Annäherung der Kirchen an die Hierarchie

{06-51} …

2. Der zweite Faktor von Bedeutung ist eine tiefe Erkenntnis der subjektiven Wirklichkeit der geistigen Welt. Ich selbst bin, wenn ihr an mich dachtet, nur das Symbol jener Welt, wie andere Meister ebenfalls, die als Kontakt- und Dienstkanäle auf die Hierarchie konzentriert sind. Ihr wurdet als Gruppe gebeten, euch mir vereint und gemeinsam zu nähern und einen Kontakt herzustellen, ebenso wie im kommenden Neuen Zeitalter die Kirchen der Zukunft (zur Zeit des Vollmonds) eine genau festgelegte Annäherung zur Hierarchie unternehmen werden, um

a. ihr geistiges Leben durch das Hereinbringen von geistiger Kraft, wohlerwogen und bewußt, zu verstärken;

b. durch Verbindung mit dem Kraftwerk des Lichts, der Hierarchie, geistige Erleuchtung zu erlangen;

c. Stärke für erhöhte dynamische Tätigkeit für eine bevorstehende Dienstperiode aufzuspeichern;

d. eine Verschmelzung zwischen dem objektiven und subjektiven Leben der Menschheit herbeizuführen.

3. Dies führt zu einer Technik der Annäherung, die auf Verwirklichung der oben angeführten Ziele begründet ist, zu einem Bemühen, mich zu sehen (weil ich für euch die geistige Vision symbolisiere) und zur Herstellung eines Weges der Annäherung, der in dem Ritual, das ich euch gab, durch einen goldenen Lichtstreifen symbolisiert wurde. Ihr solltet euch vorstellen, daß er sich zwischen euch als Gruppe und eurem tibetischen Bruder erstreckte. Dieser Weg der Annäherung ist der k Pfad /k, und es ist geplant, daß er ein vertrauteres Symbol darstellen sollte, als dies bisher im religiösen Leben der Menschenrasse der Fall gewesen ist.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 06-51

Wechsel der Ebene der Hierarchie

Ich möchte eure Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, daß dieser Offenbarungspunkt mit der Ebene der reinen Vernunft oder der buddhischen Ebene in Beziehung steht; dies ist die niedrigste der kosmisch-ätherischen Stufen; es ist daher eine Ebene der „den Übergang bildenden Ejektion“ – eine Ebene, von der die neuen und zusammengebrachten Energien „in die Welt der äußeren Formen losgelassen werden“. Dieser Vorgang ist außerordentlich erleichtert worden, seit die gesamte Hierarchie ihren Sitz von den höheren Stufen der Mentalebene in die buddhische Ebene verlegt (seit 1925) und dadurch direkten und unbehinderten ätherischen Empfang ermöglicht hat. Dies ist eine der Bedeutungen der Worte, die wir im Neuen Testament lesen, daß „der Vorhang im Tempel in zwei Stücke von oben bis unten zerriss“ (Matthäus 27/51) – eine symbolische Art, um das Freimachen eines unbehinderten Kanals auszudrücken. Dies ist durch Christus als der Avatar, welcher in Zusammenarbeit mit dem Meister Jesus wirkte, und auch durch den Evolutionspunkt, den

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die Menschheit zu jener Zeit erreicht hatte, möglich gemacht worden.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 406

Kristallisation

Ideale sind

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Formulierungen des menschlichen Denkens. Die Hierarchie hat keine Ideale. Die Hierarchie ist einfach der Kanal für reine Liebe, und wo Liebe vorhanden ist, besteht keine Gefahr für Härte, Grausamkeit, Missverständnis, für das Umgehen von Tatsachen oder dafür, anderen Leid zuzufügen. Auch vieles, was manche als harmlos ansehen, ist in seinen allgemeinen Wirkungen entschieden schädlich. Ideale, wie sie gewöhnlich verstanden werden, nähren Stolz, führen zu Halsstarrigkeit und rufen eine trennende Überlegenheit hervor; sie erzeugen unpraktische Haltungen und negative Tätigkeiten. Derjenige, welcher sich ihnen auf diese Weise hingibt, dient häufig nur in dem begrenzten Feld, das von seiner erwähnten Arbeit abhängt und von seinem Idealismus beeinflußt wird. Er schließt das Ganze aus und denkt im Sinn der Vergangenheit und so, wie er denken will. Es ist kein wirkliches Verständnis für einen entgegengesetzten Idealismus vorhanden, und häufig wird kein wirklicher Versuch gemacht, seine Grundlage zu verstehen. Die Betonung seiner eigenen Ideale (in seinem eigenen Bewußtsein, selbst wenn sie nicht anderen auferlegt werden) verhindert Verständnis, und er ist so damit beschäftigt, sie aufrecht zu erhalten und zu verteidigen (oft wieder sich selbst gegenüber) und von ihnen beeinflußt zu werden, daß die größeren menschlichen Fragen seiner Aufmerksamkeit entgehen. Er bleibt beharrlich innerhalb der Grenzen seiner eigenen Überzeugungen. Dies macht ihn sofort zu einem Theologen, und seine Brauchbarkeit verschwindet dann schnellstens, ausgenommen in dem intimen Kreis seiner Mitidealisten. Mit der Zeit findet Kristallisierung statt. Eine „Kristallschranke“ wird zwischen der Persönlichkeit und der Seele errichtet. Die Seele ist sichtbar, aber ihr Einfluß wird isoliert. Jedoch – weil noch eine Vision von der Seele fortdauert – ist der Jünger tief unbefriedigt. Die Kristallisierung zieht schließlich alle Aspekte seines Wesens in Mitleidenschaft. Gefühle lassen sich in den „Furchen von Kristall“ nieder. Der Denkaspekt wird starr und brüchig. Der physische Körper kristallisiert ebenfalls und wird schnell alt, weil kein freier Fluß des Lebens vorhanden ist.

Nur eines wird es verhindern, daß dies geschieht. Liebevolles Verständnis und ein sich daraus ergebendes Opfer des Lebens für die Menschheit als Ganzes. Das Beste für die größte Anzahl wird zum Thema seines Lebens, und diesem wird der ganze Mensch untergeordnet.

Kannst du diese Vision begreifen und alles aufgeben? Nur zwei Strahl-Energietypen drücken sich durch deine niedere Natur aus: Intellekt und Idealismus. Denke ein wenig über die Wirkungen dieses unausgeglichenen Zustandes nach und überlege, was er hervorbringen wird. Sei nicht mit deiner mentalen Tätigkeit und Deinem

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geweihten Idealismus zufrieden. Reiche über sie hinaus zur Seele, deren Natur Liebe ist und die sich mit der Menschheit und nicht mit einer Gedankenrichtung oder einer Gruppe von Idealen identifiziert.

Du stehst am Scheideweg, mein Bruder. Willst du einem erneuten Dienst, neuen Idealen und einem neuen Zyklus schöpferischen Lebens entgegengehen? Oder willst du dich in einem kristallisierten Zustand und einem eifrigen Ringen niederlassen, um schöpferisch zu werden und Ideale auszudrücken, die vielleicht bereits aufgegeben sind, um für höhere und bessere Platz zu machen. Auf diese Weise würdest du weiterhin in der Aura dessen stehen, was alt ist, und keine weiteren Fortschritte machen und später zu der Einsicht erwachen, daß schöpferisches Leben ein spontanes Ereignis ist und daß deine Ideale durch größere und geistigere abgelöst worden sind.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 06-531

{06-689} … Du kannst ganz entschieden mehr lieben – mit weniger Zuneigung zu den Wenigen und einer außerordentlich vergrösserten Einschliessung und Tiefe für die Vielen. Du kannst dich von gewissen Gedankenformen befreien, welche dein Denken in vieler Hinsicht beeinflussen. Du kannst die Lektion leichter

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erlernen, daß ein wahrer Jünger das wünscht, was für die ganze Menschheit am besten ist und nicht das, was du vom Standpunkt irgendeiner Gruppe, Gedankenrichtung oder historischen oder politischen Ordnung für am besten hältst. Du mußt lernen, in einem größeren Maßstab als demjenigen irgendeiner nationalen Gruppe oder Gruppe von Nationen zu denken. Das bedeutet ein intensiveres Studium des Plans und das bedeutet ruhige, innere Erwägung, nicht das Lesen von Büchern oder der Verfolgung einer tieferen Meditation; es bedeutet das Überwinden alter Vorurteile und voreingenommener Ideen, damit das, was neu und gänzlich anders ist als das, was du vermutest oder gedacht hast, in dein Denken eintreten und deine Zukunft beeinflussen kann.

Wenn du dies nicht tun kannst (und es fällt dir nicht leicht, dich von Tradition und Hintergrund freizumachen), besteht die Tendenz, daß Kristallisierung eintritt, und ich weiß, daß dieses etwas ist, das du befürchtest und was nicht zu geschehen braucht. Das große Schutzmittel gegen irgendeine anwachsende Härte oder Starrheit des Wahrnehmungsvermögens ist Liebe, und die große Lektion für alle Jünger ist, bis zum jüngsten Tag immer mehr zu lieben.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 06-689

Die Strahlen der Kirche

Die katholische Kirche wird vom ersten Strahl als Seelenstrahl und vom dritten als Persönlichkeitsstrahl beherrscht. Daher ihre Liebe zu Politik und irdischer Macht. Daher auch ihre starke kaufmännische und finanzielle Voreingenommenheit. Der mentale Strahl dieser Kirche ist der sechste Strahl. Daher ihre enge Zielstrebigkeit.

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Ihr Gefühlskörper ist auch die Qualität des sechsten Strahls, während der physische Strahl der äußeren Organisation der siebente ist. Dies sind Punkte, die dich interessieren sollten und die du in deiner Arbeit berücksichtigen mußt.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, S. 506

Abendliche Rückschau in drei Richtungen

Ein Meister muß den Jünger durch die Arbeit, die er zur Förderung des Planes tut, erkennen und abschätzen, und nicht auf Grund der Reaktion des Jüngers auf seine Aspiration. Die aufmerksame Welt muß die vorhandene Phase göttlichen Ausdrucks ebenfalls nach dem täglichen Leben des Jüngers beurteilen. Wonach kann der Zuschauer ihn sonst beurteilen? Der Jünger ist daher beständig einer zweifachen Untersuchung ausgesetzt, zu dieser Prüfung muß er notgedrungen selbst eine dritte hinzufügen: seinen eigenen Standpunkt als Beobachter. Er wird somit einer dreiseitigen Kritik und

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 Beurteilung ausgesetzt, und ich möchte euch bitten, diese Tatsache sorgfältig zu erwägen.

Eine abendliche Rückschau in diesen drei Richtungen würde für alle Jünger wertvoll sein, und sie sollten, soweit möglich, die Einbildungskraft als Instrument der geistigen Wahrnehmung gebrauchen; lernt es, euch soweit ihr könnt „vorzustellen“, wie ein Meister euer Bestreben während des Tages beurteilen würde, wie eure beobachtende Umgebung auf euer Leben und eure Worte reagiert haben mag, und wie ihr selbst die Errungenschaften während des Tages betrachtet. Ich möchte dies allen Jüngern und allen von euch empfehlen, die in Ausbildung für meinen Ashram sind; und was ich hier vorgeschlagen habe, könnte auch gut seitens der Arkanschule für ihre älteren Schüler verwendet werden.

Kontakt mit Hierarchie

2. Der zweite Faktor von Bedeutung ist eine tiefe Erkenntnis der subjektiven Wirklichkeit der geistigen Welt. Ich selbst bin, wenn ihr an mich dachtet, nur das Symbol jener Welt, wie andere Meister ebenfalls, die als Kontakt- und Dienstkanäle auf die Hierarchie konzentriert sind. Ihr wurdet als Gruppe gebeten, euch mir vereint und gemeinsam zu nähern und einen Kontakt herzustellen, ebenso wie im kommenden Neuen Zeitalter die Kirchen der Zukunft (zur Zeit des Vollmonds) eine genau festgelegte Annäherung zur Hierarchie unternehmen werden, um

a. ihr geistiges Leben durch das Hereinbringen von geistiger Kraft, wohlerwogen und bewußt, zu verstärken;

b. durch Verbindung mit dem Kraftwerk des Lichts, der Hierarchie, geistige Erleuchtung zu erlangen;

c. Stärke für erhöhte dynamische Tätigkeit für eine bevorstehende Dienstperiode aufzuspeichern;

d. eine Verschmelzung zwischen dem objektiven und subjektiven Leben der Menschheit herbeizuführen.

3. Dies führt zu einer Technik der Annäherung, die auf Verwirklichung der oben angeführten Ziele begründet ist, zu einem Bemühen, mich zu sehen (weil ich für euch die geistige Vision symbolisiere) und zur Herstellung eines Weges der Annäherung, der in dem Ritual, das ich euch gab, durch einen goldenen Lichtstreifen symbolisiert wurde. Ihr solltet euch vorstellen, daß er sich zwischen euch als Gruppe und eurem tibetischen Bruder erstreckte. Dieser Weg der Annäherung ist der Pfad, und es ist geplant, daß er ein vertrauteres Symbol darstellen sollte, als dies bisher im religiösen Leben der Menschenrasse der Fall gewesen ist.

4. Dieser Weg des Lichts führt zum Herzen einer dunkelblauen Scheibe, und es ist euch gesagt worden, daß ihr in ihrem Zentrum mit mir in Verbindung treten könntet. Diejenigen unter euch, die in der Meditationsarbeit einigermaßen erfahren sind, wissen gut, daß das Licht im Kopf – wenn es gesehen und

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erkannt wird – gewöhnlich durch drei sich steigernde Stadien geht:

a. Es ist, zu allererst, ein zerstreutes Licht, das den Kopf umgibt, das später im Kopf erkannt wird und einen inneren Glanz herbeiführt, welcher der Anfang des Heiligenscheins ist.

b. Dieses zerstreute Licht vereinigt sich dann und wird zu einer inneren strahlenden Sonne.

c. Schließlich erscheint im Zentrum jener Sonne ein dunkelblauer Punkt oder eine kleine indigoblaue Scheibe. Dies ist in Wahrheit der Ausgang im Kopf, durch den die Seele aus der Welt der phänomenalen Existenz hinausgeht, und ist das Symbol des Pfades oder der Tür zum Reich Gottes. Dies ist die symbolische Deutung der Erscheinungen.

Während sich die Gruppe der Wirklichkeit immer mehr nähert, wird der Weg oder der Lichtstreifen kürzer (symbolisch), und schließlich, wenn ihr in dieser Arbeit erfahren seid und wenn eure geistige Natur wirklich stärker geworden ist, werdet ihr fast unmittelbar in oder durch die blaue Scheibe eintreten und des höheren Bewußtseins oder der Göttlichkeit gewahr werden.

5. In diesem Stadium ist dreierlei zum Erfolg erforderlich:

a. Der Denkaspekt muß „unverwandt im Licht gehalten werden“, und für diese Empfangs-Erfahrung ist die ganze vorangegangene Meditationsarbeit erforderlich gewesen. Ihre positive, aufmerksame Tätigkeit ist ein wesentlicher Faktor beim Herstellen der gewünschten Gedankenkontrolle gewesen.

b. Die schöpferische Vorstellungskraft muß, weil sie die Fähigkeit, sich ein geistiges Bild zu machen, mit sich bringt, ebenfalls entwickelt und in den Anfangsstadien den Anweisungen gehorchend bewußt gebraucht werden. Dieser Gehorsam muß freiwillig geleistet werden, selbst wenn er blind ist, bis das wirkliche Ziel begriffen werden kann.

c. Ergebnisse müssen erwartet und eine innere Sensitivität entwickelt werden, die schließlich Überraschung ausschließt und zu einem bewußten Erkennen des erreichten Ziels führt. Diese Sensitivität mag je nach dem Strahl und Typ verschieden sein, aber die allgemeinen Anzeichen werden im Gebiet

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der Gleichartigkeit liegen und von Wert für die k Gruppe /k sein.

Raja-Yoga des Patanjali

Es wird euch eine große Gelegenheit geboten, und der Erfolg des Systems des Raja-Yoga, der königlichen Wissenschaft des Denkens (die vom großen Eingeweihten Patanjali vor elftausend Jahren begonnen wurde) wird demonstriert, und seine Techniken haben sich als gerechtfertigt erwiesen. Was er im Auftrag der Großen Weißen Loge veröffentlichte, ist nun zufriedenstellend in Gang gesetzt worden, und vieles, was in der ursprünglichen Absicht lag, hat sich als gerechtfertigt erwiesen. Während der nächsten

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 siebentausend Jahre wird sein System dazu gebraucht werden, Jünger in Gedankenkontrolle auszubilden. Sie werden durch dieses System das Stadium der „Isolierten Einheit“ erreichen, und in jener registrierten Einheit – allein und doch gemeinsam mit vielen anderen – die Einweihung empfangen, die es ihnen ermöglichen wird, Energie in eine wartende und fordernde Menschenwelt hinein auszulösen.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter, Band II, 06-326

Dreiundsechzigstes Lebensjahr

Ich habe eine bestimmte Arbeit geplant, welche die Mitglieder meines Ashrams durchführen müssen; es ist eine Arbeit, die du unternehmen kannst. Sie steht mit der größeren Aufgabe des guten Willens, die mir so sehr am Herzen liegt, in Beziehung; sie wird deinerseits Opfer und womöglich das Aufgeben geringerer Ziele notwendig machen. Wenn du sie erkennst, wird es bedeuten, daß die „Säulen, welche die Annäherung zum Heiligtum deines Meisters schützen“ hinter dir gelassen werden können; du wirst den Punkt erreicht haben, wo du den „Raum der Zurückgezogenheit“ betreten kannst. Wiederum spreche ich in Symbolen. Du bist fast sechzig Jahre alt, mein Bruder. Das dreiundsechzigste Jahr deines Lebens wird, wie im Leben aller Jünger, ein Jahr der Krise und höchsten Gelegenheit sein, und diesem Punkt solltest du entgegensehen, und hierfür solltest du Vorbereitungen treffen. Die Zwischenzeit sollte eine Zeit sein, während der du an den Säulen vorübergehst, während der du von einem Punkt zum andern gehst, während du dein Bewußtsein unverwandt innerhalb des Ashrams aufrecht erhältst und deine Persönlichkeitstätigkeit die Aufgabe verfolgt, die ihr von deiner Seele auferlegt worden ist.

Du wirst bald einer grundlegenden Entscheidung gegenüberstehen, und von dieser Entscheidung wird dein Recht des Eintritts, technisch verstanden, abhängig sein. Ich darf dir nicht einmal das Wesen der kommenden Krise andeuten, noch darf ich dir irgendeinen Fingerzeig in bezug auf die Richtung geben, in der deine Entscheidung fallen sollte. Ich habe jedoch Vertrauen zu dir, denn du hast während der letzten fünf Jahre viel gelernt; du bist von einem Punkt der Stärke zum anderen und von einer Säule zur anderen gegangen; selbst wenn du dir nicht darüber klar warst. Du

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wirst das Wesen deiner Stärke entdecken, wenn die Notwendigkeit der Entscheidung dir entgegentritt. Ich erwarte dich im inneren Raum.

August 1946

Heute habe ich dir nichts von größerer Wichtigkeit zu sagen, mein Bruder. Meine letzte Unterweisung für dich war lang und von lebenswichtiger Bedeutung. Du hast ihren vollen Sinn noch nicht aufgenommen. In jener Unterweisung waren zwei Sätze, die ich nochmals in deinem Bewußtsein betonen möchte. Sie sind:

1. Der Weg in das innere Heiligtum ist der Weg äußeren Dienstes.

2. Das dreiundsechzigste Jahr deines Lebens wird – wie im Leben aller Jünger – ein Jahr der Krise und von hervorragender Gelegenheit sein.

Seit 1922 ist es vorgesehen, daß Christus physisch erscheinen wird

Hatte Rudolf Steiner (1861-1925) irgendwelche Kenntnisse in Bezug auf die Wiederkehr des Christus? (Juli/August 1990)

Rudolf Steiner trennte sich von der Theosophie, um die Anthroposophie zu gründen. Er war ein bemerkenswerter Mann, mit einem Einweihungsgrad von 2.2, mit faszinierenden und wertvollen Einblicken in viele Bereiche, wie Landwirtschaft, Erziehung und Medizin. Was hingegen die Wiederkehr des Christus betrifft, hatte er, glaube ich, einen blinden Fleck. Obgleich er Theosoph war, und sich als Esoteriker bezeichnen würde, ist er nach meinem Verständnis kein wirklicher Esoteriker, sondern ein christlicher Mystiker. Irgendwie hinderte ihn sein christlicher Mystizismus, die Beziehung des Christus zur Hierarchie zu verstehen. Obwohl er theoretisch gewußt haben muß, daß der Christus an der Spitze der Hierarchie steht, sah er ihn doch eher in mystischer Weise und beteuerte, daß der Christus nicht in einem physischen Körper wiederkommt, sondern nur auf der ätherischen Ebene, (die er das geistige Reich nannte).

Wie wir wissen, entschloß sich Maitreya 1945 zum frühest möglichen Zeitpunkt auf der physischen, astralen und mentalen Ebene wiederzukommen. Als Steiner 1925 starb, wußte er nichts von diesem Teil des Planes, aber als Theosoph hätte er wissen müssen, daß dies vorgesehen war, wenigstens seit 1922, als das erste Buch von Alice Bailey (diktiert von Meister D.K.) Initiation, Menschliche und Solare Einweihung erschien. In Die Wiederkunft Christi sagt Meister D.K. ziemlich nachdrücklich, daß er vom physischen Erscheinen des Christus auf der Erde spricht. Das, erklärte er, sei

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eine der allerwichtigsten Aussagen im Buch. Er betonte, daß der Christus in einem physischen Körper, für alle sichtbar, erscheinen wird.

Dies stand irgendwie in Widerspruch zu Steiners christlichem Mystizismus. Er bestand darauf, daß der Christus nur auf der ätherischen Ebene wiederkommen könne. Die Menschheit, so schrieb er, werde im kommenden Zeitalter allmählich die ätherische Schau entwickeln (was wahr ist), und einer nach dem andern werde den Christus im Ätherischen erkennen. Nach meiner Meinung ist das ein vollkommenes Mißverständnis. Es war der christliche Dogmatismus, der Steiner darin bestärkte, daß der Christus nicht in einem physischen Körper kommen kann. Es ist, als würde man damit den Christus irgendwie erniedrigen, ihn auf eine zu tiefe Ebene herunterholen. Viele Christen glauben das, und sehen ihn nur in seiner Rolle als ein Prinzip, nicht als einen wirklichen Menschen, der dieses Prinzip verkörpert, und der auf allen Ebenen, einschließlich der physischen, wirken kann.

Maitreyas Mission, Band II, mm2-556

Denkaspekt als Werkzeug des Seelenlebens

Die Gedankenkraft, wie sie im Ashram angewandt wird, hängt von der Fähigkeit des Jüngers ab, die bewußten Gedanken zu konzentrieren und emporzuheben, mit der Seele Fühlung zu nehmen und die Intuition hervorzurufen. Wenn dies erfolgreich getan worden ist, dann stehen die drei Faktoren: Mentale Erleuchtung, Seelenimpuls und intuitive Wahrnehmung im Einklang. Diese dreifache Verbindung wird jenen Gedankentyp hervorrufen, dessen Tätigkeit wirkungsvoll sein wird, der den Plan ins Dasein ruft, der Selbstlosigkeit fördert und von Liebe motiviert sein wird.

Von der Fähigkeit der Gruppe als Ganzes, unter dem Antrieb des geistigen Instinkts zu funktionieren, wird der Erfolg des Meisters, seine Pläne vermittels der Gruppe durchzuführen, abhängig sein. Nach göttlichem Gesetz darf er nicht allein arbeiten; er kann nicht allein arbeiten. Er kann inspirieren, lehren, um Mitarbeit bitten und Richtlinien in bezug auf die notwendige Arbeit geben. Darüber hinaus darf kein Meister gehen. In diesem Weltzyklus hängt die Arbeit der Hierarchie von den Jüngern ab, und sie können es daher gut verstehen, warum die letzte Fessel, die ein Meister ablegt, Gereiztheit ist! Kein Eingeweihter kann einen wahren Ashram bilden, bis jegliche Fähigkeit zu Missverständnissen, Gereiztheit und Kritik verschwunden ist. Wenn die Gedankenkraft eines Meisters falsch gebraucht wird, dann könnte sie eine mächtige zerstörende Kraft sein. Er muß fähig sein, sich auf sich selbst verlassen zu können, ehe sein Ashram nach richtigen Grundsätzen und gefahrlos funktionieren kann.

In dieser Arbeit, die nötige Gedankenkraft für konstruktive Arbeit anzusammeln, spielt das ätherische Gewebe entschieden eine Rolle. Es führt dann zu einer Neuorganisation des Gewebes. Wissenschaftliche Erklärungen helfen dem Schüler nicht dabei, dies zu verstehen. Wenn der Denkaspekt (das Instrument des Denkens) zum Werkzeug des Seelenlebens, des Seelenlichts und der Seelenliebe geworden ist und das ätherische Gewebe auf das Hereinfliessen von Energie vom Denkaspekt reagiert, dann findet die Neuorganisation des individuellen ätherischen Gewebes statt. Der individuelle Ätherkörper ist nur ein Teil, ein Aspekt des ätherischen Gewebes der Menschheit; die beständige Neuorganisation der vielen Teile führt, wenn genug Zeit verflossen ist, zu einer Umwandlung des Ganzen.