Abendliche Rückschau in drei Richtungen

Ein Meister muß den Jünger durch die Arbeit, die er zur Förderung des Planes tut, erkennen und abschätzen, und nicht auf Grund der Reaktion des Jüngers auf seine Aspiration. Die aufmerksame Welt muß die vorhandene Phase göttlichen Ausdrucks ebenfalls nach dem täglichen Leben des Jüngers beurteilen. Wonach kann der Zuschauer ihn sonst beurteilen? Der Jünger ist daher beständig einer zweifachen Untersuchung ausgesetzt, zu dieser Prüfung muß er notgedrungen selbst eine dritte hinzufügen: seinen eigenen Standpunkt als Beobachter. Er wird somit einer dreiseitigen Kritik und

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 Beurteilung ausgesetzt, und ich möchte euch bitten, diese Tatsache sorgfältig zu erwägen.

Eine abendliche Rückschau in diesen drei Richtungen würde für alle Jünger wertvoll sein, und sie sollten, soweit möglich, die Einbildungskraft als Instrument der geistigen Wahrnehmung gebrauchen; lernt es, euch soweit ihr könnt „vorzustellen“, wie ein Meister euer Bestreben während des Tages beurteilen würde, wie eure beobachtende Umgebung auf euer Leben und eure Worte reagiert haben mag, und wie ihr selbst die Errungenschaften während des Tages betrachtet. Ich möchte dies allen Jüngern und allen von euch empfehlen, die in Ausbildung für meinen Ashram sind; und was ich hier vorgeschlagen habe, könnte auch gut seitens der Arkanschule für ihre älteren Schüler verwendet werden.

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