D.K. stellt alte okkulte Heilmethoden wieder her

Der unter dem Namen D.K. bekannte Meister beabsichtigt, durch Vermittlung seiner Schüler einige von den alten okkulten Heilmethoden wiederherzustellen und praktische Beweise zu liefern für:

a) die Rolle des ätherischen Körpers,

b) die Wirkung pranischer Kraft,

c) die Erschliessung des ätherischen Sehvermögens.

Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer, 03-760

Das älteste Gebet

Führ‘ uns, o Herr, aus dem Joch des Todes zur Unsterblichkeit; aus Finsternis ins Licht; aus der Unwirklichkeit in die Wirklichkeit!

Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, S. 13-485

Die Meditationen an den Vollmondtagen

Die beiden Vollmonde im Mai und Juni bieten euch wiederum

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die Gelegenheit, euch an der Freilassung planetarischen Lebens aus der Knechtschaft der materialistischen Kräfte zu beteiligen. Wenn ihr bereit seid, euren Teil zu diesem Erlösungswerk beizutragen, dann sind dafür bestimmte Geisteshaltungen und Tätigkeiten notwendig, die ich kurz besprechen möchte. Ich überlasse es euch, die richtigen und geeigneten Maßnahmen zu treffen und gemeinsam mit allen anderen Jüngern und Aspiranten die angegebene Stufenfolge einzuhalten:

1. Studiert sorgfältig und beantwortet aufrichtig und innerlich überzeugt die Fragen, die ich euch zehn Seiten vorher vorgelegt habe. Ihr werdet dann wissen, wo ihr persönlich steht.

2. Während der ganzen Woche vor Eintritt des Mai-Vollmondes und des Juni-Vollmondes bemüht euch folgendes zu tun:

a. Verbindet euch mit Hilfe der schöpferischen Vorstellungskraft mit allen Jüngern, Aspiranten und Menschen guten Willens in allen Ländern.

b. Verdrängt aus eurem Bewußtsein alle negativen Gedanken; seht euch klar an der Seite der Lichtkräfte. Ihr seid also in Gedanken nicht neutral. Wenn ihr in dem Konflikt gegen die materialistischen Kräfte die richtigen Schritte unternehmt, dann achtet darauf, daß ihr allen Menschen gegenüber, die in den Strudel dieser Kräfte geraten sind, einen Geist der Liebe bewahrt.

c. Wenn ihr meditiert und die Kräfte des Lichts anruft, dann bemüht euch, alle persönlichen Schwierigkeiten, Tragödien und Probleme zu vergessen. Jünger müssen lernen, ihre Arbeit für die Menschheit trotz persönlicher Belastungen, Spannungen und beschränkender Umstände fortzusetzen.

d. Bereitet euch auf diese Weise für die Zeit der beiden Vollmonde vor. Behaltet euer Ziel klar im Auge und unterzieht euch eine Zeitlang einer angemessenen Disziplinierung.

3. Zwei Tage vor dem Vollmondtag, an diesem Tag selbst und zwei Tage nachher (also fünf Tage lang), bemüht euch, bei Sonnenaufgang, mittags, nachmittags um fünf Uhr, bei Sonnenuntergang und im genauen Zeitpunkt des Vollmondes in eurem

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Land die Große Invokation zu sprechen, mit dem festen zielstrebigen Willen, die wartenden großen Mächte anzurufen, herabzubringen und in der sichtbaren Welt zu verankern. Wenn irgend möglich sprecht die Invokation laut und mit einer Gruppe. Diese konzentrierte Kraft eures von Emotionen freien Denkens wird die derzeit bestehende Kluft überbrücken und die beiden Welten geistiger und menschlicher Aktivität enger miteinander verbinden.

4. Leistet diesen Dienst drei Tage lang jeden Monat am Vollmondtag, den Tag vorher und nachher. Ihr könnt eure Dienstleistung noch dadurch vergrößern, daß ihr euch schon drei Tage lang vor den genannten drei Tagen darauf vorbereitet.

Viele Menschen in der Welt sind seit Jahren dafür geschult worden, zwei Erkenntnisse zu gewinnen. Erstens, daß die Wesak-Feier zum Mai-Vollmond eine große Bedeutung hat. Diese Feier stellt nicht nur die äußere Verbindung zwischen den großen Religionen des Ostens und des Westens her, sondern öffnet auch das Tor zwischen Shamballa und der Hierarchie, zwischen der Absicht Gottes (die vom Menschen jetzt noch nicht erkannt werden kann, da dies infolge seiner relativ niedrigen Entwicklungsstufe über sein Fassungsvermögen hinausgeht) und der Methode Gottes, die Liebe ist. Außerdem kommen noch zwei weitere Verbindungen zustande, nämlich einerseits die zwischen dem Buddha (der während der kurzen Zeit seines Erscheinens Wille-Weisheit verkörpert) und Christus (der Liebe-Weisheit verkörpert) und andererseits zwischen der Menschheit (deren Bewußtseinsrepräsentant Christus ist) und der Hierarchie (deren Bewußtsein durch Buddha repräsentiert wird). In Anbetracht der Spannungen und Belastungen, denen die heutige Menschheit ausgesetzt ist, und in Anbetracht dessen, daß diese menschliche Notlage bei der Hierarchie eine sofortige Hilfsbereitschaft ausgelöst hat, könnten sich diese beiden Reaktionen auf die Weltkrise als genügend stark erweisen, um von außen her Hilfe heranzuholen. Diese Hilfeleistung könnte den Konflikt in der richtigen Weise beenden und den Menschen nicht nur Entspannung und Erleichterung, sondern auch Aufklärung und Erleuchtung bringen. Ich möchte indes betonen (und dies sage ich euch, einer repräsentativen Gruppe von Aspiranten und Jüngern), daß die Kraft des Anrufs noch nicht stark genug ist, um diese außerplanetarische Hilfe garantieren zu können.

Dennoch könnte die Hilfe möglich werden, wenn ihr euch bemüht,

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Selbstdisziplin zu üben, in der Meditation, in Gesprächen mit andern und im allgemeinen Verhalten gegenüber der Umwelt negative und mehr oder minder egoistische Reaktionen auszuschalten, und wenn ihr (zum Wohl der Menschheit) wenigstens eine Zeitlang versuchen würdet, ein Leben höchstmöglicher geistiger Aspiration zu führen.

Zweitens seid ihr in der Überzeugung geschult worden, daß alle meine Mitteilungen über Buddha und Christus, über die Hierarchie, die Menschheit und Shamballa und über deren Beziehungen zueinander einen Teil der kommenden neuen Weltreligion bilden werden und daß das Thema der Großen Annäherungen die Grundlage der zukünftigen geistigen Lehre sein wird. Das sollt ihr nicht vergessen, denn die Arbeit, die ihr während der beiden kommenden Vollmondzeiten (und später auch an den weniger wichtigen Vollmondtagen des Jahres) leisten sollt, hängt nicht nur mit der gegenwärtigen Notlage zusammen, sondern hat auch eine konstruktive Beziehung zum zukünftigen Glauben der Menschheit. Auch daran sollt ihr denken.

Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, S. 13-226

Stauung – Unterdrückung – Hemmung – Pranayama

Bevor ich nun dazu übergehe, die Beziehung des Ätherkörpers (als Einheit) zum physischen Körper zu besprechen, möchte ich noch darauf hinweisen, daß ich die Komplikationen der Stauung an die erste Stelle auf der Liste von Krankheiten setze, die aus dem Ätherkörper stammen, denn sie ist gegenwärtig — und auch noch für ein paar Jahrhunderte lang — die Hauptursache für die Beschwerden, an denen die großen Massen oder jene Menschen leiden, die wir esoterisch die „Solar-Sakral-Menschen“ nennen. Dies kommt zum Teil davon, daß sich die Gesamtmenschheit seit langen Zeiten Unterdrückung und Hemmung angewöhnt hat. Eben diese Stauung an den Eingangs- und Ausgangstoren im Ätherkörper ist die Ursache für die Behinderung des freien Stromes der Lebenskraft, was dazu führt, daß der Mensch sehr rasch Krankheiten zum Opfer fällt. Ihr werdet erleben, daß auch aus diesem Grund sorgfältig ausgearbeitete Atemübungen mit ihren subtilen Wirkungen bei der Reorganisierung und Regulierung der feineren Körper (besonders des Äther- und Astralkörpers) in immer größerem Umfang zur Anwendung kommen werden. Das derzeit weit verbreitete Interesse an Atemübungen beweist die innerliche Anerkennung dieser Tatsache, obwohl über die Methoden und Wirkungen noch nicht genug bekannt ist.

Noch etwas möchte ich bemerken: Die Stauungsstellen können entweder in einem Zentrum des Astral- oder des Ätherkörpers vorkommen, und dies wird der Heiler ermitteln müssen.

Esoterisches Heilen, S. 17-78

Das Gesetz des Dienens

Es wurde früher erwähnt, daß die drei großen Wissenschaften, die im Neuen Zeitalter eine führende Rolle übernehmen und die Menschheit aus dem Schein ins Sein und aus der Aspiration zur Erkenntnis bringen werden, die folgenden sind:

1. Die Wissenschaft der Meditation, die künftige Wissenschaft des Denkens.

2. Die Wissenschaft der Antahkarana oder die Wissenschaft der Überbrückung der höheren und niederen Denkbereiche.

3. Die Wissenschaft des Dienens, die eine ganz klare Methode zur Erlangung des Einswerdens ist.

Wir wollen nun diese letztere Wissenschaft, die im Leben des Jüngers für sein Freiwerden von entscheidender Bedeutung ist, in großen Umrissen studieren.

Zweitens möchte ich darauf hinweisen, daß sich niemand diesem Gesetz des Dienens entziehen kann. Wer es bewußt zu umgehen sucht, hat Strafen zu gewärtigen. Die Fähigkeit, zum Wohl der Menschen Dienst zu tun, ist ein deutliches Kennzeichen

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des Fortschrittes auf dem Pfad. Solange dieses Stadium noch nicht erreicht wurde, ist es nicht möglich, aus innerem Antrieb heraus einen von Liebe und Weisheit geleiteten Dienst zu leisten. Bis dahin sind allenfalls gute Absichten, Motive verschiedenster Art und Prinzipien maßgebend, die oft von Fanatismus diktiert sind. Darüber wollen wir später mehr sagen.

Esoterische Psychologie Band 2, S. {15-119}

It has previously been pointed out that the three great sciences which will come to the fore in the New Age, and which will lead humanity from the unreal to the real, and from aspiration to realisation are

1. The science of Meditation, the coming science of the mind.

2. The science of Antaskarana, or the science of the bridging which must take place between higher and lower mind.

3. The science of Service, which is a definite technique of at-one-ment.

Suche zwei Menschen – suche Deine Leute

5. Suchen Sie zwei Menschen, die mit Ihnen zusammenarbeiten. In dieser Verbundenheit zu dritt liegt eine einzigartige Stärke. Alle Heiligen Schriften der Welt sagen uns, daß sogar Gott selbst als Dreieinigkeit der Güte wirkt; Sie können im winzigen Rahmen dasselbe tun, indem Sie zwei Gleichgesinnte suchen und sie bitten, ein Dreieck des Lichts und guten Willens mit wechselseitiger Beeinflussung zu bilden. Jeder der beiden Partner kann seinerseits das gleiche tun, und so kann sich über die ganze Welt ein k Netzwerk guten Willens /k ausbreiten. Durch dieses Netzwerk können die Kräfte des Lichts wirken, und Sie können diese segensreiche Wirksamkeit in Ihrem Bereich fördern und unterstützen.

6. Ermitteln und studieren Sie die Methoden, Arbeitsweisen und Ziele verschiedener Gruppen und Organisationen, die am Wiederaufbau der Welt interessiert sind. Sie werden vielleicht nicht mit allen übereinstimmen oder mit ihren Plänen und Arbeitsweisen einverstanden sein, aber alle werden benötigt. Die Menschen, Rassen und Umweltbedingungen sind sehr verschieden, und es bedarf sehr vieler Methoden, um alle Probleme zu lösen. Ein jeder kann dazu beitragen, wenn er guten Willen beweist und nicht fanatisch ist. Der Fanatiker ist in jedem Fall und überall eine Gefahr, denn er sieht nur die eine Seite eines Problems oder Sachverhaltes, und er ist unfähig, die verschiedenen Gesichtspunkte richtig einzuschätzen; er wird nicht zugeben, daß man alle berücksichtigen muß. Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur Bekundung guten Willens, und deshalb wird in der kommenden Zeit der Rehabilitierung k Zusammenarbeit /k das wichtigste Erfordernis sein. Merken Sie sich alle solche Gruppen samt ihren Leitern, Zielen und Programmen vor; diese Aufzeichnung wird sich nach dem Krieg als nützlich erweisen. Stellen Sie mit ihnen freundliche und hilfreiche Beziehungen her, soweit Ihnen dies möglich ist.

7. Suchen Sie

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in Ihrer Umwelt Männer und Frauen guten Willens ausfindig zu machen, und legen Sie auch darüber ein Verzeichnis an. Gehen Sie mutig daran, solche Menschen zu finden, und seien Sie dabei geistig aktiv. Wenn Sie diese gefunden haben, interessieren Sie sich für ihre Tätigkeit, und versuchen Sie dann, sie zur Mitarbeit für Ihre Sache zu bewegen. Halten Sie die Namen und Anschriften dieser Leute in einem Verzeichnis fest, und führen Sie auch ihren Beruf, ihre Stellung, ihre Fähigkeiten und etwaige Funktionen an. Auf diese Weise schaffen Sie sich Anschriftenlisten. Sie kennen dann eine Gruppe, bei der man sich darauf verlassen kann, daß sie im Geist guten Willens und für den Wiederaufbau der Welt arbeiten wird. Später können dann, wenn es wünschenswert erscheint, diese Listen zusammengefaßt und nach Ländern geordnet werden, so daß alle Briefempfänger eines Landes, die im angedeuteten Sinn arbeiten wollen, gleichzeitig erreicht werden. Diese werden dann zusammen und zur selben Zeit eine öffentliche Meinung bilden, die stark genug ist, um Ideen zu formen, die Massen zu beeinflussen und die führenden Persönlichkeiten bei richtigen und zweckdienlichen Aktionen zu unterstützen.

Die Neue Weltreligion und die Konstellation von Himmelskörpern

Es ist einleuchtend, daß nur die großen Umrisse der neuen Weltreligion angedeutet werden können. Die Erweiterung des menschlichen Bewußtseins, die als Folge der kommenden Großen Annäherung (Christi) eintreten wird, wird die Menschheit befähigen, nicht nur ihre Beziehungen zum geistigen Lebenszentrum unseres Planeten, dem „Einen, in dem wir leben, weben und sind“, zu begreifen, sondern auch einen flüchtigen Blick gewähren über die Beziehung unseres Planeten zu dem Kreis planetarischer Lebenszentren, die innerhalb des Sonnensystems ihre Bahnen ziehen; ja diese Bewußtseinserweiterung wird auch einen Einblick in noch viel größere Einflußbereiche gestatten, die mit unserem Sonnensystem in Berührung kommen, während es in den Himmelsräumen (durch die zwölf Sternbilder des Tierkreises) seine Bahnen zieht. Astronomische und astrologische Forschung hat diese Wechselbeziehungen und Einflüsse aufgedeckt, doch sind noch immer Spekulationen und viele unsinnige Behauptungen damit verknüpft. Die Kirche hat diese Wechselbeziehungen stets anerkannt, und die Bibel hat dafür Zeugnis abgelegt. „Von ihren Bahnen her kämpften die Sterne gegen Sisera.“ l (….bibellutherrichter-5.html#5,20) ((Richter 5, 20)) „Wer kann dem wonnigen Einfluß der Plejaden widerstehen?“ l (….bibellutherhiob-38.html#38,31) ((Hiob 38, 31)) Viele andere Bibelstellen unterstützen diese Behauptungen von Wissenden. Viele Daten von Kirchenfesten wurden mit Beziehung zu Mondphasen oder Tierkreis-Konstellationen festgelegt; ein genaueres diesbezügliches Studium wird die Richtigkeit dieser Aussage beweisen. Wenn das Ritual der neuen Weltreligion allgemein festgelegt werden wird, dann wird auch die Konstellation von Himmelskörpern als bedeutsamer Faktor berücksichtigt werden.

Die Festlegung bestimmter großer Festtage in Beziehung zum Mond und in geringerem Grade zu den Gestirnen des Tierkreises wird die innere Kraft der Invokation vertiefen und das darauffolgende Einströmen der aufgerufenen Energien verstärken. Die wahre Wirkung hinter jeder Invokation beruht auf der Macht der Gedanken, sie liegt im besonderen in der telepathischen Natur, Wechselbeziehung und Art der Gedanken. Das geeinte invokative Denken der Massen und das konzentrierte, zielgerichtete Denken der Neuen Gruppe der Weltdiener bilden einen Energiestrom, der

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ausgesendet wird. Dieser Strom erreicht auf telepathischem Weg jene großen geistigen Wesen, die für solche anstürmenden Gedankenimpulse empfänglich sind und darauf reagieren. Deren Reaktion oder Antwort besteht im Aussenden von geistiger Energie, die — nach Umwandlung in Gedankenenergie — den Weg zur Menschheit nimmt. Diese Energie stößt nun in das Denken der Menschen, überzeugt sie und bringt ihnen Inspirationen und neue Enthüllungen. So ist es stets in der Geschichte der geistigen Entwicklung in der Welt gewesen, und auf solche Weise ist es auch zur Niederschrift der heiligen Bücher der Weltliteratur gekommen.

Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, S. 13-419

Abfolge des Hervortretens der Hierarchie

1. Die älteren Mitglieder der Hierarchie werden nicht als erste den notwendigen Schritt in die äußere Welt tun. In den Anfangsstadien werden (unter der Anleitung und genauen Kontrolle dieser Meister) zunächst Eingeweihte des dritten oder eines minderen Grades und jene Jünger hervortreten, die erwählt und dazu bestimmt wurden, die Bestrebungen der Meister zu verwirklichen und nach deren Weisungen zu arbeiten. Erst später, wenn die Zeit reif ist für die Wiederkunft Christi in eine anerkannt physische Ausdrucksform, werden einige ältere Meister erscheinen und für alle erkennbar das Weltgeschehen bestimmen. (Die Wiederkunft Christi wird auch zur Wiederherstellung der Mysterien führen). diese Zeit hängt natürlich davon ab, welchen Erfolg die Bemühungen der nicht soweit fortgeschrittenen Mitglieder der Hierarchie haben.

2. Alle Mitglieder der Hierarchie, sowohl die Vorhut als auch die später nachfolgenden Meister, werden als Mitglieder der menschlichen Familie arbeiten und wirken, nicht als öffentlich proklamierte Mitglieder des Reiches Gottes oder der Seelen, die wir als die Hierarchie kennen. Sie werden in einer öffentlichen Position oder Funktion auftreten; sie werden als Politiker, Geschäfts- oder Geldleute, als Religionslehrer oder Kirchenmänner erscheinen; sie werden Wissenschaftler und Philosophen, Hochschulprofessoren und Lehrer sein; sie werden Bürgermeister von Großstädten und die Hüter aller ethischen Bewegungen sein. Der geistige Elan ihrer Aktivität, ihre klare, reine Weisheit und die von ihnen vorgeschlagenen vernünftigen und annehmbaren Maßnahmen auf irgendeinem Gebiete, das sie sich als ihr Arbeitsfeld erwählten, werden so überzeugend sein, daß man

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ihren Projekten kaum etwas in den Weg legen wird.

Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, S. 13-570

Yoga – Meditation – Dienst

In allen esoterischen Schulen steht natürlich — und mit Recht — die Meditation im Vordergrund. Technisch gesprochen ist die Meditation ein Vorgang, bei dem das Kopfzentrum erweckt, unter Kontrolle gebracht und benützt wird. Sobald dies der Fall ist, kommt zwischen Seele und Persönlichkeit eine harmonische Übereinstimmung, eine völlige Integration, zustande; diese bewirkt, daß in den Aspiranten ein gewaltiger Strom geistiger Energie hereinströmt, der sein ganzes Wesen belebt und anspornt und das latente Gute, aber auch das Böse an die Oberfläche bringt. Gerade darin liegt ein Grossteil des Problems und der Gefahr. Daher legt man in den wahren Schulen soviel Nachdruck auf Reinheit und Wahrheit. Der physischen Reinheit wurde zuviel Bedeutung beigemessen; dagegen wurde nur ungenügend die Notwendigkeit betont, jede Art von Fanatismus und Intoleranz zu meiden. Diese beiden Faktoren behindern den Studierenden weit mehr als unrichtige Diät,

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und sie nähren das Feuer des separatistischen Denkens mehr als irgendein anderer Umstand.

Meditation bedingt, daß man ständig und jeden Tag ein zielbewußtes Leben führt. Das überanstrengt zwangsläufig die Gehirnzellen, denn es bringt ruhende Zellen zur Aktivität und stimuliert das Gehirnbewußtsein für das Licht der Seele. Wenn die Meditation regelmäßig und jahrelang ausgeübt und durch eine meditative Lebensweise sowie durch zielbewußtes dienen ergänzt wird, erfährt das ganze System einen guten Ansporn und Antrieb, so daß der niedere Mensch unter den Einfluß und die Kontrolle des geistigen Menschen kommt. Die Meditation erweckt auch die Kraftzentren im Ätherkörper und stimuliert die geheimnisvollen Energieströme, die am unteren Ende der Wirbelsäule schlummern. Wenn dieser Prozeß bedachtsam unter Anleitung und Einhaltung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen eine lange Zeit hindurch fortgesetzt wird, dann besteht kaum eine Gefahr; die Belebung erfolgt in normaler Weise gemäß dem Gesetz des Seins. Wenn jedoch diese Stimulierung forciert betrieben und durch verschiedenartige Übungen beschleunigt wird, bevor der Studierende dafür reif ist und bevor seine Körper koordiniert und entwickelt sind, dann droht dem Aspiranten Unheil. Atemübungen oder Pranayama-Training sollten erst nach einer jahrelangen geistigen Lebensweise, Hingabe und Diensttätigkeit unternommen werden, und auch dann nur unter fachmännischer Anleitung. Die Konzentration auf die Zentren im Kraftkörper (mit der Absicht, sie zu erwecken) ist unter allen Umständen zu vermeiden; das führt zu Überstimulierung und öffnet die Tore zur Astralebene, die der Studierende nur mit großer Mühe wieder schließen könnte. Den Aspiranten in allen okkulten Schulen kann ich nicht nachdrücklich genug ans Herz legen, daß der Yoga für diese Übergangszeit der Yoga zielbewußten Strebens, zielstrebiger Absicht, des ständig geübten Bewußtwerdens der göttlichen Gegenwart sowie der regelmäßigen Meditation ist, die systematisch und jahrelang ausgeübt wird.

Wenn dies mit innerer Losgelöstheit geschieht und gleichzeitig ein Leben liebenden dienens geführt wird, dann gehen das Erwecken der Zentren und das Emporheben des schlummernden Kundalinifeuers ungefährdet und vernünftig vor sich; das ganze System kommt so in den Zustand lebendiger Wirksamkeit.

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Ich möchte die Studierenden nachdrücklich davor warnen, intensiv stundenlang zu meditieren oder Übungen zu betreiben mit dem Ziel, ein bestimmtes Zentrum zu erwecken oder das Kundalini-Feuer zu erregen. Die allgemeine Stimulierung in der Welt ist jetzt so stark, der Durchschnittsaspirant ist so sensitiv und so fein organisiert, daß übertriebenes Meditieren, fanatische Diät, verkürzte Schlafruhe oder ein übermäßiges Interesse an psychischen Erlebnissen das mentale Gleichgewicht stört und oft einen nicht wieder gutzumachenden Schaden anrichtet.

Die Studenten in esoterischen Schulen sollen unbeirrt, still und ohne Emotionen ans Werk gehen; sie sollten allzulange Studien- und Meditationszeiten vermeiden. Ihre Körper können die erforderliche Spannung noch nicht aushalten und würden nur geschädigt. Sie sollen ein normales werktätiges Leben führen, jedoch im Drang der täglichen Pflichten und Dienstleistungen nicht vergessen, wer sie dem innersten Wesen nach sind und welche Ziele sie erstreben. Sie sollen jeden Morgen regelmäßig meditieren, in der ersten Zeit fünfzehn Minuten lang, aber niemals länger als vierzig Minuten. Sie sollen selbstlos dienen, ohne an die eigene psychische Entwicklung zu denken. Sie sollen ihre Denkkraft durch ein Studium im normalen Rahmen schulen, sollen lernen, klug und verständig zu denken, so daß sie ihre Gefühle durch ihre Denkkraft im Gleichgewicht halten und all das richtig auslegen können, womit sie in Kontakt kommen, und zwar in dem Maß, in dem ihr Wahrnehmungsvermögen zunimmt und ihr Bewußtsein sich erweitert.

Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, S. 13-17

Vollmond

Studierende des Okkultismus wissen genau, daß zur Zeit des Vollmonds gewisse hohe Kontakte leichter herzustellen sind als zu anderen Zeiten, aber gerade hier liegt die Schwierigkeit, meine Brüder.

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Zur Zeit des Vollmonds empfangen (für die Dauer von fünf Tagen) Mond und Erde mehr von der Sonne widergespiegeltes Licht als zu einer anderen Zeit. Dafür gibt es einen subjektiven Grund. Ich kann ihn euch nur durch ein Symbol erklären, das euch entweder die Wahrheit vermitteln oder aber verschleiern kann. Symbolisch gesprochen tritt also die Periode intensivster Meditation unseres planetarischen Logos zur Zeit des Vollmonds in jedem Monat ein; ebenso wie ihr eure Meditation pflegt, so hat Er an seinem hohen Orte zu bestimmten Zeiten einen Kontakt. Dies führt dazu, daß eine Strahlung einströmt und sowohl subjektive wie objektive Energie hereinkommt. Allen wahren Schülern wird daher ihre Arbeit auf der Mentalebene erleichtert; sie werden dann fähig, erfolgreicher zu meditieren und eine Erkenntnis mit größerer Leichtigkeit zu erlangen. Sie nehmen in ganz bestimmter Weise teil an dem, was der Herr Shamballas erreicht.

Wie ihr wißt, ist der Mond eine Schale, eine uralte Form, durch die der planetarische Logos einst seine Wesensäußerung suchte.

Er löst sich physisch langsam auf, jedoch noch nicht in astraler Hinsicht und darum ist er noch mit dem Astralkörper des planetarischen Logos und dadurch auch mit dem Astralkörper aller Menschen eng verbunden. Sein Einfluß auf alle unausgeglichenen Menschen ist folglich zur Zeit des Vollmonds stärker. Man wird schließlich darauf kommen, daß dieser Mangel an Gleichgewicht, um den es sich in Wirklichkeit handelt, letzten Endes zwischen dem Astralkörper, dem Ätherkörper und dem physischen Mechanismus besteht.

Menschen, die entschieden nach Geistigkeit streben und Menschen, deren Schwerpunkt im Gedankenleben liegt, können aus diesen Vollmondzyklen Nutzen ziehen; diejenigen, die ausgesprochen unausgeglichen, stark astral und emotionell eingestellt sind und häufig von unbeherrschtem Begehren überflutet werden, fühlen sich durch diese Zyklen behindert, überreizt und psychisch verwirrt. Zu dieser Zeit leuchtet der Schleier der Illusion auf, in dessen Gefolge

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Halluzinationen, astrale Visionen, psychische Antriebe, jene falschen Auslegungen des Lebens und die Überbetonung von Lebensaspekten auftreten, die wir Phobien (krankhafte Angst), Mondsüchtigkeit usw. nennen.

Esoteisches Heilen. S. 17-340