Vorbereitungen für eine neue Offenbarung

3. Es sind [13-545] Vorbereitungen für eine Offenbarung zu treffen, welche die neue Ära einleiten und die Grundtendenz der neuen Weltreligion bestimmen wird.

Zu diesen drei von Christus überwachten Bestrebungen kommen noch zwei weitere, die vielleicht noch bedeutsamer sind. Erstens ist die Hierarchie bestrebt, immer mehr sowohl auf die neuerliche Verbindung mit Shamballa als auch auf den neuen, direkten und starken Kontakt zu reagieren, der kürzlich durch die Bemühungen der Hierarchie und durch die Bittrufe der Menschheit geschaffen wurde. Zweitens ist die Hierarchie bestrebt, eine engere Verbindung zur Menschheit herzustellen; dies wird schließlich zur Externalisierung einiger Ashrams und später dazu führen, daß die Hierarchie auf der Erde erscheint und die neue Offenbarung bringt.

Diese verschiedenen Bestrebungen mögen einem gelegentlichen Leser vielleicht als verhältnismäßig unwichtig erscheinen. Das ist eine oberflächliche Ansicht, die bei der Hierarchie kaum Verständnis findet. Daß die Juden von Furcht befreit werden sollten, ist sehr

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wichtig; daß sie den Christus erkennen und als den Messias anerkennen sollten, daß sie also selbst daraufkommen sollten, daß ihre Religion viele edle Werte erstickt und zerstört, das ist ebenfalls sehr wichtig. Die orthodoxen Juden (und andere Glaubensgemeinschaften) sollten begreifen, daß niemand sie zu Christen (im üblichen Sinn) machen will; sie alle sollten vielmehr zu einer liebevollen Synthese hinstreben und ihre gegenseitigen Feindschaften und Rivalitäten aufgeben. Das ist dringend notwendig, und das gilt auch für die christlichen Konfessionen. Der Vatikan sollte aufhören, politische Ränke zu schmieden, die Massen auszubeuten und die Unwissenheit zu betonen. Die vielerlei Spaltungen in den protestantischen Kirchen sollten überbrückt werden. All das ist dringend notwendig. Wenn in dieser Hinsicht nichts geschieht, geht die Menschheit einem Kriege entgegen, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Feindschaft und Haß werden ganze Völker entzweien und gegeneinander aufhetzen; und die Politiker aller Nationen werden diese Situation weidlich ausnützen, um einen Krieg zu entfesseln, der vielleicht das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

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Keine Haßgefühle sind so tief und so unversöhnlich wie diejenigen, die von einer Religion geweckt und genährt werden.

Christus hat also neben den vielen anderen Aufgaben, die ihn in Anspruch nehmen, auch noch die, die Gefahr eines letzten Krieges abzuwenden. Dieser bereits erkennbar werdende Krieg steht im Gegensatz zum Willen zum Guten des Herrn der Welt und zu jedem anderen Weltplan; er kann durch guten Willen abgewendet werden. Das ist die wichtigste Feststellung in dieser Botschaft, soweit sie die Menschheit betrifft.

Alice A. Bailey, Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 652

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