Um mit deiner eigenen Unterweisung fortzufahren, wenn du die Fähigkeit der drei Tätigkeiten – Kontakt, Beeindruckung, Beziehung – vergrössern möchtest, könntest du, wenn du abends zu Bett gehst, eine einfache Übung befolgen.
Nachdem du soweit wie möglich einen Zustand völliger Behaglichkeit erreicht hast, versuche eine innere Haltung geplanten, ruhigen Ablegens des physischen Körpers anzunehmen, wobei du die ganze Fassungskraft auf der Mentalebene hältst, dir jedoch darüber klar bist, daß es eine einfache Gehirntätigkeit ist. Das Herz
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soll keineswegs mit einbezogen werden. Dein Ziel besteht darin, das Bewußtsein zu bewahren, während du es vom Gehirn zurückziehst und in höhere Bewusstseinsstufen eintrittst. Du legst den physischen Körper k nicht /k endgültig ab, daher ist der Lebensfaden, der im Herzen verankert ist, nicht betroffen. Das Ziel ist, ein paar Stunden lang, während du mit dem Astral- und Mentalkörper bekleidet bist, k bewußt /k anderswo bewußt zu sein. Mit Entschlossenheit wirst du ein konzentrierter, interessierter Punkt des Bewußtseins, der bestrebt ist, aus der Hülle des physischen Körpers herauszutreten. Diesen Punkt erhältst du aufrecht und weigerst dich, weder auf den physischen Körper, noch auf die Sorgen, Interessen und Umstände des täglichen Lebens zurückzublicken, während du gespannt auf den Augenblick wartest, wo deine negative Haltung zur physischen Ebene und deine positive Haltung zu den inneren Ebenen einen Augenblick der Befreiung, vielleicht ein Aufflammen von Licht, die Wahrnehmung einer Öffnung, durch die du entrinnen kannst, oder das Erkennen deiner Umgebung sowie das Ausscheiden jeglicher Überraschung oder Erwartung irgendwelcher Phänomene bringt.
Du gehst (während du diese Übung des Zurückziehens ausübst) nur durch einen gewöhnlichen alltäglichen Vorgang hindurch. Wenn bei der Ausführung dieser Übung Gewandtheit erreicht ist, dann wird dich die Stunde des Todes automatisch und leicht finden – weil der physische Körper nicht widerstrebt, sondern ruhig und negativ zurückbleibt – fähig, den großen Übergang ohne Besorgnis oder Furcht vor dem Unbekannten zustandezubringen. Dies ist eine Übung, von der ich möchte, daß die ganze Gruppe sie unternimmt. Sie erfordert nur die beständige Bewahrung einer Haltung, eines festen Entschlusses, an dem Bewusstseinspunkt, der euer bleibendes Ich ist, festzuhalten sowie eine lebendige Erwartung. Ich habe diese Worte sorgfältig gewählt und bitte euch, sie ebenso sorgfältig zu studieren.
Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 06-488