Der Jünger Jesus und die Bibel

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Der Christus und Seine Wiederkehr

Könnten Sie die Beziehung zwischen dem Jünger Jesus und dem Christus erläutern? (1.2.1977)

Der Jünger Jesus, der jetzt der Meister Jesus ist, wurde in Palästina als Eingeweihter dritten Grades geboren. Die fünf großen Einweihungen, die zur Befreiung führen, spielten sich im Leben Jesu symbolisch ab. Das ist es im Kern, wovon die Bibel handelt; im Grunde eine sehr alte Geschichte, die der Menschheit immer wieder vor Augen geführt wurde, lange vor der Zeit Jesu.

Benjamin Creme, Maitreya – Christus und die meister der Weisheit, 49

Die Wiederkunft wird für durchaus möglich und glaubwürdig gehalten

Wenn einmal das Bemühen, das menschliche Denken vorzubereiten, Fortschritte erbracht hat, wenn das Wissen um die Existenz und um die Anstrengungen der Meister und der gesamten Hierarchie eine allgemein anerkannte Wahrheit ist, und wenn in allen Ländern sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, daß der gute Wille ein wirklich wichtiger Faktor für jede Nation ist, dann wird das Erscheinen der Hierarchie in der äußeren Welt sehr beschleunigt

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erfolgen. Dann werden die fünf geistigen Zentren anfangen, eine endgültige Form anzunehmen und Anerkennung finden; die dort arbeitenden Gruppen werden miteinander in enger Verbindung stehen und bekannt sein. Von dann an wird das unter der Leitung von Meistern stehende Netzwerk aus Eingeweihten und Jüngern die ganze Welt umspannen; und die Meinung dieser Männer und Frauen sowie der Meister, die in den fünf Zentren und den angeschlossenen Gruppen die Aufsicht führen, wird von allen staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Organisationen und für jeden menschlichen Wirkungsbereich als außerordentlich wertvoll angesehen werden.

Dann wird — unter der Einwirkung einer großen Welle geistiger Inspiration — der wundervolle Geist der Erwartung auf die Wiederkunft Christi die Welt durchfluten. Man wird dann diese Wiederkunft für durchaus möglich und glaubwürdig halten; sein Kommen wird für alle Welt die Quelle der Hoffnung sein, denn die angesehensten, erleuchtetsten und kultiviertesten Menschen auf dem Planeten werden ihn erwarten. Und dann, meine Brüder, wird er kommen, und er wird neue Energien der Liebe und des Mitleids bringen und den Geist mit neuer Erleuchtung erfüllen. Dazu kommt noch die neue Offenbarung, auf die alle Menschen warten

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 und für die sie empfänglich sein werden, weil sie die erforderliche Stimulierung erhalten haben.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 829

Das Erscheinen von Mitgliedern der Hierarchie

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1. Wie werden diese, auf den verschiedensten Rangstufen stehenden Mitglieder der Hierarchie auf Erden erscheinen? Werden sie auf normale Weise (Geburt, Kindheit, Reife) kommen? Einige Eingeweihte mögen diese gewöhnliche Methode anwenden, andere sind bereits im Stadium der Kindheit oder Jugend; diesen wird ein Großteil der Vorbereitungsarbeit übertragen werden. Andere werden diese ziemlich beeinträchtigenden Entwicklungsphasen nicht mitmachen, sondern zwischen der äußeren und der hierarchischen Welt hin- und hergehen. Manchmal werden sie in physischen Körpern anwesend sein, manchmal nicht. Diese Methode wird so lange nicht möglich sein, solange die

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 derzeitigen Vorschriften der persönlichen Ausweispflicht bestehen und die Behörden in den Flug- und Seehäfen Reisepässe und Kennkarten prüfen. Solche Leute wie diese „Durchreise-Eingeweihten“ würden sich also nicht ausweisen können. Daher muß diese Art des Hervortretens in die äußere Welt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Einige Meister werden das erschaffen, was man im Osten „mayavirupa“ nennt — ein Manifestationsinstrument, das aus atomisch physischer und astraler Substanz und aus konkreter mentaler Substanz besteht. Sie können diesen Träger nach Belieben erschaffen, benützen und wieder zum Verschwinden bringen. Für sie ist daher das Erscheinen oder Wiedererscheinen kein solches Problem wie für den Eingeweihten, der sich dieses Dienstinstrument nicht erschaffen kann.

2. Werden alle Mitglieder der Hierarchie gleichzeitig erscheinen? Sicherlich nicht. Von diesen Eingeweihten und Meistern werden zunächst einmal einige ganz vereinzelt erscheinen und unter Menschen leben; sie werden einzeln kommen, die erforderliche Arbeit leisten, durch die Pforten des scheinbaren Todes in das innere Ashram zurückkehren, um dann wieder auf die eine oder andere (oben beschriebene) Weise zu erscheinen. Dieser Prozeß ist schon seit einiger Zeit im Gang und begann um das Jahr

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1860.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 828

Vorbereitung für die Tätigkeit in der äußeren Welt

Es war ein prophetisches Wort als Christus vor fast 2000 Jahren sagte, seine Jünger seien „in der Welt, aber nicht von dieser Welt“. Damit deutete er in einfachen, aber tief bedeutsamen Worten an, welches Leben die Mitglieder seines Ashrams (der gesamten Hierarchie) führen werden, wenn er wiederkommen und sichtbar unter den Menschen wandeln wird. Er sagte, sie würden eins sein mit dem Vater (dem Lebenszentrum in Shamballa), eins mit ihm (dem Oberhaupt der Hierarchie) und auch eins mit allem, was da atmet und in einer Form lebt. Ich empfehle allen Jüngern, die mit der Hierarchie zusammenarbeiten und ihre bevorstehende Aktivität unterstützen möchten, das 17. Kapitel des Johannes-Evangeliums sorgfältig zu studieren. Dieses Kapitel wurde von dem geliebten Jünger geschrieben, unter dem Einfluß der Energie, die von dem buddhischen Lebensträger Christi ausströmt. Dieser Lebens- oder Bewußtseinsträger ist, wie euch gesagt wurde, identisch mit dem buddhischen Lebensträger Buddhas. Diese Identität oder Wesensgleichheit der „Hüllen“ ist symbolisch für die gesamte Lehre vom „losgelösten Einssein“ und von der göttlichen Teilhabe. Darüber erhalten jetzt — als Vorbereitung für die Tätigkeit in der äußeren Welt — Jünger aller Grade von ihren Meistern Belehrung.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 817

Die Arbeit in den Ashrams

Aber alle Ashrams, gleich welchen Strahls, müssen drei grundsätzliche Bedingungen erfüllen, die ihre Arbeit bestimmen und kennzeichnen. Es sind dies:

1. Eine innere Gruppeneinheit, die ein verständnisvolles Einvernehmen zwischen den verschiedenen Ashrams fördert. Wenn eine Gruppe ein gemeinsames Ziel hat, so erwachsen daraus eine loyale Gesinnung gegenüber der Hierarchie und ein einheitlich diszipliniertes Leben. Ich sagte k einheitlich /k, meine Brüder, denn die Disziplinierung besteht im geistigen Streben und inspirierter Zielsetzung, und diese bewirken eine gleichartige, seelenerfüllte

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 Aktivität der Ashram-Mitglieder. Diese Aktivität ist natürlich mannigfaltig, je nachdem, auf welchem Strahl sich die

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Aspiranten und Jünger befinden und welche k Persönlichkeits-Tradition /k sie haben. Denkt über diese beiden Worte nach.

2. Übereinstimmung hinsichtlich des erstrebten Ziels. Damit meine ich ein richtiges Verstehen und Würdigen des hierarchischen Plans und den Beitrag, den jedes Ashram für dessen Verwirklichung auf Erden leisten muß. Außerdem muß im Ashram ein gleichzeitiger instinktiver und intuitiver telepathischer Kontakt mit den älteren Mitgliedern des Ashrams bestehen — mit den Meistern und Eingeweihten höheren Grades -, und durch diese mit Christus. Ich möchte hier darauf aufmerksam machen, daß in den letzten hundert Jahren alle Esoteriker in der Welt bestrebt waren, persönlich mit einem Meister in mentalen Kontakt zu kommen, denn der Aspirant muß das Ashram, mit dem er in Verbindung kommen will, selbst entdecken.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 808

Die Ashrams in New York, London, Genf, Darjeeling und Tokio

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An anderer Stelle sagte ich schon, daß es derzeit fünf Orte gibt, von denen Energien ausströmen werden; es sind die Städte New York, London, Genf, Darjeeling und Tokio. Durch diese fünf Stellen können gelenkte Energien hindurchströmen, um den Schöpfungsprozeß auszuführen. Diese bilden einen fünfstrahligen Stern einander durchdringender Energien, ein Symbol für die hauptsächlichen Bereiche unserer modernen Zivilisation.

In einem jeden dieser fünf Zentren wird sich ein Meister mit seinem Ashram befinden, und dort wird ein Strudel geistiger Kräfte koordiniert werden, um die Pläne Christi für den kommenden Weltzyklus beschleunigt zu verwirklichen.

Der Aufbau dieser fünf Zentren wird langsam und schrittweise erfolgen. Ein älterer Jünger wird erscheinen und in Ruhe die Grundlagen für das Werk schaffen, und die notwendigen Mitarbeiter, Aspiranten und Hilfskräfte um sich scharen. Alle diese Mitarbeiter (in jedem Zentrum) werden im Denken geschult werden.

Wenn der neue Himmel und die neue Erde Wirklichkeit werden sollen, dann muß ein großer Erneuerungsprozeß in Gang kommen. Dieser Gedanke liegt der Lehre von den fünf irdischen Zentren zugrunde und läßt erkennen, welche Rolle sie beim Wiederaufbau und bei der Neugestaltung der Welt spielen werden.

Wenn in [13-676] den nächsten Jahren das hierarchische Vorhaben in die entscheidende Phase kommt, müssen Jünger und Aspiranten nach jenen Männern und Frauen Ausschau halten, die als Gruppe in (oder in der Nähe von) jenen fünf Städten nach geistigen Grundsätzen arbeiten und handeln.

Es gibt also fünf Orte, wo Ashrams äußerlich in Erscheinung treten und schließlich ihren Brennpunkt haben werden. Im Lauf der Zeit werden aus diesen fünf Zentren Neben- oder Hilfs-Ashrams hervorgehen, die von Jüngern und Eingeweihten der

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 Haupt-Ashrams gegründet und gefördert werden, welche die Repräsentanten der drei Haupt- und zweier Nebenstrahlen sind. Die Anwesenheit eines Senior- oder Weltjüngers in diesen Zentren wird also zur Gründung dieser Ashrams führen. Man darf nicht vergessen, daß dem Erscheinen einer Bewegung auf Erden eine erzieherische Propaganda vorausgeht. Daher wird zunächst einmal in jedem dieser Zentren ein Jünger auf dem zweiten Strahl in Aktion treten; ihm wird ein Jünger auf dem siebenten Strahl folgen. Bekanntlich sind alle weltweiten Bewegungen die äußeren Folgeerscheinungen (oder sichtbaren Auswirkungen) subjektiver Ideen, Vorstellungen und formulierter Gedanken; und das Erscheinen der Hierarchie auf Erden in sichtbarer Form bildet keine Ausnahme von dieser Regel.

Jünger dieser Ashrams wurden seit fast 150 Jahren für diese Aufgabe geschult. Einige von ihnen konnten die ursprüngliche Idee und Eingebung in völliger Reinheit und unbeeinflußt vom eigenen Denken bewahren und hielten unerschütterlich an dem hierarchischen Programm fest, so, wie es ihnen von ihren Meistern oder

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Senior-Eingeweihten dargestellt worden war. Andere wiederum besaßen keine so klare Urteilskraft oder kein so wirksames intuitives Wahrnehmungsvermögen. Obwohl sie gewisse Grundideen, wie z.B. Welteinheit oder Lenkung der Welt durch eine Hierarchie auf verschiedenen Rangstufen, erfaßt hatten, verzerrten sie die Wahrheit und entwickelten die vielen Ideologien, welche die Welt im vorigen Jahrhundert zugrunde gerichtet haben. Aber sogar diese Verzerrung hatte ihr Gutes, denn die Hierarchie verdoppelte daraufhin ihre Anstrengungen, um die üblen Folgen zu bekämpfen. Auch der Entwicklungsprozeß wurde beschleunigt, so daß viele ernsthafte und willfährige Aspiranten den Grad eines angenommenen Jüngers erreichten.

Alice A. Bailey, Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 803

 

Der Meister R. – der Herr der Zivilisation

Wir wollen uns nun mit dem riesigen Ashram des Meisters R. beschäftigen. Er ist der Herr der Zivilisation, der die Aufgabe hat, die neue Zivilisation hereinzubringen, auf die alle Menschen warten. Es ist ein Ashram des dritten Strahls, umfaßt also in seinem Wirkungsbereich alle Ashrams, die sich auf dem dritten Strahl (der aktiven Intelligenz), auf dem fünften Strahl (des konkreten Wissens) und auf dem siebenten Strahl (der zeremoniellen Ordnung) befinden. Alle diese Ashrams arbeiten unter der Oberleitung des Meisters R. Er wirkt vor allem durch die Meister dieser drei Strahlenenergien. Derzeit befaßt er sich mit der Energie des siebenten Strahls, die auf unserem Planeten Ordnung schafft.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 13-794

Die Hierarchie als anerkannte Organisation

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Der planmäßige Aufbau von Ashrams auf Erden

r Juni 1949

In diesen Tagen des Juni-Vollmonds möchte ich euch bitten, im Geiste sich ein Bild über die Situation zu machen, die wahrscheinlich auf der Erde eintreten wird, wenn (als Folge der von der Menschheit und für sie geleisteten Vorarbeit) die Hierarchie in die äußere Welt gekommen ist und als regelrechte und anerkannte Organisation in Erscheinung tritt. Was wird geschehen, wenn sich die Meister der Weisheit öffentlich und mitten unter den Menschen, z.B. in den Großstädten, betätigen? Seit Millionen von Jahren haben sie hinter den Kulissen in der Weise gewirkt, daß sie die Hirne und Herzen ihrer Jünger in Anspruch nahmen, um ihre wohltätigen Absichten durchzuführen. Diese unter hierarchischer Inspiration arbeitenden Jünger sind keinesfalls medial veranlagte Menschen, sondern solche, die eine rechte Beziehung zu ihrer Seele und zum Meister ihres Ashrams hergestellt haben. Sie sind für hierarchische Impression empfänglich; sie kennen die Pläne, deren Durchführung von den Meistern erstrebt wird; ihre Mitarbeit ist bewußt und freiwillig; es steht ihnen völlig frei, so zu arbeiten, wie sie es für richtig finden, sobald sie die empfangene Information und Inspiration richtig erfaßt haben.

…..

Wunschdenken und die Ausarbeitung von Plänen nach den üblichen menschlichen Methoden dürfen derzeit nicht erlaubt werden. Daher müßt ihr für diese Vorbereitungsarbeit zu allererst lernen, k eure Gedanken zu beherrschen und für hierarchische Impressionen empfänglich zu werden. /k

Die einzige Aufgabe, die ihr und alle Aspiranten und Jünger zu erfüllen habt, ist die, die Menschheit auf zwei Ereignisse vorzubereiten:

1. Daß die Meister in verschiedenen Ländern der Welt Ashrams errichten werden, von wo aus sie wirksame Dienste leisten können.

2. Daß daraufhin, aber etwas später, Christus wiederkommen wird.

Wie, wo und wann die Meister öffentlich in Erscheinung treten werden, ist nicht eure Sache. Sie haben ihre Pläne ausgearbeitet und erwarten, daß diejenigen, denen sie die Vorbereitungsarbeit übertragen, weder unbedachte Hindernisse bereiten noch törichten Vermutungen nachgehen werden.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 13-778

Die Tore der Hierarchie öffnen sich

Ich möchte noch auf einen außerordentlich wichtigen Punkt hinweisen. Wenn einmal einerseits die Repräsentanten des Separatismus

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und des Materialismus, der Gewalt- und Zwangsherrschaft (also einer üblen Union), und andererseits diejenigen, die für die Freiheit der Seele, für die Rechte des einzelnen, für brüderliche Gesinnung und rechte menschliche Beziehungen eintreten, gleich stark und einflußreich sind, wenn also zwischen diesen beiden Gruppen ein Gleichgewichtszustand erreicht wurde, k dann /k werden sich (bildlich gesprochen) die Tore der Hierarchie auftun, und dann wird Christus mit seinen Jüngern kommen.

……..

Alles deutet darauf hin, daß der oben erwähnte Gleichgewichtszustand bald erreicht sein wird. Das organisierte Böse hat keine Macht; das organisierte Gute aber ist noch immer unwirksam, und zwar hauptsächlich deshalb, weil die Weltreligionen nicht imstande waren, ein wahres Bild von der Mission Christi zu geben. Daher müssen wir jetzt um die Vormachtstellung kämpfen. Wenn die Kräfte des Bösen und jene Gruppen, die den menschlichen Geist zu beherrschen suchen (diese Gruppen sind in jedem Land ohne Ausnahme zu finden), zur Vorherrschaft kämen, dann würden sich die Pforten des Übels öffnen, und das Leben der Menschen würde seinen Sinn verlieren. Die Nacht des Todes, des geistigen

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 und mentalen Todes, würde sich auf unseren Planeten senken. Wenn die Kräfte des Guten, das Wirken der Neuen Gruppe der Weltdiener und die Aktivitäten der Menschen guten Willens überall die Oberhand gewinnen, dann werden sich die Tore der geistigen Hierarchie öffnen; dann werden (um ein Bibelwort zu gebrauchen) die Heerscharen des Herrn hervorstürmen. k Christus wird kommen. /k

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 13-776

Das Wesakfest

Das Wesak-Fest ist seit Jahrhunderten in dem wohlbekannten Tal der Himalaya-Berge gefeiert worden (wenn es die Gläubigen doch annehmen wollten!), und zwar aus folgenden Gründen:

1. Es soll die Tatsache erhärten, daß Christus in einer physischen Hülle unter uns weilt, seit er uns — angeblich — verließ.

2. Es soll den Beweis erbringen, daß auf der physischen Ebene der Weg zu Gott sowohl im Osten als auch im Westen tatsächlich der gleiche ist; beide Menschheitslehrer (Christus und Buddha) sind dann anwesend.

3. Es soll ein Sammelplatz und Treffpunkt all derer sein, die alljährlich — als sichtbares Symbol der Zusammengehörigkeit — die Verbundenheit zwischen des Vaters Haus, dem Reich Gottes und der Menschheit repräsentieren.

4. Es soll augenfällig die Eigenart des Werkes Christi dartun, der — als erwählter Vermittler — der Repräsentant der geistigen Hierarchie und der Führer der Neuen Gruppe der Weltdiener ist. Durch seine Person gibt er dem Verlangen der Neuen Gruppe nach Anerkennung der wahrhaftigen Existenz des Reiches Gottes „hier und jetzt“ Ausdruck.

Vielleicht eine der bedeutendsten Eröffnungen für alle, welche diese Zeilen lesen, ist die große Wahrheit und Tatsache, daß Christus derzeit in einem physischen Körper auf Erden lebt, und daß — in engster Beziehung zueinander — eine Gruppe von Jüngern und Bevollmächtigten besteht, die als Vertreter und Vermittler der Menschheit für deren Wohl arbeiten. Diese innere Beziehung tritt bei gewissen großen geistigen Feiern in Erscheinung und umfaßt nicht nur das Reich Gottes, sondern auch den Vater und des Vaters Haus. Wir haben das Osterfest, sodann das Fest Buddhas, der

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durch seine physische Gegenwart die geistige Verbundenheit unseres Planeten zum Ausdruck bringt; sodann haben wir das Fest im Juni, das der besondere Feiertag Christi ist, an dem er als Haupt der Neuen Gruppe der Weltdiener für das Wohl aller Menschen

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guten Willens in allen Landen die neue Invokation spricht; dabei nimmt er die unausgesprochenen und ungeformten Bitten der großen Massen entgegen, die sich nach einem neuen und besseren Leben sehnen. Die Menschen brauchen im täglichen Leben Liebe, rechte menschliche Beziehungen und ein Verständnis für den göttlichen Plan, der allem zugrunde liegt.

Alice A. Bailey, Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, 716