Künftige Meditationsschulen

z Der Mikrokosmos

a. Elementare Anatomie, Physiologie, Biologie.

b. Ethnologie (Völkerkunde).

c. Studium des ätherischen Körpers und der ihm verwandten Gebiete der Vitalität und das Magnetismus.

d. Studium der Geologie, des Pflanzenreiches oder der Botanik und des Tierreichs.

e. Studium der Geschichte des Menschen und der Entwicklung der Wissenschaft.

f. Studium der Gesetze des mikrokosmischen Körpers.

z Der Makrokosmos

a. Studium der Gesetze der Elektrizität, des Fohat, Prana und Astrallichts.

b. Studium der Astronomie und der Astrologie.

c. Studium okkulter Welterschaffung.

d. Studium der menschlichen Hierarchie.

e. Studium der Deva-Evolution.

f. Studium der Gesetze des Sonnensystems.

g. Studium von Telepathie, mentaler Schöpfung, Psychometrie.

z Das Denkprinzip

a. Studium der Mentalebene.

b. Studium der Gesetze des Feuers.

c. Studium des Kausalkörpers.

d. Studium des fünften Prinzips.

e. Studium von Farbe und Schall.

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z Synthese

a. Studium von Geist-Materie-Denken.

b. Studium der Zahlen und der Symbologie.

c. Studium der höheren Mathematik.

d. Studium der Gesetze der Einswerdung.

c. Studium der Sexualgesetze.

z Psychische Entfaltung

a. Studium des praktischen Okkultismus.

b. Studium des Psychismus.

c. Studium des Astrallichts und der Akasha-Urkunden.

d. Studium der medialen Vermittlung und der Inspiration.

e. Studium der vergangenen Inkarnationen.

f. Studium der makrokosmischen und mikrokosmischen Zentren.

z Praktisches Wirken

a. Dienst an der Rasse.

b. Studium der Gruppenarbeit.

c. Rückblick auf geleistete Arbeit.

d. Bearbeitung der subtilen Träger zwecks Erlangung eines ununterbrochenen Bewußtseins.

e. Studium der Magie.

f. Studium des siebten Strahls.

Es ist einleuchtend, daß ein Schüler, der den obigen Lehrgang durchgemacht hat, ein angehender Magier und auf dem Weg ist, ein Mitglied der Bruderschaft des Lichtes zu werden. Er wird gut ausgerüstet und zum Übergang in die höhere Schule reif sein, wo er das erworbene Wissen anzuwenden lernt, wo seine Zentren wissenschaftlich entwickelt werden, so daß er bewußt psychische Fähigkeiten mentaler Art erwirbt, wo er geschult wird, mit niederen Evolutionen in Verbindung zu treten und sie zu überwachen, ferner mit anderen, wie z.B. der Deva-Evolution zusammenzuarbeiten, und wo alle seine Träger so gleichgeschaltet und in Ordnung gebracht

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werden, daß er nach Ablauf einer gewissen Zeit — etwa nach zwei oder drei Jahren — reif ist, vor dem Einweihenden zu stehen.

Alice A. Bailey, Briefe über okkulte Meditation, 334

Die Menschen leben nicht nach der ihr übergebenen Lehre

Die Menschheit ist der ihr übergebenen Lehre niemals gerecht geworden. Geistige Impressionen, ob sie vom Christus, von Krishna oder Buddha vermittelt wurden (und von deren Jüngern an die Massen weitergegeben), sind bis jetzt noch nicht in dem Masse zum Ausdruck gekommen, wie dies zu hoffen gewesen wäre. Die Menschen leben nicht gemäß den Erkenntnissen, die sie besitzen; sie setzen ihre Informationen nicht praktisch in die Tat um; das ihnen verfügbare Licht wird kurzgeschlossen; sie halten sich nicht in Zucht; gierige Wünsche und ungebührlicher Ehrgeiz herrschen, und nicht das innere Wissen. Um es wissenschaftlich und aus esoterischer Sicht zu sagen: Die geistige Beeindruckung war unterbrochen, und der göttliche Zirkulationsfluß ist gestört worden. Es ist die Aufgabe der Jünger der Welt, diesen Energiefluß wieder herzustellen und die Störung zu beenden. Das ist das Hauptproblem aller geistigen Menschen unserer Tage.

Alice A. Bailey, Probleme der Menschheit, 14

Die Suche nach Aspiranten

Diejenigen, die nicht an sich selbst denken, sondern mehr daran interessiert sind, unglücklichen Menschen zu helfen, die aber von der Existenz der unsichtbaren Welten felsenfest Überzeugt sind — das sind die Menschen, nach denen die Meister jetzt suchen.

Wenn diese Männer und Frauen gefunden sind, dann muß der betreffende Eingeweihte dafür sorgen, daß der entdeckte Aspirant auf irgendeine Weise Informationen erhält. Er muß Auskünfte und Belehrungen erhalten über die Wiederkunft Christi (entsprechend seiner Religionszugehörigkeit) und über die fundamentalen und notwendigen Wahrheiten, wobei in erster Linie das Gesetz von Ursache und Wirkung, und an zweiter Stelle das Gesetz der Wiederverkörperung betont werden soll. Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist von weit größerer Bedeutung als das Gesetz der Wiedergeburt, denn es zwingt den Aspiranten zum Handeln, und dieses k Handeln /k bestimmt zwangsläufig die Zukunft. Bezüglich des Gesetzes der Wiedergeburt kann er nichts anderes tun, als sich diesem zu unterwerfen und dankbar dafür sein, daß es immer wieder günstige Gelegenheiten bietet.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 827

Sensitivität für die Gedankenströme

Wie alle Jünger wissen, ist eines der Probleme, vor das sie sich ständig gestellt sehen, die außerordentliche Sensitivität für die Gedankenströme derer, mit denen sie in direktem Kontakt stehen. Je fortgeschrittener ein Jünger, um so größer ist sein Problem. Die Theorie, daß derjenige, der in höheren Bewußtseinsbereichen lebt und arbeitet, immun ist gegenüber den Ausstrahlungen aus niederen Bereichen — diese Theorie bewährt sich in der Praxis nicht. Das okkulte Gesetz besagt, daß das Größere stets das Kleinere einbeziehen oder umfassen kann. Dieses Gesetz gilt in gleicher Weise für den planetarischen Logos (der die Gesamtheit aller kleineren Formen in Seinem manifestierten Universum ist) wie für alle Menschen. Der Jünger kann also stets das miteinbeziehen, was von denen ausgeht, die auf der Stufenleiter der Evolution unter ihm stehen. Je mehr ein Jünger unter dem Einfluß des Gesetzes der

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Liebe steht, um so leichter kann er sich auf die Gedanken seiner Mitmenschen einschalten und ihre Wünsche verspüren; besonders leicht fällt ihm das bei jenen Gefährten, die mit ihm durch die Bande der Liebe oder karmisch verbunden sind. Während der Jünger von Initiation zu Initiation fortschreitet, verstärkt der Willensaspekt den Intellekt und bestimmt die Ausdrucksweise der Liebesenergie; so wird das Problem kleiner, denn der Eingeweihte lernt gewisse Schutzregeln kennen, die dem Neuling k nicht /k zur Verfügung stehen. Der letztere muß zuerst einmal lernen, sich mit anderen zu identifizieren (als wesensgleich zu erkennen), denn das ist die Voraussetzung für eine k höhere /k Identifizierung, also für einen Zustand, der für die älteren Eingeweihten in der Rangfolge des Seins charakteristisch ist.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 820

Die Aufgaben des Jüngers im Vorbereitungsstadium sind schwer

Die Aufgabe des Jüngers, der damit beauftragt ist, die Grundlagen für die Methoden des Neuen Zeitalters zu schaffen und sich für die Vorausgruppe einsatzbereit zu machen, ist im jetzigen Vorbereitungsstadium wirklich schwer. Er setzt sich für so vieles ein, was als phantastisch und unmöglich erachtet wird. Die Schwierigkeiten, die ihn erwarten, scheinen unüberwindlich zu sein. Die Wahrheiten, die er lehrt, werden sich zuerst zwangsläufig zerstörerisch auswirken, denn er ist bestrebt, die Menschheit von veralteten religiösen, wirtschaftlichen und politischen Doktrinen abzubringen und frei zu machen. Seine unpersönliche Denkweise, die Fehler und Vorzüge erkennt und anerkennt, ärgert viele, und oft gerade diejenigen, von denen er Verständnis und eine wirklich unparteiische Haltung erwartet hätte. Da er sich von alten und überlebten, aber wertgehaltenen Ideen in keiner Weise beeindrucken läßt, und da er ständig gegen trügerischen Schein und Illusionen ankämpft, findet er in diesem Frühstadium nur wenig Unterstützung. Er arbeitet häufig allein, seine Arbeit findet kaum Anerkennung; und es fehlt ihm die Zeit für seine persönlichen Kontakte mit der Hierarchie. Er steht auch nicht unbedingt mit irgendwelchen sogenannten esoterischen Gruppen in Verbindung, und wenn doch, dann ist seine Aufgabe um so schwieriger. Nur fortgeschrittene Jünger, die ständig mit ihrem Ashram vollen Kontakt haben, können in dieser Weise arbeiten.

Alice A. Bailey, Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 682

Vermeidung des 2. Weltkrieges

Sieben kritische Jahre lang hatten die geistig eingestellten Menschen in der Welt, die großen Kirchen, die Menschen guten Willens und die Weltaspiranten die Gelegenheit, so zu wirken und zu arbeiten, daß der gegenwärtige Konflikt hätte vermieden werden können. Aber der Geist Christi ging in der klerikalen Organisation verloren; der Akzent lag auf der kunstgerechten Theologie; der Geist guten Willens kam nicht auf dynamische und praktische Art, sondern in theoretischer und negativer Weise zum Ausdruck. Die Weltaspiranten besaßen nicht den wahren Sinn für Werte, sondern sie begnügten sich damit, etwas von ihrer Zeit dem geistigen Leben und anderen Leuten zu widmen; aber die meiste Zeit wurde für persönliche Zwecke und Ziele verbraucht. Ein Geist der Schlaffheit und Untätigkeit kam über die strebsameren und verständnisvolleren Menschen. Unseren Bemühungen gelang es nicht, sie zu einer kraftvollen Aktion anzuspornen oder dazu zu bringen, persönliche, vergängliche Werte den dauernden und universalen Werten zu opfern. Den Einzelmenschen waren die Eigeninteressen wichtiger als das Wohl der Gesamtheit.

Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 13-174d

Die sieben Meditationen

Ich plane, euch die siebente und letzte Meditation zu geben, und mit diesen sieben umrissenen Meditationen werdet ihr für den Rest dieser Verkörperung genug zu tun haben. Alle, die euch bis jetzt gegeben worden sind, sind planmässig aufgebaut und stehen in logischer Folge miteinander in Verbindung.

Die erste fing mit dem Herzen an, so wie es jeglicher göttliche Ausdruck und alle wahrhaft schöpferische Arbeit tun muß.

Als nächstes wurde der Energiefaktor betrachtet und die sieben Empfangspunkte für Energie bekanntgegeben.

Dann folgte eine Gleichschaltungsübung, um die Struktur oder den Apparat des inneren geistigen Menschen richtig zu orientieren und gleichzuschalten, damit dem Hineinströmen göttlicher Energie kein Hindernis in den Weg gelegt werden würde. Diese drei Meditationen haben größere Bedeutung, sind aber ganz elementar. Sie mußten jedoch einer Meditation (und ihren späteren Wirkungen) vorausgehen, die in irgendeiner Beziehung zu meinem Ashram stand, wie es bei der nächsten der Fall war.

Dann erhieltet ihr eine Meditation über gewisse Themenworte, die eine Idee verkörperten. Diese Meditation legte die Betonung auf etwas ganz anderes als die drei vorhergehenden, sie steht in keinerlei Beziehung zum Jünger, wie die früheren drei Meditationen es taten; sie bezog sich fast ausschließlich auf vorbereitende Arbeit für ashramischen Dienst.

Die erste definitive Ausführung eines Dienstes dieser Art war für euch in der sechsten Meditation ausgedrückt, in welcher der Gruppe die Aufgabe gegeben wurde (oder vielmehr das geistige Unternehmen), die Große Invokation vor die Öffentlichkeit zu bringen.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 06-177

… suche sie im Text von 06 ! – ab Seite 06-179:

a4 Meditation I … Kontrolle des Herzens … Übertragung

a4 Meditation II … Gelenkte Energie … Zirkulation

a4 Meditation III … Gleichschaltung … Art des Kontakts

a4 Meditation IV … Geistige Lebendigkeit … Ashramische Beziehung

a4 Meditation V … Niederschlag … Empfang

a4 Meditation VI … Die Neue Invokation … Geistiger Zufluss

a4 Meditation VII … Das Kreuz … Geistige Stellung

Meditation – die drei Kaftquellen

Du stehst heute an einem größeren Krisenpunkt, mein Bruder, und du stehst allein. Diejenigen in deiner unmittelbaren Umgebung können dir keinen besonderen Beistand leisten, denn sie sind noch nicht auf dem Pfad der Jüngerschaft. Sie sind in den allerersten Stadien des Probepfads und sind sich auch dessen noch nicht bewußt. Du hast heute nur drei Kraftquellen:

1. Zu allererst deinen Kontakt mit deiner eigenen Seele durch Meditation, Erwägung und Freude.

2. Deinen Kontakt mit mir, deinem Meister, weil dich etwas von der Kraft der Welt der Seelen und der Hierarchie durch mich erreichen kann.

3. Deine Gruppenbrüder in dieser neuen Saatgruppe.

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Ich möchte darauf hinweisen, daß in diesen drei Kontakten – vom Standpunkt der Anregung und der belebenden Kraft – die drei Aspekte göttlichen Ausdrucks in Erscheinung treten, und daß auf diese Weise drei Arten der Kraft zur Verfügung gestellt werden. Um mit dem niedrigsten Kontakt, deinen Gruppenbrüdern, anzufangen, stehen dir die k intelligente Tätigkeit /k und folgliche Stimulierung auf der physischen Ebene deines Kontakts mit ihnen zur Verfügung. Durch deinen Seelenkontakt kann der k Liebesaspekt /k der Göttlichkeit in dir zur Offenbarung gebracht werden; und durch deinen hierarchischen Kontakt kann der k Wille /k Gottes in dich hineinströmen. So können alle drei Aspekte des göttlichen Wesens in dich hineinfliessen und von den drei Aspekten deines niederen manifestierten Ausdrucks eine Reaktion hervorrufen. Auf diese Weise kannst du dem Göttlichen dienstbar werden. Erwäge dies und suche diese Kontakte fest auf gesunden Grundlagen – ohne Emotion – herzustellen.

Ich möchte deshalb eine Gedankenlinie oder Meditation vorschlagen, die diese Haltungen vertiefen und stärken wird. Zu diesem Zweck schlage ich dir täglich fünf Erinnerungspunkte vor:

1. Wenn du morgens erwachst, k ehe du aufstehst /k.

2. Mittags um zwölf Uhr.

3. Beim Sonnenuntergang, je nach seiner Zeit.

4. Wenn du abends zu Bett gehst.

5. Zur Zeit der Gruppenmeditation, ganz gleich, wenn du dich entscheidest, sie zu halten.

Auf diese Weise wird eine lebendige stetige Fortdauer einer empfundenen Beziehung in deinem Bewußtsein hergestellt werden.

1. Wenn du aufwachst, laß das OM lautlos ertönen und sprich: „Ich bin eins mit dem Licht, das durch meine Seele, meine Brüder und meinen Meister scheint.“

2. Um zwölf Uhr mittags laß das OM wieder lautlos ertönen und sprich, während du die Worte tief und langsam erwägst: „Nichts trennt mich von meiner Seele, meinen Brüdern und meinem Meister. Mein Leben ist das ihre und ihr Leben das meine.“

3. Zur Zeit des Sonnenunterganges laß das OM wiederum ertönen und sprich: „Nichts kann die Liebe, die zwischen meiner Seele und mir, dem kleinen Ich, fließt, trüben. Nichts kann zwischen meine Brüder und mein Ich kommen. Nichts kann das Fließen von Kraft zwischen mir und meiner Seele, zwischen meinen Brüdern und meiner Seele, zwischen dem Meister meines Lebens und mir, seinem verpflichteten Jünger, hemmen.“

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4. Wenn du zu Bett gehst, ehe du einschläfst, laß das OM nochmals ertönen und sprich: „Aus der Dunkelheit führe uns ins Licht. Ich wandle auf dem Weg des Lebens und des Lichts, weil ich eine Seele bin. Gemeinsam mit mir wandeln meine Brüder und mein Meister. Daher sind drinnen, draussen und allerseits Licht und Liebe und Kraft.“

5. Wenn du die Gruppenmeditation hältst, fange an, dies wachsende Bewußtsein auszunützen, und ehe du die Arbeit tust, verbinde dich mit deiner Seele, deinen Brüdern und mir mit einer so bewußten Vorstellung wie möglich, während du dir über die Unzerstörbarkeit des Bandes klar bist.

Wenn diese Arbeit als eine entschiedene Übung ausgeführt wird, wird sie eine vertiefte, zur Verfügung stehende Kraft und innere Ausgeglichenheit in dir hervorrufen. Sie wird an jedem Punkt oder zu jeder festgelegten Zeit nur wenige Sekunden in Anspruch nehmen, aber jene Sekunden werden als Krisenpunkte und für hereinströmende Kraft dienen.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 06-645

Die Ausbildung des physischen Körpers

Die Ausbildung des physischen Körpers

Sie bedingt folgende, ganz bestimmte Anforderungen:

Materie der höheren Unterebenen muß herangeholt (oder eingebaut) und die niedere und gröbere Materie ausgeschieden werden. Das ist notwendig, weil man mit groben Trägern unmöglich hohe Schwingungen aufnehmen kann. Das Ego ist nicht in der Lage, höheres Wissen und Weisungen durch einen groben physischen Körper zu vermitteln. Erhabenere Gedankenströme können ein nur wenig entwickeltes physisches Gehirn nicht beeindrucken. Deshalb ist Verfeinerung des physischen Körpers wesentlich; sie wird durch verschiedene Maßnahmen erwirkt, die alle vernünftig und nützlich sind.

Durch reine Nahrung. Dazu gehört eine mit klugem Vorbedacht ausgewählte vegetarische Diät; sie erfordert nur solche Gemüse und Früchte, die Lebenskraft spenden. Sorgfältiges Urteil in der Auswahl seiner Nahrung, weise Enthaltung von zu schwerer Kost und etwas reine, gute und vollkommen verdaute Nahrung ist alles, was der Jünger braucht. Welcherlei Nahrung, wird man fragen? Milch, Honig, grobgemahlenes Weizenbrot, alle Gemüsearten, die

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an der Sonne wachsen, Apfelsinen (vor allem Apfelsinen), Bananen, Rosinen, Nüsse, etwas Kartoffeln, unpolierter Reis und, wie ich nochmals betonen möchte, von allem gerade nur so viel, als für eine wirksame Tätigkeit nötig ist.

Durch Reinlichkeit. Viel Wasser, äußerlich und innerlich, ist äußerst wichtig.

Durch Schlaf. Die Ruhestunden sollten stets zwischen zehn Uhr abends und fünf Uhr morgens liegen, und man sollte so viel wie möglich im Freien schlafen.

Durch Sonnenschein. Viel Berührung mit der Sonne ist wünschenswert, wegen der damit verbundenen Belebung. Die Sonne tötet alle Keime und befreit von Krankheit.

Wenn diesen vier Anforderungen gebührend entsprochen wird, dann kommt es zu einem definitiven Ausscheidungsprozeß; und im Lauf einiger weniger Jahre verlagert der gesamte physische Körper seine Polarisierung allmählich nach oben, bis er am Ende nur noch Materie der atomischen Unterebene enthält. … Das mag einige Inkarnationen beanspruchen, aber man muß bedenken, daß bei jeder neuen Inkarnation ein Körper in Gebrauch genommen wird, der (wenn ich so sagen darf) genau die gleiche Qualität besitzt wie der beim letzten Sterben abgelegte Körper. Daher ist die für den Bau (der Körper) aufgewendete Zeit niemals verloren. Mit der Zeit werden zwei andere Methoden zur Verfügung stehen, durch die eine beschleunigte Verfeinerung erreicht werden kann:

Die Anwendung farbigen Lichts. Durch die Einwirkung von farbigem Licht auf den Körper des Jüngers wird ein Abschütteln und zugleich eine Stimulierung der Atome erzielt. Das ist jedoch jetzt noch nicht möglich, sondern erst, wenn über die Strahlen mehr bekannt sein wird; sobald man den Strahl eines Menschen kennt, wird eine Stimulierung durch Anwendung seiner eigenen Farbe stattfinden; die Komplementärfarbe wird den Einbau neuer, und eine entgegengesetzte Farbe die Auflösung unerwünschter Materie bewirken. Dieses Wissen wird später den großen Körperschaften vermittelt werden, die Treuhänder der Mysterien sind, nämlich der

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Kirche und der Freimaurerei. Die Zeit dafür ist noch nicht gekommen. Sobald die Mysterien wieder hergestellt sind, werden die beiden Körperschaften einiges darüber wissen.

Musikalische Stimulierung. Gewisse Töne zerschmettern und zerbrechen. Bestimmte andere Töne stimulieren und ziehen an. Wenn der musikalische Schlüssel eines Menschen bekannt ist und man den Ton kennt, auf den er anspricht, dann wird die Nutzbarmachung von Schall zum Zweck der Verfeinerung möglich sein. Für den Augenblick können diejenigen, die zu dienen suchen, nur die genannten wesentlichen Bedingungen einhalten und danach trachten, mit hohen Schwingungen in Berührung zu kommen.

Einen weiteren Hinweis möchte ich noch geben, nämlich daß im Gebrauch von Elektrizität viel verborgen liegt, was die Belebung der Träger betrifft, und jetzt besonders des ätherischen Körpers. Der Hauptnutzen der Sonnenbestrahlung besteht in der Belebung des Ätherkörpers. Die Hitze der Sonne ist elektrische Kraft, die dem Durchschnittsbedürfnis der Mehrzahl in allen Naturreichen entspricht. Im Verlauf des Fortschritts wird es in Einzelfällen möglich sein, die Intensität dieser Kraft zu erhöhen. Darin liegt eines der Einweihungsgeheimnisse. Einstmals diente der Einweihungsstab tatsächlich als Zuleiter dieser Kraft zu den Zentren des Eingeweihten; die Konstruktion des Stabes entsprach diesem Zweck. Jetzt, auf einer höheren Spiralebene, wird dasselbe Erfordernis und der gleiche Zweck erfüllt, obwohl das Verfahren der Auflegung notwendigerweise ein anderes ist, da die Polarisierung der Rasse eine andere ist. Heute ist die Polarisierung nicht mehr physisch, sondern entweder emotional oder mental. Das Anwendungsverfahren ist in allen drei Fällen verschieden, und deshalb muß das Geheimnis gewahrt bleiben. Es birgt das Mysterium.

Briefe über Okkulte Meditation, 02-337

 

Dienst – Körper – Gedankenformen – Erreichbarkeit

Gib die Gedankenformen auf, die jetzt zwischen dir und dem Ashram zu stehen scheinen. Du wirst sie erkennen, wenn du dich drei Tage lang still zurückziehst und dich während dieser Zeit weigerst, über deine Arbeit, deine Gruppen, ihre Angehörigen oder über dich selbst und deine früheren Tätigkeiten und ebenfalls auch über deine Gruppenbrüder nachzudenken. Erstrebe einfach, einen Orientierungspunkt zu mir und dem Ashram zu erlangen; bemühe dich, bewußt auf hierarchische Beeindruckung zu reagieren,

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während du (wenigstens diese drei Tage lang) jede Art von Reaktion auf menschliche Ereignisse ausschließt. Strebe nach einem Spannungspunkt, von dem aus neues Bemühen und neue Unternehmungen möglich werden können. Dann weihe dich von neuem dem Dienst an der Menschheit, zur Mitarbeit mit der Hierarchie, und erlange wieder deinen ersten Enthusiasmus in bezug auf uns und unsere Arbeit. Dann nimm deine Kontakte mit der Welt wieder auf. Du wirst es nötig finden, drei Briefe zu schreiben, wenn diese Tage erneuten Kontakt mit hierarchischer Kraft hervorrufen. Du wirst wissen, an wen diese Briefe gerichtet werden und was sie enthalten sollten.

Nimm geeignete ärztliche Hilfe in Anspruch, mein Bruder. Nimm dir Zeit, den physischen Körper in einen besseren Zustand zu bringen. Die Reflexwirkung des Körpers auf den Gefühlskörper und den Denkaspekt ist groß. Als Psychologe weisst du das, aber du wendest das, was du für andere so hilfreich anwendest, nicht auf dich selbst an. Habe Vertrauen, daß ich an dich glaube und dir vertraue, und laß die dir verbleibenden Jahre deines Lebens k in Liebe triumphieren; /k laß sie negativ zu jeglicher Kritik sein. Alle deine Gruppenbrüder haben Probleme zu handhaben, die ebenso schwer sind wie die deinen; biete ihnen und der Hierarchie wertvolle Mitarbeit an. Meine Liebe und mein Segen gehören dir stets, und du weisst es.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, 06-524