Annäherung Maitreyas

Über den Christus

Einige Aspiranten und Jünger machen vielleicht die Erfahrung, daß sie sich fast ständig an den Christus erinnern. Der Grund dafür ist der, daß ihr Empfindungsvermögen gegenüber den inneren Ebenen ständig zunimmt, insbesondere aber die Tatsache, daß beim vorgeschrittenen Aspiranten ein Grossteil des Astralkörpers dem Stoff der höchsten Unterebene der Astralebene entnommen ist (und darum dieser Ebene gegenüber empfänglich ist). Ein weiterer Grund ist der, daß der Herr Maitreya mit seinen Helfern ständig der physischen Ebene immer näherkommt. Sein Hauptaugenmerk richtete sich im Jahr 1936 zum ersten Mal vornehmlich auf die erste Unterebene der Astralebene. Daher reagierten die dafür empfänglichen Menschen sofort und in der richtigen Weise auf seine dort zum Ausdruck kommende Energie. Er kommt in seinem Denken und Wirken näher heran. Sollten die Völker der Welt die gebotene Gelegenheit wahrnehmen, so könnten seine Kräfte und seine Aufmerksamkeit tiefer eindringen und hauptsächlich auf den ätherischen Ebenen wirksam werden mit allem, was eine solche Situation als Folgerungen nach sich zieht.

Dies fühlen und wissen viele subjektiv; und darum ist die Gelegenheit für sie — wie auch für euch — groß, immer mehr eine Stromrinne für diese Kraft zu bilden.

Denkt daran, daß die Arbeit, um derentwillen er kommt und zu der die ihn begleitende Hierarchie verpflichtet ist, darin besteht, ihm bei der „Heilung der Völker“ zu helfen, wie es in der Bibel

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heißt. Das ist eine wahre Aussage über eine nahe bevorstehende Tatsache. Diese Heilung wird eintreten, wenn die Menschen guten Willens in aller Welt sich der ihnen gebotenen Gelegenheit gewachsen zeigen; wenn das Werk Christi und seiner Helfer in bestimmterer Form der Aufmerksamkeit der allgemeinen Öffentlichkeit nahegebracht wird und wenn eine innere Entspannung in der Menschenwelt eintritt, die den Devas ein Wirken erlaubt. Diese Bereitschaft und die Reaktion der Devas auf das bevorstehende Näherkommen Christi wird von vielen hingebenden Dienern subjektiv verspürt, die dadurch etwas verwirrt wurden. Die Devas können nur gespürt und gefühlt werden; die Menschheit kann sie bis jetzt noch nicht über die Gedankenwelt und mit Hilfe des menschlichen Denkapparates erreichen. Es liegt für den Diener keine Gefahr darin, wenn er diese Devakräfte und ihre Wirksamkeiten — über den Christus und infolge ihres großen Interesses für seine Arbeit und Sein bevorstehendes Erscheinen — wahrnimmt.

Esoterisches Heilen, S. 17-361

Krebs als Ursache von gestauter Energie in den Zentren

Krebs ist eine Krankheit, die ganz eindeutig mit den Zentren zusammenhängt; man wird entdecken, daß das betreffende Zentrum in dem vom Krebs befallenen Bezirk überaktiv ist, so daß natürlich in verstärktem Maß Energie durch die damit verbundene Körpersubstanz strömt. Diese Energie und die Überreizung eines Zentrums mag nicht nur von der Tätigkeit des Zentrums und dessen Ausstrahlung herrühren, sondern kann auch die Folge einer Unterdrückung sein, die der Wirksamkeit eines bestimmten Zentrums vom Denken her auferlegt wird. So staut sich die Energie und so ergibt sich wieder, daß zuviel konzentrierte Energie in einer bestimmten Region angesammelt wird. Eine der Hauptquellen für Krebs in Beziehung zum Sakralzentrum und daher zu den Geschlechtsorganen ist bei übel beratenen Aspiranten die gutgemeinte Unterdrückung des Geschlechtslebens und aller Gedanken gewesen, die mit diesem zusammenhängen; es sind jene Menschen, welche die mönchische Zölibatslehre des Mittelalters für die Linie des geringsten Widerstandes halten. In jener Zeit lehrten fromme Menschen, daß das Geschlechtsleben böse und unmoralisch sei, etwas, das nicht erwähnt werden dürfe, eine mächtige Quelle für Leid und Ungemach. Normale Reaktionen wurden heftig unterdrückt, anstatt beherrscht und in schöpferische Tätigkeit umgewandelt zu werden; es durften keine Gedanken über das Geschlechtsleben zum Ausdruck kommen. Dennoch folgt die Energie der Richtung der Gedanken. Die Folge war, daß diese besonders stark magnetische Energieart eine immer größere Anzahl von Zellen und Atomen an sich zog; darin liegt die Ursache für die Tumore, Gewächse und Krebsarten, die heute so stark überhandnehmen. Dasselbe gilt für die gewaltsame Hemmung, die ein Aspirant allen emotionellen Reaktionen und Gefühlen auferlegt. In dem Bemühen, den Astralkörper zu beherrschen, nehmen diese Leute ihre Zuflucht zu direkter Hemmung und Unterdrückung. Dadurch wird das Solarplexuszentrum zu einem großen Sammelbecken für Energie, die mit drastischen Mitteln zurückgehalten wird. Eine Umwandlung der Emotionen in geistiges

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Streben, Liebe und gelenkte Beherrschung findet nicht statt und so ruft die Existenz dieses vibrierenden Kräftereservoirs Krebs im Magen, in der Leber und manchmal im ganzen Unterkörper hervor. Ich erwähne diese Ursachen (Überaktivität eines Zentrums und die Zurückhaltung von unausgelebter, gehemmter Energie) lediglich als ergiebige Quellen für Krebs.

Atlantisches Zeitalter, Sintflut und Altes Testament

Im Atlantischen Zeitalter wurden die Trennungslinien zwischen der animalischen instinktiven Natur und irgendeiner Form des Verlangens (keimhafter Aspiration) immer deutlicher. Diese frühe Zivilisation begann ihre Eigenart zu prägen und zu bekunden, und sie bestimmte mit zunehmender städtischer Entwicklung immer mehr den Standard materiellen Komforts und egoistischer Vorherrschaft. Es fällt uns vielleicht die Vorstellung schwer, daß es damals eine ebenso dicht bevölkerte Welt gab wie heute; aber so war es. Da die animalische Natur vorherrschte, richtete sich das Streben auf sexuelle Beziehungen und auf die Gründung großer Familien. Die gleiche Tendenz zeigt sich auch heute noch bei den unteren Gesellschaftsschichten, denn die Landleute und die Bewohner der Elendsviertel zeugen mehr Kinder als die Intelligenzkreise. In jenen längst vergangenen Zeiten besaßen nur die Jünger und Eingeweihten wirkliche Intelligenz; sie leiteten und behüteten die junge Menschheit, so, wie die heutigen Eltern ihre Kinder leiten und behüten und so, wie der Staat die Verantwortung für das Wohl der Nation trägt. Die Mitglieder der Hierarchie weilten in jenen Zeiten auf Erden als Priesterkönige, die wie Magnete wirkten; sie zogen alle jene zu sich heran, bei denen die immateriellen Werte langsam zur Vorherrschaft kamen. Dadurch wurden die Trennungslinien zwischen Materialismus und Geistigkeit noch klarer und deutlicher.

Wir dürfen nicht vergessen, daß die Geistigkeit jener Zeit qualitativ etwas ganz anderes war, als was wir heute darunter verstehen. Sie war gleichsam ein Streben nach einer erahnten künftigen Daseinsform, nach Stillung des Schönheitsdurstes und Bereicherung des Gefühlslebens. Bei dieser Geisteshaltung gab es kein Denken in unserem heutigen Sinn, sondern nur ein Streben und Sehnen nach einem erahnten k Unerreichbaren /k und nach allem, was an Wünschen noch unerfüllt war. Die Hierarchie nährte dieses Streben, indem sie den Menschen verschiedene Erfindungen schenkte und die instinktgeleiteten Massen dazu benützte, um große und schöne Städte zu bauen und gewaltige Bauwerke zu errichten, deren Reste noch heute bestehen.

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Dies erfolgte unter der fachmännischen Leitung von Eingeweihten und Adepten, die ihre Kenntnisse über das Wesen der Materie und der Energie dazu benutzten, um vieles hervorzubringen, wonach die heutigen Menschen tastend streben und was sie entdecken und ermöglichen möchten. Die Errungenschaften der modernen Zivilisation und noch viel mehr als all das, was in der Bezeichnung „wissenschaftliche Entdeckungen“ inbegriffen ist, waren den alten Atlantiern bekannt; aber sie hatten das nicht selbst entwickelt und entdeckt, sondern es wurde ihnen freiwillig geschenkt, so, wie man heutzutage einem Kind schöne und wunderbare Sachen schenkt, das sie benutzt und sich daran erfreut, aber nicht im mindesten versteht. Überall gab es große und schöne Städte mit vielen Tempeln und monumentalen Bauwerken; die Ruinen in Chaldäa und Babylonien sind nur entartete Überbleibsel, und die modernen Wolkenkratzer im Vergleich dazu Zwerge. Fast alle Kenntnisse der heutigen Wissenschaftler waren diesen Priesterkönigen bekannt, und in den Augen der erstaunten Massen war dies eine Art wundervoller Magie. Sanitätswesen, Hygiene, Transportmittel und Flugmaschinen wurden entwickelt und waren ganz ausgezeichnet. Alle diese Dinge waren aber nicht menschliche Errungenschaften, sondern Gaben der Hierarchie, die unter weiser Anleitung geschaffen und entwickelt wurden. Luft und Wasser wurden beherrscht, weil die Menschheitsführer wußten, wie die Kräfte der Natur und der Elemente beherrscht und bemeistert werden müssen; aber all das war nicht das Ergebnis menschlichen Verstehens, Wissens oder Bemühens. Das Denkvermögen der damaligen Menschen war noch nicht entwickelt, denn es war für solche Aufgaben genausowenig ausreichend wie das eines kleinen Kindes.

Die Spaltung zwischen diesen beiden Gruppen (von denen die eine die materialistischen Kräfte und die andere die Lichtenergie manifestierte) nahm immer mehr zu, so daß am Ende des Atlantischen Zeitalters die Trennungslinien zwischen diesen beiden Lebens- und Denkrichtungen so deutlich waren, daß die damalige zivilisierte Welt in eine Krise gestürzt wurde; der gegenwärtige Konflikt ist eine ganz deutliche Auswirkung jener Krise. Laßt uns hoffen, daß dieser Konflikt einen Höhepunkt darstellt, der sich niemals mehr wiederholen wird. Dann begann der große Krieg zwischen den Herren der Form und den Herren des Seins, zwischen den Kräften der Materie und der Großen Weißen Loge.

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Ein genaues Studium des zweiten Bandes der k Geheimlehre /k wird Studierenden vieles klar werden lassen, besonders die l (….gl2gl2-275.htm) ((Seiten gl2-275 — gl2-466 (der englischen Ausgabe)). Für unser Verständnis mag dieser Bericht vielleicht unklar und dunkel erscheinen, aber damals war der Sachverhalt oder Ausgang klar. Die Kräfte des Lichtes triumphierten, weil die Hierarchie gezwungen wurde, machtvoll einzugreifen und weil große Wesenheiten (nicht von diesem Planeten) Hilfe leisteten. Sie brachten die atlantische Zivilisation nach einem lange währenden Chaos und Unheil zu einem jähen Ende. Das fand seinen Höhepunkt in einer Katastrophe, bei der Hunderttausende von Menschen von der Erde weggefegt wurden. Dieses historische Ereignis ist uns in der weltweit bekannten Legende von der Sintflut überliefert worden.

In der Bibel werden die Überlebenden dieser Katastrophe symbolisch als jene bezeichnet, die in der Arche Noah gerettet wurden. In den uralten Schriften wird dies wie folgt beschrieben:

e2 „So wie eine Drachenschlange langsam ihren Körper entrollt, so öffneten die von den Söhnen der Weisheit geführten Menschensöhne ihre Pferche und verbreiteten sich wie ein Strom fließender süßer Wässer … Viele Kleinmütige gingen dabei zugrunde. Aber die meisten wurden gerettet.“ /e2

Ein genaues Studium der in der k Geheimlehre /k wiedergegebenen Erzählung zeigt uns, wie unreif und unentwickelt (im Vergleich zu heute) die damalige Menschheit war und daß der Schwerpunkt ihres Bewußtseins grundsätzlich im physischen und emotionellen Leben lag; es zeigt uns aber auch die magische Fähigkeit des Menschen, die untermenschlichen Naturreiche und die Elementarkräfte des Planeten zu unterwerfen und zu beherrschen. Diese beiden Gesichtspunkte wurden bisher nur wenig beachtet.

Mit Recht wurde jedoch das göttliche Eingreifen betont; so gelang es, eine ethisch („geistig“ kann man kaum sagen) gesunde Minderheit zu retten und jene zu vernichten, die eine falsche Einstellung hatten und sich einem Leben materieller Bestrebungen und Vorstellungen hingaben.

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Diese gerettete Minderheit wurde zur Kerngruppe unserer jetzigen arischen Rasse. Das ganze Thema des k Alten Testaments /k behandelt die Entfaltung und Zunahme dieser Kerngruppe. Symbolisch gesprochen: die Bewohner der Arche und ihre Nachkommen sowie die jüdische Rasse repräsentieren den Rest der Menschheit, der dennoch und trotz ungeheurer Schwierigkeiten von der Großen Weißen Loge gerettet wurde.

Zwei Punkte verdienen hier Beachtung. Der erste, vom Standpunkt der Seele weniger bedeutsame Punkt ist der, daß fast alle Zeichen der wunderbaren atlantischen Zivilisation von der Erde verschwunden sind; einige Ausnahmen bilden die wenigen archäologischen Schätze, die das Interesse der heutigen Forscher erregen sowie jene dunklen Erinnerungen an uralte wissenschaftliche Errungenschaften, die den heutigen Wissenschaftler zu Erforschung und Erfindung führen und die ihn zur Entdeckung und Erschaffung all dessen anspornen, was wir den Triumph der modernen Wissenschaft nennen.

Der zweite Punkt ist für das Wohl der Menschheit bedeutsam, die Hierarchie zog sich in den Hintergrund zurück und überließ es dem Menschen, den richtigen Weg, der aus Täuschung und Illusion herausführt, selbst zu finden und die uralten Spaltungen endgültig zu beseitigen. Mit Krieg muß endgültig Schluß gemacht werden, damit er endlich einmal aufhört, ein Mittel zur Erreichung erwünschter Ziele zu sein.

Die neue Epoche

Ich möchte an dieser Stelle innehalten und euch an ein oder zwei Punkte erinnern, die jetzt Anerkennung finden sollten, da wir uns einer neuen Epoche nähern, in der diese Auswirkungen ihren Höhepunkt finden. Ich will sie kurz und klar angeben.

Die Trennungslinien zwischen Materialismus und Geistigkeit (im heutigen Sinn) sind immer deutlicher geworden. Zwei Faktoren haben dazu beigetragen. Erstens die Verkündigung der Zehn Gebote. Obwohl diese der Form nach negativ und in der Denkweise dogmatisch waren, haben sie dennoch die entscheidenden Fragen und die erforderlichen Standpunkte genügend geklärt.

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Zu der Zeit, als die Gebote verkündet wurden (viel früher, als man annimmt, denn die Zeitangabe in der Bibel ist nicht richtig), befand sich die Menschheit im allgemeinen auf einer verhältnismäßig niederen Intelligenzstufe. Die Zehn Gebote wurden daher in der Formulierung „Du sollst nicht“ verkündet, um den Menschen eine Richtschnur zu geben, wie sie den materiellen Aspekt ihrer Tendenzen zum Ausdruck bringen und sublimieren sollten. In Zukunft werden die Zehn Gebote in umgekehrter Form, also aus geistiger Sicht, formuliert werden; den Ansatz dazu finden wir in der Bergpredigt und in den Seligpreisungen.

Gelassenheit

Das Bewußtsein erweitert sich durch das Bestreben, zu dem zu gelangen, was über ihm steht. Aber wir sind natürlich träge. Es ist ein schwieriger Weg, und deshalb ist der Evolutionspfad langsam, lang und mühsam. Der Weg nach vorne ist der Weg des Verzichtes. Verzichten ist ein anderes Wort für Nichtverhaftetsein, für innere Unabhängigkeit, Gelassenheit. Maitreya gebraucht das Wort innere Gelassenheit (detachment). Es ist mir noch nicht aufgefallen, daß er das Wort ‘Verzicht’ gebraucht hätte, aber ‘Gelassenheit’ benützt er ständig. Es ist das gleiche. Der Pfad der Evolution ist der Pfad des Entsagung, ist der Pfad der inneren Unabhängigkeit.

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Der Vorgang, die Technik der Entsagung ist diese Gelassenheit. Wie entfalten wir uns? Was ist das eigentliche Wesen des Pfades? Wir können uns nicht einfach hinsetzen und uns vornehmen: „Heute werde ich den astralen Träger überwinden. Ich werde zeigen, daß ich meinen mentalen Träger unter Kontrolle habe.“ Wie können wir das anstellen? „Ah ja, die Devas! Ich muß die Devas im Zaum halten! Hole ich die Peitsche heraus?“ Früher hat man das so gemacht. Gute Christen holten zur Fastenzeit die Ruten heraus, liefen durch die Straßen und peitschten sich aus. Eigentlich wollten sie damit die Kontrolle über die physischen Elementarwesen erreichen. Leider wußten sie nicht, daß jedesmal, wenn sie ein Elementarwesen trafen, zwei an seiner Stelle wuchsen! Es gibt einen leichteren Weg, den der inneren Gelassenheit.

Maitreyas Mission, Band II, mm2-360

28 Zentren des Ätherkörpers

Der Ätherkörper ist ein Körper, der ganz aus Kraftlinien und aus Punkten besteht, an denen sich diese Kraftlinien kreuzen; diese Kreuzungspunkte bilden Energiezentren. Dort, wo sich viele solche Linien kreuzen, ist ein größeres Energiezentrum und dort, wo sich große Energieströme kreuzen, wie etwa im Kopf und entlang der Wirbelsäule, befinden sich die Hauptzentren. Es gibt sieben Hauptzentren, 21 geringere und 49 kleinere Zentren, die den Esoterikern bekannt sind. Hier wollen wir uns jedoch auf den Ätherkörper als ganzes und auf die sieben Hauptzentren beschränken. Trotzdem mag es für euch von Interesse sein, zu erfahren. wo die 21 kleineren Zentren liegen; sie befinden sich an folgenden Stellen:

Zwei liegen vor den Ohren, nahe der Stelle, wo die Kinnbacken zusammentreffen.

Je eines liegt gerade über jeder Brustseite.

Eines liegt an der Stelle, wo die Brustbeine zusammentreffen, in der Nähe der Schilddrüse. Dieses bildet mit den beiden Brustzentren ein Kräftedreieck.

Je eines liegt in jeder Handfläche.

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Je eines liegt in jeder Fußsohle.

Zwei liegen gerade hinter den Augen.

Zwei sind mit den Keimdrüsen verbunden.

Eines liegt in der Nähe der Leber.

Eines steht mit dem Magen im Zusammenhang; es ist daher mit dem Solarplexus verbunden, jedoch nicht identisch mit ihm.

Zwei sind mit der Milz verbunden. Eigentlich bilden sie ein einziges Zentrum, aber dieses entsteht dadurch, daß die beiden übereinander gelagert sind.

Je eines liegt in jeder Kniekehle.

Es gibt ein mächtiges Zentrum, das in engem Zusammenhang mit dem Vagusnerv steht. Es ist sehr stark und wird von manchen okkulten Schulen als ein Hauptzentrum angesehen; es liegt nicht an der Wirbelsäule, sondern in geringer Entfernung von der Thymusdrüse.

Eines liegt in der Nähe des Solarplexus und verbindet diesen mit dem Zentrum an der Basis der Wirbelsäule; dadurch wird ein Dreieck gebildet zwischen dem Sakralzentrum, dem Solarplexus und dem Zentrum an der Basis der Wirbelsäule.

Die beiden in dieser Übersicht genannten Dreiecke haben eine reale Bedeutung. Eines liegt über und eines unter dem Zwerchfell. Es ist natürlich klar, daß dort, wo die Kraft frei durch den Ätherkörper hindurch in den physischen Körper strömen kann, wenig Wahrscheinlichkeit für Krankheit oder Unwohlsein besteht. Es kann jedoch eine verstärkte Tendenz zu Beschwerden vorhanden sein, die durch Überreizung entstehen; daraus ergibt sich natürlich eine Überaktivität des Nervensystems mit allen Begleitproblemen. Diese Kräfte, die da in den dichten Körper Einlaß suchen, sind Strömungen, die aus drei Richtungen kommen (wenn ich einen solchen Ausdruck gebrauchen darf):

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1. Aus den Trägern der Persönlichkeit — dem Astral- und Mentalkörper.

2. Aus der Seele, wenn ein — erkannter oder unerkannter — Kontakt mit ihr hergestellt wurde.

3. Aus der Umwelt, der gegenüber die Träger der Seele und der Persönlichkeit als „Einlaßtore“ fungiert haben. Da dies gerade zur Sprache kommt, möchte ich eure Aufmerksamkeit darauf lenken, daß möglicherweise eine Beziehung zwischen diesen „Einlaßtoren“ und dem Ausdruck „Die Pforte der Einweihung“ besteht.

Stauung – Ätherkörper – Astralkörper

Bevor ich nun dazu übergehe, die Beziehung des Ätherkörpers (als Einheit) zum physischen Körper zu besprechen, möchte ich noch darauf hinweisen, daß ich die Komplikationen der k Stauung /k an die erste Stelle auf der Liste von Krankheiten setze, die aus dem Ätherkörper stammen, denn sie ist gegenwärtig — und auch noch für ein paar Jahrhunderte lang — die Hauptursache für die Beschwerden, an denen die großen Massen oder jene Menschen leiden, die wir esoterisch die „Solar-Sakral-Menschen“ nennen. Dies kommt zum Teil davon, daß sich die Gesamtmenschheit seit langen Zeiten Unterdrückung und Hemmung angewöhnt hat. Eben diese Stauung an den Eingangs- und Ausgangstoren im Ätherkörper ist die Ursache für die Behinderung des freien Stromes der Lebenskraft, was dazu führt, daß der Mensch sehr rasch Krankheiten zum Opfer fällt. Ihr werdet erleben, daß auch aus diesem Grund sorgfältig ausgearbeitete Atemübungen mit ihren subtilen Wirkungen bei der Reorganisierung und Regulierung der feineren Körper (besonders des Äther- und Astralkörpers) in immer größerem Umfang zur Anwendung kommen werden. Das derzeit weit verbreitete Interesse an Atemübungen beweist die innerliche Anerkennung dieser Tatsache, obwohl über die Methoden und Wirkungen noch nicht genug bekannt ist.

Noch etwas möchte ich bemerken: Die Stauungsstellen können entweder in einem Zentrum des Astral- oder des Ätherkörpers vorkommen, und dies wird der Heiler ermitteln müssen.

Esoterisches Heilen, 17-78

Laya-Yoga – Die Zentren – Dein Thema

Die Zentren durch Meditation, Harmonisierung und richtige Übungen unter die direkte Herrschaft der Seele gebracht

Der unvoreingenommene Forscher jedoch, der die tatsächliche Existenz der Zentren anerkennt und damit seine Untersuchungen beginnt, der sie als möglicherweise vorhanden und als schließlich beweisbar ansieht, wird viel schneller vorankommen; man wird dann die Krankheiten durch ein System des Laya-Yoga (der Wissenschaft von den Zentren) unter Kontrolle bringen, das eine sublimierte, veredelte Form des Laya-Yoga aus atlantischen Zeiten ist. Dann wird der fortgeschrittene Schüler die Zentren durch die Macht des Gedankens beherrschen. Im Yoga der Zukunft werden die Zentren durch Meditation, Harmonisierung und richtige Übungen unter die direkte Herrschaft der Seele gebracht werden;

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das ist etwas ganz anderes als die Beherrschung der Zentren durch den Verstand; aber dafür sind die Massen heute noch nicht reif. Dazu wird die Wissenschaft vom Atem kommen — nicht Atemübungen, wie man sie jetzt lehrt, mit ihren oft so gefährlichen Folgen, sondern es wird vom Denken her ein Atemrhythmus eingesetzt, durch den die Seele wirken kann; dieser Rhythmus braucht auch nichts anderes als den einfachen, rhythmischen, physischen Atem, aber er reorganisiert die feineren Körper und bringt die Zentren zu geordneter Tätigkeit, je nach dem Strahl und der Evolutionsstufe.

Gedankenformen – Sprache – Wort – Rethorik

C. Die okkulte Bedeutsamkeit der Sprache.

Die alte Schrift sagt: „Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab“ h 290) /h, weil im gegenwärtigen Stadium der menschlichen Evolution in jedem Wortschwall vieles enthalten ist, was keinen Zweck hat oder auf Motiven beruht, die bei näherer Betrachtung einzig und allein auf die Persönlichkeit zurückzuführen sind. Je weiter der Aspirant auf dem Pfad der Annäherung an die Mysterien vorwärts kommt, um so grössere Vorsicht muss er walten lassen. Das ist aus folgenden drei Gründen notwendig:

Erstens einmal ist er infolge seiner Evolutionsstufe in der Lage, seinen Worten einen derartigen Nachdruck zu verleihen, dass er selbst darüber erstaunt wäre, wenn er nur auf der Mentalebene sehen könnte. Seine Schöpfung ist klarer umrissen, als die des Durchschnittsmenschen, seine Gedankenform besitzt dementsprechend mehr Vitalität, und sie kann die Funktion, zu der sie vermittels des „Schalles“ oder der Sprache ausgesandt wird, mit grösserer Präzision erfüllen.

Zweitens neigt jedes gesprochene Wort und jede darauf aufgebaute Gedankenform (es sei denn sie entsteht auf dem höheren Pfad und beruht nicht auf Persönlichkeitsimpulsen) dazu, zwischen dem Menschen und seinem Ziel eine Schranke aus mentaler Materie aufzurichten. Diese Materie oder Trennungswand muss

 

290) Bibel, Sprüche 10,19.

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beseitigt werden, ehe ein weiterer Fortschritt möglich wird; diese Beseitigung ist karmisch bedingt und unvermeidlich.

Drittens ist die Sprache im wesentlichen ein Verständigungsmittel auf physischem Gebiet; auf den subtileren Stufen, auf denen sich ein Jünger befindet, und im Verkehr mit seinen Mitarbeitern und erwählten Gehilfen wird sie eine immer geringere Rolle spielen. Intuitive Wahrnehmung und telepathischer Austausch kennzeichnen den Verkehr zwischen Aspiranten und Jüngern, und wenn volles Vertrauen, Sympathie und vereinte Anstrengungen für den Plan dazukommen, dann entsteht eine Gruppe, mit welcher der Meister arbeiten, und durch die er seine Kraft hindurchströmen lassen kann. Ein Meister wirkt durch (grosse oder kleine) Gruppen, und sein Bemühen wird erheblich erleichtert, wenn zwischen den Einheiten der betreffenden Gruppe ein steter und ununterbrochener telepathischer Austausch stattfindet. Der Missbrauch von Sprache ist eine der häufigsten Ursachen für Schwierigkeiten im Gruppenwerk und für die vorübergehende Abdämmung der vom Meister her einströmenden Kraft. Dieser Missbrauch verursacht eine zeitweilige Verstopfung des Kraftkanales auf der Mentalebene.

Ich erwähne diese drei Faktoren deshalb, weil diese Frage des Gruppenwerkes von vitaler Bedeutung ist und weil heutzutage viel davon erhofft wird. Wenn der Meister in irgendeiner Organisation auf der physischen Ebene einen Kern von wenigstens drei Menschen finden kann, die wechselseitig zusammenarbeiten (ich wähle dieses Wort mit Bedacht) und den Pfad des Dienens uneigennützig verfolgen, dann kann Er in kürzerer Zeit mehr erreichen, als mit einer grossen und geschäftigen Gruppe von Menschen, die vielleicht aufrichtig und eifrig bestrebt sein mögen, die aber nicht wissen, was es heisst, einander zu vertrauen und zusammenzuarbeiten, und die ihre Sprache nicht im Zaume halten können.

Wenn es einem Menschen gelingt, die tiefere Bedeutung der Sprache zu verstehen, wenn er lernt, wie und wann er sprechen soll, was durch Sprache erreicht wird und was sich ereignet, während er spricht, dann ist er seinem Ziel schon recht nahe. Wer

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seine Sprache richtig abzumessen weiss, der wird am ehesten Fortschritte machen. Darüber sind sich die Leiter von okkulten Bewegungen von jeher klar gewesen. Der hochokkulte Orden des Pythagoras zu Crotona und viele andere esoterische Schulen in Europa und Asien machten es zur Regel, dass alle Neophyten und Probeschüler nach ihrem Eintritt in die Schule zwei Jahre lang nicht sprechen durften; und wenn sie während dieser Zeit zu schweigen gelernt hatten, dann gab man ihnen das Recht, zu sprechen, denn inzwischen hatten sie eine bestimmte Verschwiegenheit erworben.

Okkulte Schüler sollten sich wirklich darüber klar werden, dass jeder gute Redner sich in höchst okkulter Weise betätigt. Wenn jemand z.B. einen guten Vortrag hält, dann tut er in kleinem Massstab etwas, was dem Werk des Sonnenlogos entspricht. Was tat Er denn? Er dachte, er erbaute, er belebte. Ein Redner sucht also das Material aus, das er zum Aufbau seines Vortrages benutzen und mit Lebenskraft erfüllen wird. Aus aller gedanklichen Materie der Welt sucht er die Substanz zusammen, die er in individueller Weise zu verwenden sucht. Dann ahmt er das Werk des zweiten Logos nach, indem er die Substanz klug zu einer Form ausgestaltet. Er erbaut die Form, und wenn das geschehen ist, spielt er zum Abschluss noch die Rolle der ersten Person der Dreieinigkeit, indem er ihr seinen Geist, sein Leben und seine Kraft einflösst, damit sie zu einer vibrierenden, lebendigen Manifestation wird. Wenn ein Vortragender oder Redner irgendwelcher Art das fertig bringt, dann kann er jederzeit seine Zuhörer fesseln, und sie werden stets von ihm lernen können; sie werden das erkennen, was die Gedankenform ihnen zu vermitteln beabsichtigt.

Im Alltagsleben macht der okkulte Schüler es ebenso, sooft er spricht; aber das Traurige dabei ist meistens das, dass er eine Form erbaut, die gewöhnlich nicht der Mühe wert ist, und dass er sie dann mit einer falschen Art von Energie belebt, so dass sie keine konstruktive, lebenskräftige und hilfreiche, sondern eine zerstörende Kraft in der Welt darstellt. Wenn wir die verschiedenen Schöpfungsgeschichten der Welt studieren, werden wir feststellen,

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dass die Schöpfung durch Schall oder Sprache, oder durch das Wort vollbracht wurde. In der christlichen Bibel heisst es: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ h 291) /h Somit wurden der christlichen Lehre nach die Welten durch das Wort Gottes erschaffen.

In den heiligen Schriften der Hindus finden wir, dass der Herr Vishnu, der die zweite Person der Dreieinigkeit vertritt, „Die Stimme“ genannt wird. Er ist der grosse Sänger, der die Welten und das Universum mit seinem Gesang erbaut hat. Er ist der Enthüller der Gedanken Gottes, der das Universum von Sonnensystemen erschaffen hat. So, wie die Christen vom grossen Wort, vom Wort Gottes, von Christus sprechen, genauso sprechen die Hindus von Vishnu, dem grossen Sänger, der durch seinen Gesang schöpferisch wirkt.

In der Manifestation auf der physischen Ebene erkennt man uns an unserer Sprache; man erkennt uns an unserer Zurückhaltung, an dem, was wir sagen, und an dem, was wir ungesagt lassen; und man beurteilt uns nach der Qualität unserer Unterhaltung. Wir schätzen die Menschen nach dem ein, was sie sagen, denn ihre Worte enthüllen die Art von Gedankenmaterie, in der sie sich betätigen, und die Qualität der Energie oder Lebenskraft, mit der sie ihren Worten Nachdruck verleihen. Die verschiedenen Sonnenlogoi der ungeheuren Konstellationen, die uns bei Betrachtung des Sternenhimmels ins Auge fallen, beurteilen die Qualität des Logos unseres eigenen Sonnensystems nach jener grossen Gedankenform, die er durch die Kraft seiner Sprache erbaut und durch die besondere Qualität seiner Liebe mit Energie erfüllt hat. Wenn Gott spricht, werden die Welten erschaffen, und zur gegenwärtigen Zeit hat Er noch nicht zu Ende gesprochen. Er hat das, was Er zu sagen hat, noch nicht abgeschlossen, und daraus erklärt sich die scheinbare Unvollkommenheit der Gegenwart. Wenn dieser grosse, göttliche Satz, der sein Denken in Anspruch nimmt, zum Abschluss gebracht ist, werden wir ein vollendetes, von vollendeten Daseinsformen bewohntes Sonnensystem haben.

 

291) Bibel. Ev. Johannes, I

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Durch Sprache wird ein Gedanke hervorgerufen und gegenwärtig gemacht; er wird aus einer Abstraktion und einem nebelhaften Zustand herausgebracht und auf der physischen Ebene materialisiert, wodurch auf ätherischen Stufen (wenn wir das nur sehen könnten) eine ganz bestimmte Wirkung hervorgebracht wird. Es entsteht eine objektive Manifestation, denn die „Dinge sind das, was das Wort aus ihnen macht, indem es sie benennt“. Die Sprache ist buchstäblich eine grosse magische Kraft; die Adepten und weissen Magier können, weil sie die Kräfte und die Macht des Schweigens und des Sprechens kennen, Wirkungen auf der physischen Ebene hervorbringen. Bekanntlich gibt es einen Zweig der Magie, in dem dieses Wissen in Gestalt von Machtworten, Mantrams und Formeln angewandt wird, welche die verborgenen Kräfte der Natur in Bewegung setzen und die Devas ans Werk rufen.

Die Sprache ist einer der Schlüssel, der die Verbindungstür zwischen den Menschen und den subtileren Wesen erschliesst. Sie weist den Weg zur Entdeckung jener Entitäten, die auf der anderen Seite des Schleiers anzutreffen sind. Aber derjenige, der das Schweigen gelernt hat und die gegebenen Augenblick zum Sprechen kennt, darf diesen Schleier durchdringen und gewisse esoterische Verbindungen aufnehmen. Wie die Geheimlehre uns mitteilt, besteht die Magie darin, dass man die Götter in ihrer eigenen Sprache anspricht; daher kann die Sprache des Durchschnittsmenschen sie nicht erreichen.

Wer also die okkulte Sprache zu erlernen sucht, wer gar zu gern die Worte erfahren möchte, die auf der anderen Seite des Schleiers vernehmbar sind, und wer die Formeln und Sätze verwenden möchte, die ihm Gewalt über die Bauleute verleihen würden, der muss erst einmal seinen bisherigen Gebrauch von Worten verlernen und sich der üblichen Sprechweise enthalten. Dann wird er sich die neue Sprache aneignen, und es werden ihm die neuen Ausdrücke, Worte, Mantrams und Formeln anvertraut werden.

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Die Gesetze der Sprache sind die Gesetze der Materie, und deshalb können okkulte Schüler die Gesetze, welche die Substanz der physischen Ebene betreffen, auch auf ihren Gebrauch von Worten anwenden, denn dabei handelt es sich um die Handhabung von Materie auf anderen Ebenen. Die Sprache ist das grosse Mittel, wodurch wir das Wesen des kleinen, von uns erbauten Systems offenbaren – jenes Systems, in welchem jede menschliche Einheit die zentrale Sonne ist, denn gemäss dem Anziehungsgesetz zieht jeder Mensch das an sich, was er benötigt.

Persönlichkeit und Seele

Man muß bedenken, daß das Leben einer Persönlichkeit die folgenden Abschnitte umfaßt:

1. Den langsamen, allmählichen Aufbau der Persönlichkeit im Lauf einer langen Zeitepoche. Während vieler Inkarnationen ist der Mensch keine Persönlichkeit; er ist bloß Mitglied der Masse.

2. Auf dieser Stufe gibt es praktisch keine bewußte Identifizierung der Seele mit der Persönlichkeit. Der in den Hüllen verborgene Seelenaspekt wird lange, lange Zeit hindurch vom Leben dieser Hüllen beherrscht; er macht sich nur durch die sogenannte „Stimme des Gewissens“ bemerkbar. Im Lauf der Zeit steigert sich indessen nach und nach das aktive intelligente Leben des Menschen und kommt in Harmonie durch die Energie, die aus den Erkenntnisblättern des egoischen Lotos oder aus der intelligenten Wahrnehmungsnatur der Seele auf ihrer eigenen Ebene ausströmt. Dies führt schließlich zur Integration der drei niederen Hüllen zu einem einzigen wirksamen Ganzen. Damit ist der Mensch eine Persönlichkeit.

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3. Das Persönlichkeitsleben des nun in sich ausgeglichenen Einzelmenschen bleibt während vieler Leben bestehen und gliedert sich ebenfalls in drei Abschnitte:

a. Die Phase, in der das Leben der Persönlichkeit vorherrscht und angriffslustig ist; es wird geprägt durch den Strahltypus, ist von Natur aus selbstsüchtig und sehr individualistisch.

b. Eine Übergangsphase, in der ein Kampf zwischen Persönlichkeit und Seele tobt. Die Seele ist bestrebt, sich allmählich vom Formleben zu befreien und dennoch ist die Persönlichkeit letzten Endes von dem Lebensprinzip abhängig, das ihr von der Seele verliehen wurde. Mit anderen Worten: Der Kampf zwischen dem Seelenstrahl und dem Persönlichkeitsstrahl hat begonnen; es ist Krieg zwischen zwei konzentrierten Energieaspekten. Dieser Kampf findet mit der dritten Einweihung sein Ende.

c. Im letzten Abschnitt herrscht die Seele; das führt zum Tod und zur Zerstörung der Persönlichkeit. Dieser Tod beginnt, wenn die Persönlichkeit, der Hüter der Schwelle, vor dem Engel der Gegenwart steht. Das Licht des Sonnenengels löscht dann das Licht der Materie vollständig aus.

Die Phase der „Herrschaft“ ist durch die völlige Identifizierung der Persönlichkeit mit der Seele gekennzeichnet; das ist eine Umkehrung des früheren Zustandes, als sich die Seele mit der Persönlichkeit identifiziert hatte. Das ist auch gemeint, wenn wir von der Integration oder Verschmelzung dieser beiden reden; sie sind nun eins. Von diesem Entwicklungsstadium sprach Paulus, als er (in dem Brief an die Epheser) darauf hinwies, daß „Christus aus zweien einen neuen Menschen macht“. Es handelt sich dabei hauptsächlich um die letzten Stadien auf dem Probepfad, wenn die bewußte Arbeit beginnt, die dann auf dem Pfad der Jüngerschaft bis zur Vollendung fortgesetzt wird. Es ist die Stufe des praktisch und erfolgreich Dienenden, jene Phase, in der alles

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Sinnen und Trachten, die Lebensarbeit des Menschen ganz der Erfüllung hierarchischer Absichten geweiht ist. Der Mensch beginnt dann, auf Ebenen und von Ebenen aus zu wirken, die nicht zu den drei Welten der gewöhnlichen Evolution gehören, aber dennoch ihre Wirkungen und erstrebten Ziele in diesen drei Welten haben.

Esoterisches Heilen

Zentren und Reinkarnation

a. Jene Entfaltung, die stattfindet, wenn ein Kind zum Erwachsenen heranreift. Wenn der Mensch 21 Jahre alt geworden ist, sollten seine Zentren normalerweise dieselbe Ausdrucksqualität erreicht haben, wie sie bestand, als er in einer vorangehenden Inkarnation aus dem Leben schied. Der Mensch nimmt dann das Leben an der Stelle wieder auf, wo er es vorher verlassen hatte.

Esoterisches Heilen, 17-37