Die fünf Sinne der Meister

Obgleich alle Meister die menschliche Erfahrung durchgemacht haben und einfach Menschen sind, die eine relativ hohe Stufe der Vollendung erreicht haben, ließen sie einige Aspekte physischer Kontakte völlig verkümmern. Es gibt nichts, was sie mit den drei Welten irgendwie verbindet, außer die Beziehung zum Leben und der Antrieb der Liebe zu allen Wesen. Daher schien die Rückgewinnung gewisser Funktionen und Fertigkeiten erforderlich. So hat zwar ein Meister die fünf Sinne und benutzt sie auch im Bedarfsfalle, aber der Kontakt mit Jüngern und älteren Aspiranten (durch die er hauptsächlich wirkt) ist zum Grossteil telepathisch; die Sinnesorgane Hören und Sehen werden nicht benutzt. Die Wissenschaft der

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Impression, die viel wirksamer ist als der individuelle Kontakt durch die Sinne, hat die rein menschliche Methode völlig verdrängt. Die physischen Sinne der Meister befinden sich im Zustand zeitweiliger Ruhe außer Funktion; eine Ausnahme bilden nur jene Meister, die in der äußeren Welt und in einem physischen Körper leben und arbeiten. Die meisten Meister, die sich noch der Sinne bedienen, benutzen sie nur in ganz beschränktem Masse; sie wirken noch immer fast ausschließlich auf subjektive Art und Weise. Telepathischer Gedankenaustausch und Impression sind praktisch die einzigen Methoden, die sie anwenden, um ihre Mitarbeiter in der äußeren Welt zu erreichen. Eine der vorbereitenden Maßnahmen bestand daher darin, die Sinne wieder in der früheren Art gebrauchen zu lernen.

Alice A. Bailey, Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 679

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