und die Gedanken, die in ihr Gehirn hineingesenkt wurden niederzuschreiben. Jedenfalls begann sie ab Ende 1919 eine Reihe von teils sehr umfangreichen Büchern zu schreiben. Bailey behauptete, dass von ihren insgesamt 25 Werken, 18 von Djwal Khul stammten, zwei schrieb sie mit seiner Hilfe nieder und fünf sollen von ihr selbst verfasst sein.[6][2]

Als 1920 Bahman Pestonji Wadia, der zu dieser Zeit zu Besuch in Krotona weilte, das Manuskript des ersten Kapitels des so entstandenen ersten Werkes Initiation, menschliche und solare Einweihung las, meinte er, dies müsste sofort veröffentlicht werden. Von Februar bis November 1921 erschienen in der Zeitschrift The Theosophist insgesamt fünf Artikel über das vom „Meister“ durchgegebene, dann wurde die weitere Veröffentlichung eingestellt, da Bailey ab 1922 als Konkurrenz zur Adyar-TG angesehen wurde. Wie bereits erwähnt erschienen ab 1922 ihre sämtlichen Werke in der eigenen Lucifer Publishing Company bzw. ab 1924 Lucis Publishing Company.

Tenor ihrer Schriften ist das Vorhandensein einer Gruppe von höheren Wesen auf dieser Erde, eben der erwähnten Meister der Weisheit. An der Spitze dieser Gruppe, welche Bailey als die geistige Hierarchie unseres Planeten bezeichnet, steht angeblich Christus, der als überkonfessioneller Weltlehrer verstanden wird und im Einklang mit Buddha das Liebe-Weisheit Prinzip verkörpert. Ihr Werk ist stark von den Schriften Helena Blavatskys und anderer Theosophen beeinflusst, beispielsweise in ihrem Glauben an Reinkarnation und geistige Evolution, weist aber auch einige Differenzen dazu auf. Baileys Werke handeln von esoterischer Philosophie und Psychologie, okkulten Lehren, Astrologie, Weiße Magie, Bewusstseinserweiterung und Meditation. Von Bailey stammt auch das Mantra der „großen Invokation“ [7], [8] das von vielen Esoterikern weltweit benutzt wird. Sie gilt als Vorläuferin der New Age-Bewegung.[2]

Antisemitismus?

Kontroversen haben antisemitische Thesen in ihrem Werk ausgelöst. So stellt sie in Esoterisches Heilen über die Geschichte der Juden, wie sie im Alten Testament erzählt wird, fest, dass diese auf „derselben Ebene wie das Verhalten der Deutschen in der Gegenwart“ (S. 289) liege. Da dieser Text während des Zweiten Weltkrieges verfasst wurde, wird hier folglich eine Gleichsetzung alttestamentlicher jüdischer Geschichte, die von aggressiven Handlungen erfüllt sei, und des Holocaust unternommen. Die Verfolgung der Juden sei Ergebnis eines negativen Karmas, das diese durch die „Frevelhaftigkeit ihres Handelns“ (ebd., S. 290) angehäuft habe, sodass alles, was ihnen während der Naziverfolgung widerfuhr, „symbolisch und tatsächlich den Preis für alles, was sie in der Vergangenheit getan haben“ (ebd.) sei. Als Beispiel für diese Frevelhaftigkeit wird u.a. die „deutliche Grundtendenz des hebräischen Volkes, zu täuschen und zu übervorteilen“ (ebd., S. 293) genannt. Nur vollständige Assimilation könne das jüdische Problem lösen: „Das Problem wird gelöst werden, wenn der Jude bereit ist, sich der Zivilisation, der kulturellen Tradition und dem Lebensstandard eben jener Nation anzupassen, in die Geburt und Erziehung ihn hineinstellten“ (ebd., S. 293). Das jüdische Problem kann nach Bailey also nur gelöst werden, indem die Juden aufhören, Juden zu sein. Bailey verurteilt aber ebenso die Gräueltaten der Verfolger: „Was ich gesagt habe, mildert in keiner Weise die Schuld derer, welche die Juden so schwer mißhandelt haben“ (ebd., S. 292).

Werke

Von Alice Bailey:

Von Alice Bailey und Djwhal Khul:

Literatur

  • Foster Bailey: Vom Wandel esoterischer Werte. Lucis Trust, Genf 1990, ISBN 2-88289-071-0.
  • Harold Balyoz: Three remarkable women. Altai, Flagstaff 1986, ISBN 0-9609710-1-7.
  • Otto-Albrecht Isbert: Yoga und der Weg des Westens, Der geistige Pfad des modernen Menschen. Günther, Stuttgart 1955[9]
  • Annrose Künzi (Hrsg.): Meditation ist Leben, Gott meditiert, und solange Gott meditiert, bleibt das Universum in Manifestation, Beiträge zum Thema aus den Lehren von Sathya Sai Baba und Alice A. Bailey. Rosenkreis, Oberdorf 2001, ISBN 3-9522528-0-8.
  • Annrose Künzi (Hrsg.): Shamballa – Hierarchie – Menschheit, Das grosse Dreieck, Aus den Büchern von Alice A. Bailey und Djwhal Khul. Rosenkreis, Oberdorf 2001, ISBN 3-9521968-7-8.
  • Annrose Künzi (Hrsg.): Sathia Say Baba und Jesus, Eine vergleichende Gegenüberstellung von Aussagen des Avatars Sathya Say Baba und des tibetanischen Meisters Djwhal Kul. Rosenkreis, Oberdorf 2004, ISBN 3-9522528-2-4.
  • Sergej O. Prokofieff: Der Osten im Lichte des Westens, Teil 2, Die Lehre von Alice Bailey aus der Sicht der christlichen Esoterik. Verlag am Goetheanum, Dornach 1997, ISBN 3-7235-0992-4.
  • A comparison between H.P.Blavatsky & Alice Baily. The Pseudo-Occultism of Alice Baily by Alice Leighton Cleather and Basil Crump. 1929

Weblinks

Einzelnachweise

  1. In der Literatur und im Web ist davon die Rede, dass Foster Bailey Generalsekretär der TG in den USA geworden war. Alice Bailey selbst schreibt, er wurde Nationaler Sekretär. Als Generalsekretär nannte Bailey einen Mr. A. P. Warrington.
  2. a b c d e Watchman Fellowship Profile – Alice Bailey: http://www.watchman.org/profile/bailypro.htm
  3. Um was für eine Gesellschaft es sich bei dieser Theosophical Association of New York handelt ist unklar. Bailey spricht in ihrer Autobiografie von einer „inoffiziellen“ und „unabhängigen“ Organisation, das würde heißen, dass es sich um keine Loge der Adyar-TG oder einer anderen TG gehandelt hat. Insofern könnte es eine kleinere theosophische Studiengruppe gewesen sein, in der gemeinsam theosophische Literatur gelesen, diskutiert und manchmal auch publiziert wurde. Solche waren in größerer Zahl seit etwa 1877 (dem Erscheinen von Blavatskys Werk Isis entschleiert) entstanden, arbeiteten meist in kleinen autonomen Zirkeln mit geringem Öffentlichkeitsbezug, häufig aber auch mit nur kurzer Lebensdauer.
  4. Diese Studiengruppe wird in der Literatur und im Web oft ebenso als Theosophical Association (Theosophische Vereinigung) bezeichnet. Bailey selbst verwendet diesen Namen jedoch nicht, sie spricht von einer „Secret Doctrine class“ („Unterrichtsklasse über die Geheimlehre“) und der „group“ („Studiengruppe“).
  5. The British Racists Behind America’s School: http://www.hackcanada.com/blackcrawl/patriot/outcome_based_education.txt
  6. a b Lucis (Lucifer) Trust, Alice Bailey, World Goodwill and the False Light of the World: http://www.conspiracyarchive.com/NewAge/Lucis_Trust.htm
  7. Text der Großen Invokation auf der Seite von Relinfo s. vorletzter Abschnitt
  8. englischer Text
  9. Isbert war eigentlich Völkerrechtler, ein Volkstumspropagandist aus dem Umfeld des Max Hildebert Boehm, der sich die Erfassung „Deutschstämmiger“ in Ungarn zur Aufgabe gemacht hatte, zur Abgrenzung von Ungarn und Juden. Nach dem für ihn verlorenen Krieg verlegt er sich erfolgreich auf die Eso-Yoga-Schiene