Was sind einige dieser neueren Wahrheiten, für die ich als übermittelnder Vertreter der Welt okkulter Studenten gegenüber verantwortlich bin? Laßt mich sie kurz in der Reihenfolge ihrer verhältnismäßigen Bedeutung anführen:
1. k Die Lehre über Shamballa. /k Nur wenig wurde je über dieses Thema ausgesagt. Nur der Name war bekannt. Diese Lehre enthält:
a. Information über die Natur des Willensaspekts.
b. Andeutungen über die zugrundeliegenden Zwecke von Sanat Kumara.
c. Anleitungen über das Bauen der Antahkarana, welches der erste Schritt für das Erreichen monadischen Bewußtseins ist und somit der erste Schritt zum Weg der Höheren Evolution.
2. k Die Lehre über die Neue Jüngerschaft. /k Verglichen mit den älteren Schulen des Okkultismus ist diese revolutionär. Die Lehre enthält:
a. Eine Darstellung der neuen Einstellung der Meister zu ihren Jüngern infolge der schnellen Entfaltung des Denkprinzips und des Wachstums des Prinzips des „freien Willens“. Diese umgewandelte Technik verneint die alten Einstellungen, wie diese in der theosophischen Literatur geschildert sind. Es war das Erkennen der Schwierigkeiten, die gegebenen falschen Eindrücke zu korrigieren, was H.P.B. veranlasste, in einer ihrer Mitteilungen an die Esoterische Sektion von damals zu bedauern, daß sie jemals ihre Namen erwähnt hatte. Diese frühere Darstellung war nützlich, hat aber jetzt ihrem Zweck
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gedient. Wenn die Schulen, die sich auf die alten Methoden gründen, ihre Technik und ihre Annäherung zur Wahrheit nicht ändern, so werden sie verschwinden.
b. Auskunft bezüglich der Beschaffenheit der Hierarchie und der verschiedenen Ashrame, aus denen sie zusammengesetzt ist. Ich habe die Hierarchie als den Ashram von Sanat Kumara in seiner siebenfachen Form dargestellt und so den Willen und die Liebe verbunden.
c. Eine Darstellung der neueren Art der Meditation mit ihrem Nachdruck auf der lebendigen Vorstellung und dem Gebrauch der schöpferischen Einbildungskraft. Ich habe ein System der Meditation vorgelegt, welches die Aufmerksamkeit, die bis jetzt den persönlichen Problemen gewidmet wurde und die intensive frühere Konzentration auf die Beziehung zwischen Jünger und Meister legte, ausgeschaltet hat. Der neueren Form der Meditation liegt der Grundgedanke der Gruppenverschmelzung und des Dienens zugrunde und nicht dieser mächtige Nachdruck auf der persönlichen Beziehung des Jüngers zum Meister und jener der Vollendung des individuellen Aspiranten. Dies entartete in eine Form geistiger Selbstsucht und Getrenntheit.
3. k Die Lehre über die Sieben Strahlen. /k Die Tatsache der sieben Strahlen war den Führern der Theosophischen Gesellschaft wohl bekannt, war in der Geheimlehre sehr abstrakt und vage erwähnt und bildete in einer elementaren Form einige der Lehren, die in der Esoterischen Sektion vermittelt wurden. Die Namen der Strahlen und einige Auskunft hinsichtlich ihrer Qualitäten und der Meister auf den Strahlen wurden mitgeteilt, aber sonst nicht viel anderes. Ich habe über dieses Thema viele Belehrungen herausgegeben und habe mich bemüht, die Wichtigkeit dieser Lehre vom psychologischen Gesichtspunkt aus zu zeigen, denn die neue Psychologie ist im Entstehen. Wenn die esoterische Lehre in ihrer Darstellung schließlich öffentlich wird, wird sie den Richtlinien der Psychologie Gemäß herausgegeben werden, denn die esoterische Lehre betrifft in ihrem umfassendsten und tiefsten Sinn den Bewußtseinsaspekt vom Menschen und von Gott.
4. k Die Lehre über die neue Astrologie. /k Auch diese Lehre erging an ein paar hundert Studenten, ehe sie in Buchform veröffentlicht wurde. Dieser neuen Astrologie wurde bis jetzt von jenen Astrologen, die sie gelesen haben, keine Beachtung geschenkt und (mit der
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Ausnahme von vier Astrologen, die sie sehr schätzen, die aber wünschten, daß ich ausführlicher schreibe) sie erfassten wenig darin. Ich habe genügend mitgeteilt, um die kommende Astrologie auf einer festeren Grundlage zu verwirklichen – könnte es der aufgeschlossene Astrologe nur einsehen. Die Genauigkeit dessen, was ich bekanntgegeben habe, wird im Lauf der Zeit festgestellt werden, wenn die Astrologen, die sich mit dem Horoskop fortgeschrittener Leute und Jünger befassen, die esoterischen Planeten benützen werden, wie von mir erwähnt und nicht die orthodoxen Planeten, die gewöhnlich benützt werden. Die Genauigkeit ihrer Schlußfolgerungen wird notwendigerweise von ihrem eigenen Punkt in der Entwicklung abhängen und auch von ihrer Fähigkeit, eine fortgeschrittene Person, einen Jünger oder einen Eingeweihten zu erkennen, wenn sie ihn treffen und es unternehmen, sein Horoskop zu stellen. Wenn sie selbst fortgeschrittene Jünger sind, dürften sie geneigt sein, eine zu strenge Norm für diejenigen aufzustellen, die eine astrologische Deutung suchen und so versäumen, einen Jünger zu erkennen; wenn sie nicht fortgeschritten sind, dürften sie jene Leute als fortgeschritten betrachten, die sogar noch weit davon entfernt sind, wahre Aspiranten zu sein. In beiden Fällen wird sich dann das Horoskop als ungenau erweisen. Es ist sinnlos, die esoterischen Planeten in Beziehung zum Durchschnittsmenschen zu gebrauchen.
5. k Auskunft über die Neue Gruppe der Weltdiener /k und ihre Arbeit. Diese Auskunft enthält:
a. Das Anerkennen dieser Gruppe als Vermittler zwischen der Hierarchie und der Menschheit.
b. Die Art ihrer Arbeit, wie sie die menschliche Seele beeinflußt und wie sie versucht, durch die Vermittlung der Menschen, die guten Willens sind, die Periode mitzubestimmen, in der wir leben.
c. Die Dreiecksarbeit, welche zwei Phasen ihrer Arbeit umfaßt: die Bildung eines Lichtnetzwerkes als Verbindungskanal zwischen der Hierarchie und der Menschheit und gleichzeitig das Bilden des Netzwerkes des guten Willens, welcher der objektive Ausdruck des subjektiven Lichteinflusses ist. Denkt darüber nach.
6. k Der Versuch, eine exoterische Zweigstelle der inneren Ashrame zu bilden. /k Das ist durch die Arbeit bewiesen, die ich mit einer
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besonderen Gruppe von Aspiranten und angenommenen Jüngern unternommen habe, deren Unterricht, der von meinem Ashram ausgeht, in dem Buch „Jüngerschaft im Neuen Zeitalter“ (Band I und II) dargestellt ist.
7. k Die Lehre über die neue Weltreligion, /k mit ihrer Betonung der drei großen Vollmondperioden (Widder, Stier, Zwillinge, die gewöhnlich in die Monate April, Mai und Juni fallen) und den neun (gelegentlich zehn) geringeren Vollmonden im Jahr. Dies führt zu einer konsequenten Beziehung, die überall in den Denkvermögen geistig eingestellter Leute zwischen dem Werk Christi und dem Werk Buddhas errichtet wird, mit dem Ergebnis einer großen Erweiterung des menschlichen Strebens. Diese Arbeit ist jetzt erst im Werden, aber es sollte ihr zunehmende Aufmerksamkeit geschenkt werden. Schließlich wird sie sich als das große Bindeglied zwischen dem Osten und dem Westen erweisen, besonders dann, wenn Sri Krishna als eine frühere Inkarnation Christi, des Herrn der Liebe, erkannt wird. Dadurch werden drei große Weltreligionen – die christliche, die Hindu- und die buddhistische – innig verbunden, während man sehen wird, daß der mohammedanische Glaube dem christlichen Glauben nahe verwandt ist, weil er das Werk des Meisters Jesus verkörpert, denn er überschattete einen seiner älteren Jünger, einen sehr fortgeschrittenen Eingeweihten, Mohammed.
Ein genaues Studium des Obigen wird euch die Richtung zeigen, in welcher ich die Ausdehnung der Arbeit in den künftigen Jahren sehen möchte. Ich möchte um ein sorgfältiges Studium dieser Worte bitten, denn ich betrachte dies als einen wichtigen Unterricht, der für die Arbeit, die ich getan sehen möchte, auch als Rahmenentwurf betrachtet werden könnte. Für die fortgeschrittene Abteilung in der Arkanschule wird es eine Intensivierung der Arbeit mit sich bringen, eine größere Betonung der Vollmondtreffen, ein sorgfältiges Organisieren der Dreiecks-Arbeit und des Guten-Willen-Werkes als ein zusätzliches Bestreben der Neuen Gruppe der Weltdiener beizustehen und einen Versuch, die Mitglieder der Neuen Gruppe der Weltdiener zu erkennen, wann und wo immer man mit ihnen in Berührung kommt. Das wird gewiß keine leichte Aufgabe sein, meine Brüder, wenn ihr nur nach jenen Ausschau haltet, die auf eure Art denken und arbeiten, oder die Hierarchie anerkennen, wie ihr sie anerkennt, oder wenn ihr diejenigen ausschließt, die in Verbindung mit religiösen und anderen Gebieten auf andere Art arbeiten als ihr. Vergeßt nicht, als ein Beispiel hierfür, daß die
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große Arbeiterbewegung in der Welt von einem der Meister eingeführt wurde und heute von seinem Ashram durchgeführt wird.
Wir kommen jetzt zu einer ausführlichen Analyse der Regel XIII. Auf den vorausgehenden Seiten gab ich euch gewisse weite Prinzipien und Umriß einen neuen Aspekt der Arbeit, die ich für die Menschheit zu tun unternommen hatte – unter der Instruktion der Hierarchie. Die Lehre, die ich da gab, ist schwerverständlich; wenig davon kann bis jetzt der Mehrheit der Aspiranten dienlich sein, aber eine weite und allgemeine Idee kann Gestalt annehmen und den festen Hintergrund für spätere Lehren bilden. Ihr solltet euch daran erinnern, daß die Lehre, die ich herausgegeben habe, in ihrer Natur provisorisch ist, gerade wie die von H.P.B. unter meiner Anleitung gegebene Lehre vorbereitend war. Die von der Hierarchie geplanten Lehren, die dem Neuen Zeitalter, dem Wassermann-Zeitalter vorausgehen und es bestimmen sollen, zerfallen in drei Kategorien:
1. Vorbereitend, gegeben 1875-1890 … von H.P.B. niedergeschrieben.
2. Dazwischenliegend, gegeben 1919-1949 … von A.A.B. niedergeschrieben.
3. Offenbarend, nach 1975 hervorkommend … die in einem weltweiten Ausmaß über die Medien gegeben werden sollen.
Im nächsten Jahrhundert und zu Anfang des Jahrhunderts wird ein Eingeweihter erscheinen und diese Lehren weiterführen. Es wird unter dem gleichen „Gepräge“ geschehen, denn meine Aufgabe ist noch nicht vollendet. Diese Reihe überbrückender Abhandlungen zwischen dem materiellen Wissen des Menschen und der Wissenschaft der Eingeweihten dauert noch eine weitere Phase. Der Rest dieses Jahrhunderts, wie ich euch anderswo sagte (Schicksal und Aufgabe der Nationen) muß der Wiederherstellung des Schreines des menschlichen Lebens, der Rekonstruktion der Lebensform der Menschheit, der Neugründung der neuen Zivilisation auf dem Fundament der alten und dem Neuorganisieren der Strukturen des Weltdenkens, der Weltpolitik und der Neuverteilung der Hilfsquellen der Welt in Übereinstimmung mit dem göttlichen Zweck gewidmet werden. Nur dann wird es möglich sein die Offenbarung weiterzuführen.
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