Wir könnten folglich die Behauptung aufstellen (die von der ärztlichen Wissenschaft später voll und ganz anerkannt werden wird), daß nämlich Krankheiten, die „selbsterzeugt“ sind (wenn ich einen so seltsamen und unzureichenden Ausdruck verwenden darf) und die auch nicht von einer Ansteckung, Übertragung oder einem Unfall herrühren, verursacht werden durch gänzlich fehlende oder behinderte, durch unzulängliche oder übersteigerte Funktion oder auch durch Über- oder Unterentwicklung des endokrinen Systems. Dieses Drüsensystem mit innerer Sekretion beeinflußt durch die Hormone — über den Blutstrom — jeden Teil des physischen Organismus. Man kann also tatsächlich folgende Behauptung aufstellen: wenn die ausgangslosen Drüsen vollkommen ausgeglichen sind und in der richtigen Weise funktionieren, dann gibt es im Körper keine Krankheitsherde. Der Blutstrom wird sich dann ebenfalls in ausgezeichnetem Zustand befinden. Der Schlüssel zu vollkommener physischer Gesundheit, so wie sie bei einem Meister der Weisheit zum Ausdruck kommt, kann folglich direkt darin gesehen werden, daß er seine Zentren vollkommen beherrscht, daß deren Energie-Empfang und -Verteilung ausgeglichen ist und sie ihre Wirkung auf das gesamte endokrine Drüsensystem ausüben. Dadurch erhält jede Körperregion die ihr zukommenden Kräfte in zweckentsprechendem Maß und bleibt so in vollkommen gesundem Zustand.
Zwischen den Zentren und den ihnen entsprechenden endokrinen Drüsen fungiert als Werkzeug für die Energieverteilung das Nervensystem. Hier bestehen jedoch meistens auch Schwierigkeiten. Die Energie strömt nicht in genügendem Maß; die Verteilung über die Zentren — an den Körper ist ungleichmäßig. Einige Zentren werden zu stark versorgt, andere zu wenig; einige Zentren sind noch nicht erweckt und daher nicht aufnahmefähig, andere sind zu früh erweckt und geben zu viel Kraft an die von ihnen beherrschten Regionen ab. In der esoterischen Medizin und ihrer philosophischen Auslegung (die letzten Endes die wirksame praktische Auswertung
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der erkannten Tatsache ist) ist es gerade der cerebrospinale Aspekt, der das gesamte Nervensystem bestimmt und beherrscht, denn mittels dieses Aspektes und durch seine Tätigkeit wirken die Zentren und beeinflussen den Körperorganismus, indem sie ihm die nötigen Lebensenergien übermitteln. So wird schließlich das Nervensystem — über die sieben Zentren — für die sieben Hauptenergien oder die sieben Strahlkräfte empfänglich und fähig, auf diese zu reagieren.
Bei keinem Menschen, außer bei einem Meister, sind schon alle Zentren in der richtigen Weise erweckt und in ausgeglichener Funktion, auch sind sie noch nicht in der richtigen Weise durch intensive Strahlung miteinander verbunden; bei keinem Menschen ist das Nervensystem zu richtiger Reaktion auf die Zentren fähig. Dafür gibt es zwei Gründe, die beide mit dem Cerebrospinal-System zusammenhängen:
1. Das Kopfzentrum ist noch nicht erweckt oder beginnt erst langsam sich zu entwickeln, wenn sich der Jünger der Schulung unterzieht.
2. Der Energiestrom durch den Kopf zu den Zentren längs der Wirbelsäule ist ungleichmäßig und zwar deshalb, weil auch der Einstrom ungleichmäßig ist und weil das ätherische Gewebe zwischen den Zentren bis jetzt nur sehr wenig Energie durch alle diese Zentren strömen läßt.
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